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Region Kelheim
Dienstag, 26. September 2017 19° 5

Verkehr

Mehrheit beharrt auf der Umgehung

Der Mainburger Rat verabschiedet eine Resolution. Darin fordert er, die Bemühungen für eine neue Trasse fortzuführen.
Von Wolfgang Abeltshauser

Die Bundesstraße 301 durchschneidet Mainburg von Norden nach Süden. Eine Umgehung bedeutet aber große Eingriffe in Natur und Gelände. Foto: Satzl

Mainburg.Eine Mehrheit des Stadtrates will, dass Planungen für eine Ortsumgehung weitergeführt werden. So beschloss es jetzt das Gremium in einer Resolution mit 15:6 Stimmen. Der Anstieg der Fahrzeuge sei ein wichtiger Grund dafür. Die Minderheit befürchtet dagegen Flächenfraß und setzt mehr auf innerstädtische Lösungen für den Verkehr.

Die CSU hatte die Abstimmung angestoßen. Die Politiker sollten zeigen, dass Mainburg die Option einer Umgehung als eine Chance sehe. Dass die Maßnahme im Verkehrswegeplan für die Zeit bis 2030 eingestellt sei, müsse die Kommune einfach nutzen. Fraktionssprecher Thomas Kastner machte deutlich, dass es um eine große Lösung gehen solle. Eine Umgehung sollte nördlich von Meilenhofen beginnen und auch erst südlich von Puttenhausen wieder in die bestehende Bundesstraße 301 einmünden. So also das gesamte Stadtgebiet umfahren. Michael Schöll (FDP) und Hans Niedermeier (SPD) forderten, keine Zeit zu verlieren.

Es ist nicht das erste Mal, dass dies Thema einer Ratssitzung war. Immer wieder würden sich Bewohner Mainburgs wegen der vielen Fahrzeuge beschweren. Allerdings: Eine Umsetzung ist sicherlich nicht einfach und wird auf Widerstände stoßen. Was auch das Meinungsbild im Rat zeigt.

Nachteile für Natur befürchtet

Möglich ist grundsätzlich, die Straße westlich oder östlich an der Hopfenstadt vorbeizuführen. Westlich würde bedeuten, die Straße führt in großen Teilen durch das Abenstal. Im Osten der Stadt ist es sehr hügelig. Dort würden die Baumaßnahme noch mehr in das Gelände eingreifen wie auf der anderen Seite. Dort gibt es aber noch schöne Natur. Worauf Skeptiker wie Konrad Pöppel (ÖDP) nicht erst seit jetzt verweisen. Er will, dass die Stadtväter sich mehr über den innerstädtischen Verkehr Gedanken machen. Da hat er Eduard Brücklmaier (SLU) auf seiner Seite. Viele Autos steuern die Firma Wolf an. Für diese Pendler sei die Umgehung keine Lösung. Sie würden auch dann durch den Ort fahren. So seine Meinung. Und das ist durchaus ein Argument.

Jetzt ist es endgültig beschlossene Sache: Die Kommune baut eine Kinderkrippe. Bei einer Gegenstimme votierte der Stadtrat dafür, einen entsprechenden Förderantrag auf den Weg zu bringen. Eine derzeitige Kostenschätzung für einen Bau im Bereich des Kindergartens „Abenteuerland“ im Bereich „Am Gabis“ beläuft sich auf rund 850 000 Euro. Der maximal förderfähige Betrage belaufe sich laut Bürgermeister Josef Reiser (SLU) auf knapp 873 000 Euro. Die Mainburger liegen also darunter. Geplant ist, die Maßnahme in den kommenden drei Jahren umzusetzen.

Beim Jugendtreff auf Kurs

Beim Thema Jugendtreff ist die Kommune auf Kurs. Die Räte erfuhren, dass der Förderantrag für die Umsetzung an den Bayerischen Jugendring erfolgt ist. Der Bürgermeister geht von Kosten in Höhe von knapp 600 000 Euro aus. Der Jugendtreff soll im Bereich der Walter-Schwarz-Straße entstehen. Er läge damit nahe dem Mainburger Stadtzentrum. Auf das Gebäude soll laut Bürgermeister eine Photovoltaikanlage kommen. Außerdem sind nach seinen Worten öffentliche Toiletten in dem Bau vorgesehen. Bisher gibt es lediglich einen relativ kleinen Raum im Keller des Alten Gymnasiums. Die Forderungen, hier etwas anderes anzubieten, sind schon lange in Mainburg zu hören.

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