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Region Kelheim
Dienstag, 21. November 2017 5

Kurort

Mit Hochdruck zum Jubiläum „100 Jahre Heilbad“

Astrid Rundler ist überzeugt, dass Bad Gögging auch weit über 2019 hinaus den Titel „Bad“ führen wird.
Von Jochen Dannenberg

Astrid Rundler beim Sommerinterview am Gänselieslplatz in Bad Gögging. Die Tourismus-Managerin freut sich auf die Zukunft in Bad Gogging. Foto: DH Studio Köln

Bad Gögging.Seit nunmehr sechs Jahren – genau genommen seit 1. Juli 2011 – leitet Astrid Rundler als Tourismus-Managerin die touristischen Geschicke im niederbayerischen Kur- und Urlaubsorts Bad Gögging. Doch es ist nicht ihr eigenes Jubiläum, das die Tourismuschefin und ihr Team derzeit beschäftigt. Vielmehr werfen die großen Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Titels „Bad“ im Jahr 2019 ihre Schatten voraus. Zeit für ein Interview findet sie aber dennoch.

2019 wird für Bad Gögging vermutlich ein ganz besonderes Jahr werden, oder?

Stimmt. Wir haben das ganze Jahr über zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten geplant, die letztlich in einen großen Festakt zum 100-jährigen Bestehen Bad Göggings als staatlich anerkanntes Heilbad münden werden. Auch sind besondere Erlebnisführungen geplant, bei denen Besucher einen ganz besonderen Blick in Bad Göggings Vergangenheit werfen können.

Außerdem wird sich vermutlich einiges an (Polit-)Prominenz einfinden…

Das hoffen wir. Denn anlässlich des Jubiläums wird auch die Jahrestagung des Bayerischen Heilbäder Verbandes 2019 in Bad Gögging stattfinden – ein Anlass, der erfahrungsgemäß von hochrangigen Gästen flankiert wird und daher Strahlkraft weit über Bayern hinaus besitzt.

Das Jubiläum als Marketing-Motor?

Genau, und das über mindestens zwei Jahre hinweg. Übrigens auch im Innenmarketing. Denn hier im Ort sollten wir uns zu diesem Anlass unbedingt wieder einmal klar machen, wie stolz wir eigentlich auf das Prädikat „Bad“ sein können. Immerhin handelt es sich hierbei um das höchste Qualitätssiegel, das ein Ort erhalten kann und für das wir kontinuierlich an den notwendigen Qualitätskriterien arbeiten müssen – und an deren Umsetzung wir auch andauernd arbeiten müssen. Umso bemerkenswerter ist es, dass dies in Bad Gögging nun schon seit fast 100 Jahren der Fall ist, und damit deutlich länger als vergleichsweise bei unseren niederbayerischen Mitbewerbern.

Dennoch war nach dem diesjährigen touristischen Frühjahrsempfang im April die Verunsicherung groß, dass dieser – auch für das Marketing wichtige Titel – schon bald der Vergangenheit angehören könnte. Nämlich dann, wenn Bad Göggings Badearzt den Dienst quittiert.

So schlimm ist die Situation nun auch wieder nicht. Natürlich wissen wir um die Tatsache, dass aktuell nur ein Badearzt in Bad Gögging praktiziert. Dieser wird zwar irgendwann in den wohlverdienten Ruhestand gehen, wird aber sicherlich nicht von heute auf morgen aufhören. Dennoch sind wir bereits jetzt in guten Gesprächen mit unseren ortsansässigen Kliniken, mit denen sich eventuell Kooperationen und Alternativlösungen finden lassen. Mehr kann ich dazu zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen, ich bin mir aber sicher, dass es auch lange nach 2019 einen Badearzt und somit auch den Titel „Bad“ für Bad Gögging geben wird.

Ein weiter, aber positiver Blick in die Zukunft Bad Göggings. Sehen Sie sich dort in den nächsten sechs Jahren auch noch?

Selbstverständlich. Mir macht die Arbeit in Bad Gögging sehr viel Freude. Entgegen vieler Gerüchte habe ich nicht vor, Bad Gögging zu verlassen. Ich arbeite mit viel Freude in einem Super-Team. Unsere drei Themen am Ort „römisch“, „bayerisch“, „g‘sund“ bieten noch viel Potenzial. Besonders am Herzen liegt mir unser wichtigstes Standbein, der Gesundheitstourismus. Das Rad neu erfinden können wir alle nicht, aber ich denke, wir brauchen noch mehr innovative Produkte – auch in Verbindung mit den klassischen Heilmitteln – und noch bessere Vertriebsstrukturen, um für Bad Gögging neue Gäste gewinnen zu können. Und daran arbeiten wir. Wir sind keine Kurverwaltung, wir müssen verkaufen.

Was würden Sie sich für die Zukunft für Bad Gögging noch wünschen?

Ein sehr kurzfristiger und konkreter Herzenswunsch wäre in den Grünanlagen und Parks endlich noch mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen. Zum Beispiel durch zusätzliche Sitzmöbel, Blumenbeete usw. Aber auch kleinere Konzerte und Gottesdienste könnte ich mir im Grünen gut vorstellen. Darüber hinaus, ich sagte es schon, müssen wir gemeinsam mit allen Dienstleistern vor Ort innovative Produkte und Vertriebsstrukturen entwickeln.

Zum Abschluss: Wohin verreist die Bad Gögginger Tourismuschefin eigentlich privat?

Ich bin offen gestanden niemand, der gerne lange Flugreisen unternimmt. Daher mache ich gerne innerhalb Europas Urlaub. Da gibt es selbst für einen weit gereisten Tourismusprofi immer noch viele Ecken zu entdecken – Hauptsache mit Meerblick.

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