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Region Kelheim
Samstag, 25. November 2017 13° 3

Verkehr

Nerven bei Anwohnern liegen blank

Umleitung bei Schambach – ein Hang war abgerutscht – sorgt für Beschwerden. Bis Schulbeginn soll die Staatsstraße freigegeben werden.
von Petra Kolbinger

Durch privaten Wegebau, war der Hang südlich des Ortsteiles Schambach auf einer Länge von mehreren hundert Metern instabil geworden. Foto: Kolbinger

Schambach.Voraussichtlich noch bis zum 8. September bleibt die Staatsstraße St2231 ab dem Bucher Kreisel in Richtung Hexenagger wegen Steinschlaggefahr für den Verkehr gesperrt. Durch einen privaten Wegebau, war der Hang südlich des Ortsteiles Schambach auf einer Länge von mehreren hundert Metern in seinem Gefüge gestört und damit instabil geworden. Der Verkehr in Richtung Hexenagger wird seit dem 25. Juli ab dem Bucher Kreisel über die Gemeindestraßen Richtung Buch und Echendorf und von dort zurück zur St2231 geführt. Die Umleitung in Gegenrichtung erfolgt über die gleiche Strecke (MZ berichtete).

Beschwerden von Anwohnern

Mittlerweile lägen zahlreiche Beschwerden von Anwohnern aus den Ortsteilen Buch und Echendorf vor, die massiv unter dem hohen Verkehrssaufkommen zu leiden hätten, berichteten Bürgermeister Siegfried Lösch und Bauamtsleiter Walter Schattat im Gespräch mit der Mitarbeiterin unseres Medienhauses am Dienstagnachmittag. Lösch dankte Schattat für sein „großes Engagement“, denn „es ist eigentlich nicht seine Sache, sich um die zügige Schadensbeseitigung zu kümmern. Er hat sich mächtig reingehängt!“ Allerdings liege dies im allseitigen Interesse.

Nicht zuletzt würde mit Beginn des neuen Schuljahres der Busverkehr die angespannte Situation auf den Umfahrungsstrecken weiter verschärfen. Aktuell sehe es aber so aus, als könne die St 2231 ab der 37. Kalenderwoche wieder uneingeschränkt befahren werden.

Schattat gab einen kurzen Sachstandbericht: Das Staatliche Bauamt Landshut habe dem Verursacher aufgegeben, ein Konzept zur Schadensbeseitigung vorzulegen. Dem sei der private Waldbesitzer nachgekommen. Die Stadt hatte ihm zuvor zwei Fachleute vorgeschlagen, auf die er zurückgegriffen habe. Die Spezialisten hätten im Auftrag des Verursachers ein Gutachten erstellt und Lösungsvorschläge unterbreitet. Diese sehen einerseits einen vollständigen Rückbau des Weges im besonders steilen und damit gefährdeten südlichen Abschnitt vor. Andererseits müsse im mittleren und nördlichen Bereich ein Teilrückbau erfolgen. Quergelegte Baumstämme sollen den Abgang von losen Steinen und Geröll aufhalten. Erdarbeiten laufen bereits. Die Querriegel sind an Ort und Stelle. Eine österreichische Spezialfirma soll am kommenden Montag mit dem Bau eines Fangzaunes beginnen. Für die Arbeiten sind eine Woche bis zehn Tage veranschlagt.

Rechtzeitig zu Schulbeginn fertig

Der Zaun wird rund eineinhalb Meter hoch sein und mit geborten Erdnägeln eineinhalb Meter in der Böschung rückverankert werden. Nach der Abnahme durch das Staatliche Bauamt Landshut, könne die Staatsstraße frei gegeben werden.

Spielt das Wetter weiterhin mit und bleiben unliebsame Zwischenfälle aus, könnte der Verkehr zwischen Hexenagger und Riedenburg noch vor der Riedenburger Gewerbeschau am 10. September und rechtzeitig vor Schulbeginn, wieder frei fließen. Und auch die wegen der Vollsperrung verschobene Einweihung des Kreisverkehrs könnte dann endlich über die Bühne gehen.

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