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Region Kelheim
Montag, 22. Januar 2018 10

Verkehr

Neues Jahr, neue Baustellen, neue Staus

Im Landkreis Kelheim müssen sich Pendler auf Bundes- und Staatsstraßen auf diese Vollsperrungen und Stauzonen einstellen.
Von Beate Weigert

Der Bund investiert knapp vier Millionen Euro, der Freistaat 3,4 Millionen Euro in neue Straßen, Brücken oder gesicherte Felshänge. Foto: Lautner/Archiv

Kelheim.Rund sieben Millionen Euro investiert das Staatliche Bauamt Landshut in diesem Jahr im Landkreis Kelheim. Drei Projekte werden vollendet. Das sind die für 2018 geplanten Großbaustellen:

B299: Fahrbahnsanierung bei Mühlhausen

Auf eine Vollsperrung müssen sich Pendler und Verkehrsteilnehmer voraussichtlich von April bis Juni 2018 im Raum Mühlhausen-Siegenburg einrichten. Dort wird die B299 südlich des Anschlusses an die B16 bei Mühlhausen bis zur Anschlussstelle der B301 bei Siegenburg (inklusive Parkplatz) in einem ersten Bauabschnitt wegen des schlechten Fahrbahnzustands saniert. In einem zweiten Bauabschnitt wird auch das Areal nördlich des Anschlusses an die B16 bis zur Anbindung der Staatsstraße 2233 bei Neustadt erneuert. Kosten: 1,4 Millionen Euro; Länge des Abschnitts: sechs Kilometer.

Ähnlich wie bei der Brückenbaustelle über den Feckinger Bach in 2015 soll bei der bevorstehenden Baustelle an der B16 bei Gaden eine Umfahrung der Baustelle eingerichtet werden. Baubeginn ist voraussichtlich im Juni. Foto: Weigert/Archiv

B16: Erneuerung von Wellstahl-Durchlässen bei Gaden

Auf der B16 bei Gaden steht ebenfalls eine Monate lange Baustelle bevor. Läuft alles nach dem Plan des Staatlichen Bauamts Landshut könnte die Erneuerung von vier Wellstahl-Durchlässen im Juni starten. Voraussichtlich bis Ende des Jahres werden die Durchlässe durch Betoneinbauten ersetzt. Eigentlich sollte das Vorhaben schon 2017 kommen. Da die Umfahrung durch Naturschutzgebiet führt, habe die Absprache länger gedauert, so der für den Kreis Kelheim zuständige Abteilungsleiter Tobias Lindner. Eine Sperrung müssen Auto- und Lkwfahrer nicht befürchten. Allerdings sollten sie sich darauf einstellen, an der Stelle nicht ganz so schnell wie gewohnt voranzukommen, weil mit der Umfahrung unmittelbar an der Baustelle vorbei, ein Tempolimit einhergehen wird. Ähnlich wie bei der Umfahrung der Feckinger Bachbrücke an der B16 bei Saal vor zwei Jahren. Kosten: zwei Millionen Euro.

Eine Übersicht über alle geplanten Baustellen im Landkreis Kelheim sehen Sie in unserer Grafik:

B301: Lückenschluss Radweg Appersdorf – St. Johann

Ab Herbst verfügen Fußgänger und Radler von Mainburg bis Siegenburg über einen eigenständigen Geh- und Radweg entlang der B301. Denn von voraussichtlich Mai bis September wird die letzte Lücke zwischen Appersdorf und St. Johann geschlossen, so Lindner. Der Bau der fehlenden zwei Kilometer schlägt mit circa 400 000 Euro zu Buche.

Tobias Lindner, Abteilungsleiter Landkreis Kelheim und Konstruktiver Ingenieurbau beim Staatlichen Bauamt Landshut Foto: Weigert/Archiv

ST 2049: Ausbau der Ortsdurchfahrt Sandelzhausen

Mit einer Vollsperre müssen auch die Verkehrsteilnehmer, die im südlichen Landkreis unterwegs sind, planen. Das Staatliche Bauamt Landshut und die Stadt Mainburg bauen die Ortsdurchfahrt von Sandelzhausen auf einem Kilometer Länge aus. Der Fahrbahnbelag wird vollständig erneuert, ein Geh- und Radweg angebaut. Ein genaues Baustellen-Datum ist aktuell noch nicht zu nennen. Grundsätzlich sei jedoch die erste Jahreshälfte angedacht. Kosten: 700 000 Euro.

Gut zu wissen

  • Die Winterpause

    bei den Felssicherungsarbeiten an der B16 zwischen Alkofen und Saal neigt sich dem Ende zu. In Kürze rücken die Arbeiter wieder an, um bis Ende Februar die Baustelle abzuschließen. Bis dahin ist vor allem im Berufsverkehr wieder mit Staus zu rechnen.

  • Ähnlich wie

    bei der Brückenbaustelle über den Feckinger Bach in 2015 soll bei der bevorstehenden Baustelle an der B16 bei Gaden eine Umfahrung der Baustelle eingerichtet werden. Baubeginn ist voraussichtlich im Juni. (re)

ST 2230: Restlicher Ausbau bis zur Ortseinfahrt Rohr

Der schlechte Zustand der Staatsstraße 2230 ab der Kreuzung der Gemeindeverbindungsstraße Sallingberg-Helchenbach bis zum Ortseingang des Marktes Rohr wird auf 2,5 Kilometern Länge behoben. Analog zum ersten Bauabschnitt, der 2013 an der Reihe war, soll nun die restliche Strecke bis zum Ortseingang ausgebaut, an einigen Stellen entschärft und die Linienführung verbessert werden. Auch für diese Baustelle wird eine längere Vollsperrung nötig. Voraussichtlich von April bis Ende des Jahres ist hier kein Durchkommen. Die Umleitung für beide Richtungen wird über die Staatsstraßen 2144 und 2143 geführt. Mit 2,2 Millionen Euro wird dies die teuerste Baustelle des Jahres.

ST 2233 und ST 2230: Brücken-Bauarbeiten in Kelheim und Staubing

Vermutlich über den Sommer kommt es zur Sperrung zweier Brücken im Raum Kelheim. Die Brücke über die ST 2230 nahe dem Kelheimer Feuerwehrhaus wird saniert. Die Brücke weist laut Tobias Lindner schadhafte Lager auf, im Randbereich wird das Bauwerk neu abgedichtet. Analog wird an der ST 2233 in Staubing eine Brücke über die Gemeindeverbindungsstraße instandgesetzt. Kosten: 500 000 Euro.

B299: Instandsetzung Geh-/Radweg zwischen Siegenburg und Mühlhausen

2017 hatten die Gemeinden Neustadt, Siegenburg und Biburg bereits mit Arbeiten begonnen. Im Frühjahr soll nun der als Wirtschaftsweg dienende Geh- und Radweg zwischen Siegenburg und Mühlhausen entlang der B299 fertiggestellt werden. Kosten: 250 000 Euro.

Die Winterpause bei den Felssicherungsarbeiten an der B16 zwischen Alkofen und Saal neigt sich dem Ende zu. In Kürze rücken die Arbeiter wieder an, um bis Ende Februar die Baustelle abzuschließen. Bis dahin ist vor allem im Berufsverkehr wieder mit Staus zu rechnen. Foto: Hutzler/Archiv

B16: Felssicherung bei Saal wird fertiggestellt

Bald müssen sich die Verkehrsteilnehmer auf der B16 zwischen Alkofen und Saal wieder auf Staus durch halbseitige Ampelregelung einstellen. Von Mitte/Ende Januar bis Ende Februar werden die Felssicherungsarbeiten an der B16 östlich der Einmündung der KEH17 zu Ende geführt. Auf einer Fläche von 7500 Quadratmetern wird der Hang mit einem rückverankerten Stahlnetz gesichert. Zudem werden ein Geröllfang- und ein Steinschlagschutzzaun errichtet. Die Verankerungen für die Netze wurde bereits 2017 gebohrt, bis Ende Februar werden laut Tobias Lindner die restlichen Netze befestigt und die Schutzzäune aufgestellt. Gesamtkosten: 1,1 Millionen Euro.

ST 2230: Felssicherung bei Gundlfing geht in die zweite Runde

Im Riedenburger Ortsteil Gundlfing werden bereits seit vergangener Woche die dortigen Felssicherungsarbeiten fortgeführt. Der Baustellenbereich ist wohl bis Ende Februar vollständig für den Verkehr gesperrt. Umleitung in beide Richtungen über die Gemeindeverbindungsstraße an der Schleuse Haidhof. Auf rund 600 Metern Länge wird ein besonders belastbarer, neuer vier Meter hoher Steinschlagschutzzaun gebaut. Zudem müssen exponierte Felsformationen eigens gesichert werden. Gesamtkosten: 800 000 Euro.

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