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Freizeit

Nix mit „verflixt“ im siebten Jahr

Das Bike-Team des FSV Sandharlanden schwimmt auf einer Erfolgswelle. Und hat ganz viel geplant, auch was ganz ohne Rad.
Von Walter Dennstedt

  • Eine gern angenommene Herausforderung ist das Stoabruch-Race. Foto: Archiv MZ
  • Der nachwuchst ist die Zukunft: Das ist Motto des Bike-Team des FSV Sandharlanden. Foto: Blümel

Sandharlanden. Wenn bei Manfred Blümel die Tag um Tag höher stehende Sonne durch die gewienerten Fensterscheiben seiner Wohnung in Sandharlanden blitzt, fällt es ihm schwer, nicht das zu machen, was er am liebsten macht: Sich aufs Radl zu schwingen und auszufahren. Seiner Passion fürs Radfahren verdankt Blümel auch sein Amt als Chef der Radgruppe des FSV. Die heißt neudeutsch „Bike Team Sandharlanden“ und sie gibt es bereits im siebten Jahr.

Dass es kein „verflixtes“ wie das sprichwörtliche in einer Ehe wird, dafür hat Blümel mit seinem Team während der radlosen Wintermonate vorgesorgt. Und so fiebert er schon dem Samstag entgegen. Am 25. März um 13Uhr nämlich ist der Start in die neue Saison, wie gewohnt am Sportheim.

Vor allem für den Nachwuchs

In der Umgebung: Trainings finden meist rund um Sandharlanden statt.

Unverändert bleibt die Motivation, mit dem Rad-Team vor allem etwas für den Nachwuchssport zu machen. Und weil man im siebten Jahr ist, sind die damals von Beginn an dabei gewesen halt auch schon erwachsen, so dass in diesem Jahr erstmals eine Erwachsenengruppe eingerichtet wird.

27 Kinder und Jugendliche zählt die Gruppe, fünf Betreuer stehen für sie bereit. Das sind Jens Pagge, Rudi Brunner, Lothar Stich, Gabi und Manfred Blümel. Manfred ist der Leiter des „Bike-.Teams“ und er verficht weiterhin die Idee, dass Kinder, am besten mit einem Mountainbike üben. Das widerspricht in keiner Weise der Tatsache, dass Jugendliche und Erwachsene, das zweite Novum in dieser Saison, eine Rennradgruppe aufgebaut haben. Aber Kinder haben eh meist ein Bergradl, da brauchen sie nur noch den hoffentlich eh schon vorhandenen Helm, Handschutz und Trinkflasche, um dabei zu sein, wenn die Truppe rund um Sandharlanden durch Felder und Wälder fährt. Dabei legt Blümel Wert auf die Feststellung, dass es sowohl mit den Landwirten als auch mit den Förstern ein gutes Einvernehmen gebe; Radl-Rambos gebe es nicht in der Truppe.

Neu ist in diesem Jahr, dass zwei ausgebildete Technik-Trainer für die Fahrerinnen und Fahrer der Truppe zur Verfügung stehen. Einer davon, Mike Rieder aus Landshut, hat bereits mit dem Bundestrainer der Radler gearbeitet, Bianca Wastl aus Regensburg ist auch eine erfahrene Sportlerin und bringt den Interessenten bei, wie man seien Radfahrtechnik verbessert. Das, so sieht es Blümel, ist der Schlüssel für noch mehr Spaß im Sattel und auch ein Sicherheitsgewinn.

So geschult, hat das Bike-Team vor, an einer Reihe von Rennen teilzunehmen. Da ist zum einen der Obi-Cup in Abensberg, zum anderen der Rygol-Cup in Painten, da wird es das Drei-Tages-Trainingslager in Sausthal im Naturfreundehaus geben und auch in Lupburg beim Rad-Marathon, einer Veranstaltung, bei der Blümel ins Schwärmen gerät, will man wieder mitmachen. Das sei eine „Vorzeigeveranstaltung“. In Pfronten im Allgäu ist man ebenfalls bei einem Rad-Marathon im Juni vertreten, im Juli ist die Gegend um den Tegernsee das Ausflugsziel, natürlich mit Radbegleitung, für einen Drei-Tages-Aufenthalt und vor der Sommerpause sind „Bike und Burger“ angesagt: Ein lockeres Treffen, das bislang mit Weißwürsten oder Pizza begleitet wurde, heuer erstmals mit den Ami-Fleischpflanzerln.

17. September: Stoabruch-Race

Am 17. September steht die vereinseigene Großveranstaltung an, das „Stoabruch-Race“, am 14. Oktober weist der Kalender noch das „Herbstradeln“ aus, bevor am 4. November dann der Saisonabschluss das Sportgeschehen auf dem Radl beendet.

Aber so weit will Blümel im Moment gar nicht denken, denn für den 25. März, zum Auftakt, wird gleich richtig in die Vollen gegangen: Zum einen will man den Mitgliedern und Interessierten ein „kleines Techniktraining“ bieten, zum anderen gibt es zusätzlich Yoga in der Turnhalle und mit einem gemeinsamen Nudelessen soll der Tag ausklingen.

Willkommen sind beim Bike-Team alle Kinder ab dem Alter von acht Jahren, die Radlfahren bereits können. Unterstützt wird die Abteilung mit Trikots und Geldspenden von heimischen Firmen und Dienstleistern.

Auch im vergangenen Jahr war das Team sehr aktiv. Außer der Teilnahme an diversen Rennen zählt Blümel Ausfahrten nach Regensburg (mit dem Zug von Abensberg bis nach Regensburg, von dort aufs Rad über die Winzerer Höhen in die Umgebung, das Herbstradeln im Altmühltal, damit „man mal eine andere Umgebung sieht“ oder den Besuch des „Isar Trails“ in München. Freilich, das ist noch nicht alles: In der nun radlosen Zeit haben die Radler zu Hobel, Säge, Pinsel und Schleifpapier gegriffen. Direkt an der Rennstrecke, der Hausstrecke beim Hinterberg, stand ein Feldkreuz, das in die Jahre gekommen war. Gemeinsam mit dem Obst- und Gartenbauverein und dessen Vorsitzenden Hans Schierlinger hat man sich darauf geeinigt, nicht nur das Kreuz zu pflegen, sondern auch den Platz davor. Allerdings stellte sich heraus, dass das im Jahr 1975 errichtete Holzkreuz so sehr vom Zahn der Zeit angenagt war, dass nur noch ein Ersatz hilft. Und auch die Christusfigur hatte unter Jahrzehnten von Wind und Wetter gelitten. Sie ist derzeit bei Vergoldermeister Didi Feldmann in Abensberg zum Restaurieren. Fertig sein soll das Kreuz samt Korpus noch vor Ostern. Da will man eine kleine Feier zum Wiederaufstellen des Kreuzes organisieren. Bei der Fertigung hat sich vor allem Simon Lohr eingebracht. Der junge Mann, Biker, was sonst, lernt im Zivilberuf Schreiner.

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