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Region Kelheim
Montag, 19. Februar 2018 4

Kirche

Räumliche Neuorganisation der Pfarrei

Affeckinger Pfarrei baut im Pfarrgarten ein neues Pfarr- und Jugendheim – Auch Klingelbeutel-Einnahmen werden herangezogen.

Kirchenpfleger Zellner und Pfarrer Smaglinski im Garten des Pfarrhauses. Foto: Bachmeier-Fausten

Kelheim.Die Pfarrei Heilig Kreuz in Kelheim-Affecking wird ein Pfarr- und Jugendheim auf dem Areal des Pfarrhauses, das an der Kreuzgasse gegenüber der Pfarrkirche liegt, bauen. Während der Kirchenverwaltungssitzung am Mittwochabend ist entschieden worden, wer mit der Planung beauftragt wird: „Das Architekturbüro Raith bekommt den Auftrag“, so Kirchenpfleger Klaus Zellner. Seinen Angaben nach waren insgesamt fünf Architekten von der Kirchenverwaltung angeschrieben worden, mit dreien habe die Kirchenverwaltung im Dezember einen Termin gehabt. Und nun steht fest, welches Architektenbüro den Neubau der katholischen Pfarrei im Stadtteil Affecking planen wird.

Wie es im Gespräch mit Pater Leszek Smaglinski, der seit 2015 für die beiden Pfarreien Heilig Kreuz und St. Pius in der Pfarreiengemeinschaft zuständig Pfarrer, und mit Kirchenpfleger Klaus Zellner hieß, sei vorgesehen, den eingeschossigen Neubau zu erstellen. Bis Weihnachten des kommenden Jahres „dürfte das Gebäude“ fertig sein.

„Es ist baufällig“

Im Zuge des Neubaues der Kindertagesstätte (Kita) Heilig Kreuz sei ein Gesamtbaukonzept für die Kita und das künftige Pfarr- und Jugendheim erstellt worden im Januar 2011, so der Kirchenpfleger. Im Gebäude aus dem 19. Jahrhundert Am Schloßbuckel, in Nachbarschaft der alten Affeckinger Kirche, befindet sich bisher das Pfarr- und Jugendheim von Heilig Kreuz. Von außen sind am Sockel die Spuren der Zeit zu erkennen. „Es ist baufällig“, sagt Pfarrer Pater Leszek Smaglinski.

Dieses Haus aus dem 19. Jahrhundert bei der alten katholischen Kirche in Affecking ist bislang das Pfarr- und Jugendheim der Pfarrei. .Foto: Bachmeier-Fausten

Als das Gesamtkonzept erstellt worden sei, habe es seitens der Kirchenverwaltung geheißen, „,dieses Haus wird verkauft’“. Diese Absicht sei vom Ordinariat bestätigt worden. In dem alten Gebäude ist der Jugendtreff im Erdgeschoss und die Seniorennachmittage fanden bisher in der ersten Etage. Dieses monatliche Angebot für die ältere Generation sei jetzt geplant, im Gasthof Sperger abzuhalten (am Montag, 23. Januar, 14 Uhr, erstmals). Für Senioren und Gehbehinderte bringe der Veranstaltungsortswechsel eine Erleichterung, da keine Treppe mehr zu gehen sei. Die Jugend treffe sich weiterhin im Pfarrhaus am Schlossbuckel.

Klaus Zellner ist seit 2009 Kirchenpfleger. Er gibt einen Überblick über die Baumaßnahmen: 2009 war die Friedhofssanierung. Es sei dann der Bau eines Gebäudes für die Kindertagesstätte gefolgt, in dem 2013 der Betrieb aufgenommen worden sei. „Wir hatten erst versucht, das Pfarrheim und den Kindergarten als ein Gebäude zu planen.

In einem zeitgemäßen Gebäude werden Kinder der katholischen Kita in Affecking betreut. Archivfoto: eb

Vom Ordinariat kam dann die Mitteilung, dass dies nicht möglich ist. Der Kindergarten muss ein eigenständiges Gebäude bleiben.“ Vom Ordinariat sei auch „ein Gesamtkonzept für die Liegenschaften der Pfarrei – außer den Kirchen – verlangt worden“. Es sei dann vorgegeben worden, „uns von Liegenschaften zu trennen, um nicht so viele Unterhaltsverpflichtungen zu haben“. „Das Prälatenhaus ist mittlerweile verkauft.“ Den Verkauf des alten Pfarrheims kündigt Klaus Zellner an, wenn der Neubau fertig sei. 2015 ist die Heilig-Kreuz-Kirche innen saniert worden. Und jetzt gehe es an die Planung eines neuen Pfarr- und Jugendheims. Zellner weist darauf hin, dass im bestehenden Gesamtkonzept als Baugrundstück für den Neubau der Garten des Pfarrhauses festgelegt sei. Er nennt als Ziel: „Dass eine Einheit entsteht – Kirche, Pfarrhaus, Pfarr- und Jugendheim und Kindertagesstätte – wo sich das Leben der Pfarrei abspielt.“ Je weiter die Gebäude von einander getrennt seien, „umso weiter reißt man die Gruppierungen auseinander. Es ist sinnvoll, alles zusammen zu haben.“

Die Kirchenverwaltung habe Architekten kontaktiert „und unsere Vorstellungen erklärt“. Seit Mitte der Woche steht nun fest, dass das Architekturbüro Raith das neue Affeckinger Pfarr- und Jugendheim planen wird für die Pfarrei Heilig Kreuz, der 2754 Katholiken angehören. Pfarrer Pater Leszek Smaglinski zufolge ist die Zahl der Pfarreiangehörigen „in den vergangenen Jahren gleichbleibend“.

Kosten: „Maximal 500 000 Euro“

Für die Größe eines Pfarr- und Jugendheim-Gebäudes gebe es Vorgaben der Diözese, maßgeblich dafür sei die Katholikenzahl. Wegen der Kosten sagen der Pfarrer und der Kirchenpfleger: „Unsere Vorgabe für den Architekten ist, ein Gebäude für maximal 500 000 Euro zu errichten.“ Auf 45 Prozent der Gesamtbausumme belaufe sich der Zuschuss der Diözese. Den übrigen Betrag in Höhe von 55 Prozent müsse die Pfarrei selbst aufbringen und dieses Geld auch haben. „Ohne Reserve wird es nicht genehmigt.“ Die Erlöse für den erfolgten und noch geplanten Gebäudeverkauf „fließen auch ein“, sagt Kirchenpfleger Klaus Zellner. Er spricht außerdem die Aktionen wie Pfarrfest und Benefizkonzert an, die bereits zugunsten des Pfarrheim-Neubaues stattfanden.

Kirchenpfleger Zellner weist ebenso darauf hin, dass „jetzt jedes erste Wochenende eines Monats die Kirchenkollekte zugunsten des Pfarrheimes verwendet werden darf. Die Genehmigung der Diözese liegt vor.“ Bislang sind seinen Angaben nach „vereinzelt Spenden“ für den geplanten Neubau eingegangen. Man hoffe auf weitere Spenden. Es sei schon lange das Ziel gewesen, ein neues Pfarrheim zu errichten. Seitens der Diözese sei vorgeben, dass immer nur eine Baumaßnahme durchgeführt werde.

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