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Region Kelheim
Donnerstag, 19. Oktober 2017 19° 4

Sitzung

„Rampe oder Treppe?“ war wieder Thema

Der Marktgemeinderat Painten sucht nach gütlicher Einigung. Und: Nach neuer Ausschreibung wird der Brunnen günstiger.
Von Josef Eder

Painten soll schöner werden: Der Marktplatz wird saniert. Foto: Josef Eder

Painten.Im Paintner Marktrat war bei der ersten Sitzung nach der Sommerpause das Thema die Marktplatzneugestaltung im Rahmen der Städtebauförderung und die zu bauende, behindertengerechte Zugangsgestaltung am Marktplatz 6. In diesem Haus befindet sich eine Zahnarztpraxis. Der Hauseigentümer will wieder Stufen anstelle einer Auffahrtsrampe vor dem Gebäude erhalten.

Marktrat Willi Dürr beantragte, die Diskussion in den nicht öffentlichen Teil der Sitzung zu verlegen. Seine Begründung waren Persönlichkeitsrechte und eine offenere Diskussion. Dem Antrag wurde stattgegeben. Marktrat Richard Dietz, er ist selbst auf den Rollstuhl angewiesen, plädierte, dass mit dem Eigentümer verhandelt werde. Er sprach von der Teilhabe. Dietz wäre auch mit einer mobilen Rampe einverstanden. Weiter hatte er die Hoffnung, dass mit dem Besitzer eine gütliche Einigung erzielt werde. Erster Bürgermeister Michael Raßhofer unterstrich diese Aussage.

Schließlich kam zur Sprache, dass sich die Treppe auf Gemeindegrund befindet. „Der Markt könnte eine Rampe bauen, ohne in die Rechte des Eigentümers einzugreifen. Wir wollen aber eine gütliche Einigung“, lautete der Tenor dazu im Marktrat. „So manches weitere Bauwerk stehe an anderer Stelle auch auf kommunalem Gelände. Viele, auch wir haben davon partizipiert“, so Raßhofer.

Die Regierung von Niederbayern und das Landratsamt Kelheim teilten mit, dass die Verantwortung beim Bau einer Rampe beim Markt liegt. Die Aussage „schwammig“ fiel diesbezüglich im Gremium. Die Regierung ist der Ansicht, dass die Rampe wünschenswert wäre. Eine Förderung, auch wenn sie nicht gebaut wird, gibt es allemal.

Einstimmig wurde ein Brunnenbau für die Neugestaltung des Marktplatzes verabschiedet. Den Zuschlag in Höhe von 65130,96 Euro erhielt eine ansässige Firma. Im August war die bisherige Ausschreibung aufgehoben worden. Die neue Ausschreibung wurde mit einer verminderten Leistung auf den Weg gebracht. Von 29 angeschriebenen Firmen gaben drei ein Angebot ab.

Um circa 15000 Euro preisgünstiger ist die aktuelle Summe. Hintergrund: Die Wartung durch den Erbauer wurde anstelle von vier auf nur mehr zwei Jahre reduziert. Es sind jetzt nur auf vier statt sechzehn Wartungen. Wie es im dritten Jahr mit der Wartung aussehe, werde die Erfahrung zeigen. Ein Marktratsmitglied hatte sich dazu in Rohr erkundigt. Dort dauert die wöchentliche Reinigung drei bis vier Stunden. Die Monatliche beschäftigt zwei Mann zwei Tage. Einmal jährlich wird die Anlage zur Grundreinigung komplett zerlegt. Im Untergrund ist eine enorme Technologie eingebaut, schloss er.

Des Weiteren verbilligten sich die Kosten bei der Technik um 4000 Euro. „Unsere Beharrlichkeit mit Nachtarocken zahlte sich aus. Ich bin überrascht, dass die Technik billiger wurde“, so das Gemeindeoberhaupt. Es soll kein Springbrunnen werden. Ins Gespräch gebracht wurde neben einer quadratischen Abdeckung (Kosten: 7000 Euro) ein geschmiedeter Rahmen oder ein Brunnenring.

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Fördermittel

  • Für den Breitbandausbau

    wurden weitere Kosten von 4400 Euro genehmigt und diese in das Bundesförderprogramm zuschieben. Hier ist der Zuschuss 100 Prozent. Im Bundesprogramm sind 21 835 Euro beantragt. Bayern fördert mit 70 Prozent.

  • Am Samstag,

    16. September, ist eine Gemeinschaftsübung mehrerer Feuerwehren in Maierhofen. (lje)

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