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Region Kelheim
Sonntag, 17. Dezember 2017 5

Einsatz

„Schiffshavarie“ ging glimpflich aus

Ein Brand auf einem Frachter löste am Donnerstagnachmittag einen Großeinsatz an der Schleuse Riedenburg-Haidhof aus.
Von Beate Weigert und Martina Hutzler

Zunächst sah alles nach einem Großeinsatz mit gefährlicher Lage aus. Denn das Schiff hat nach ersten Informationen Kunstdünger geladen. Foto: Pieknik

Riedenburg.Der Notruf am Donnerstagnachmittag ließ Schlimmstes befürchten an der Schleuse Riedenburg-Haidhof: „Havarie auf einem Frachtschiff mit Gefahrgut“! Den Dutzenden Einsatzkräften, die gegen 17 Uhr dorthin eilten, bot sich dann aber ein weit weniger dramatisches Bild: ein kleinerer Brand im Maschinenraum des Frachters, der Kunstdünger geladen hatte.

Diese Lagebeschreibung gab der Einsatzleiter, Riedenburgs Feuerwehr-Kommandant Johann Bühler gegen 17.45 Uhr – und auch gleich Entwarnung: Kein Leck, also auch keine Gefahr, dass Kunstdünger mit Wasser in Berührung tritt und explosiv reagiert.

Das, so Bühler und Vertreter der Landkreis-Feuerwehrführung, wäre in der Tat ein Horrorszenario gewesen. Diese anfängliche Vermutung, ausgehend vom Notruf des Kapitäns, führte deshalb auch zum Großeinsatz an der Schleuse: Die Wehren aus Riedenburg, Otterzhofen, Perletzhofen und Kelheim eilten dorthin; zunächst wurden auch Prunn, Dietfurt und Altmannstein in Marsch gesetzt, die aber schnell wieder umdrehen konnten.

„Den Großalarm konnten wir relativ schnell wieder abblasen“, so Kreisbrandmeister Wolfgang Weiß, der mit seinem Kollegen Wolfgang Kargl und Kreisbrandinspektor Karl-Heinz Rott vor Ort war. Auch Rotes Kreuz und Wasserwacht mussten weder zu Lande noch zu Wasser eingreifen. Nach einer Inspektions-Bootsfahrt rund um den an der Schleuse vor Anker liegenden Frachter war den Vertretern von Feuerwehr und Wasserschutzpolizei klar, dass kein Leck vorliegt, so Kommandant Bühler.

Riedenburgs Kommandant Johann Bühler leitete den Einsatz. Foto: Hutzler

Der Brand selbst war schnell gelöscht. Ausgelöst hatte ihn vermutlich ein technischer Defekt. „Mit Hilfe von Be- und Entlüftungsgeräten haben wir den Maschinenraum rauchfrei gemacht“, schilderte Bühler vor Ort; danach konnten die Feuerwehrler abziehen. Personen kamen bei dem Unfall, so weit gestern bekannt, nicht zu Schaden; ein etwaiger Sachschaden war vor Ort noch nicht bekannt. Nach ersten Informationen war das Schiff bereits vor Anker gelegen, als der Brand ausbrach; es sollte dort über Nacht bleiben und am nächsten Morgen den Ladevorgang fortsetzen, hieß es am Einsatzort.

Großeinsätze auf dem Main-Donau-Kanal und der Donau sind für die Einsatzkräfte keine Seltenheit.

So hat sich erst Ende Juli ein Schiffsunglück auf der Donau bei Poikam ereignet: Ein Schubverband hatte sich vor der Eisenbahnbrücke quer gelegt.

Ein Fahrfehler hatte im August 2014 zu einer Havarie auf der Donau bei Poikam geführt.

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