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Region Kelheim
Freitag, 15. Dezember 2017 7

Netz

Schnelles Internet in fast ganz Saal

Symbolisch freigegeben, läuft das VDSL am 15. Dezember offiziell an. Nur vier Häuser in der Kommune sind noch ohne Anschluss.
von Josef Eder

Jens Gronau, Franz Kandler, Stefan Hanke, Bürgermeister Christian Nerb und Josef Markl Foto: Eder

Saal.Die neuen schnellen Internet-Anschlüsse in Saal sind da. Bürgermeister Christian Nerb und die Telekom haben am Dienstag das Netz symbolisch in Betrieb genommen. Nach einer Bauzeit von einem guten Jahr können ab sofort etwa 1300 Haushalte in Saal und die von der ersten Fördermaßnahme nicht erfassten Ortsteile und Weiler mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Netz surfen. „Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich ist“, hieß es.

Am 15. Dezember aktiv geschaltet

Am 15. Dezember soll das Netz aktiv geschaltet werden, so Stefan Hanke, Vertriebsbeauftrager des Unternehmens, der zusammen mit Josef Markl und Jens Gronau im Rathaus zusammen mit Nerb und Saals Breitbandpaten Franz Kandler den Startbutton drückte. Im gesamten Gemeindegebiet, das noch von einem zweiten Telekommunikationsunternehmen versorgt wird, sind lediglich vier Anwesen noch nicht angeschlossen.

„Um an die hohen Bandbreiten zu kommen, müssen die Bürger von Saal selbst aktiv werden und den gewünschten Tarif beantragen, eine automatische Umstellung erfolgt nicht.

Im April 2016 wurde der Auftrag schriftlich erteilt, nachdem zuvor bis Dezember 2015 die Angebotszeit verlängert wurde (MZ berichtete). In den Wohnquartieren sind die Arbeiten so gut wie abgeschlossen. Lediglich im Hafengebiet sind noch Erdarbeiten zur Kabelverlegung notwendig. Hier soll der Tiefbau noch bis Ende 207 erfolgen. Witterungsbedingt kann es auch im ersten Quartal 2018 sein. „Wir sind nicht ganz im Plan. Eigentlich wollten wir im April die Fertigstellung vermelden. Aber da jetzt in vielen bayerischen Kommunen das Gleiche wie in Saal passiert, war es schwer, die dafür notwendigen Fachfirmen zu bekommen“, sagt Hanke. „Ich selbst musste in meinem Heimatort auch warten, um an den Anschluss zu kommen“.

VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) ist eine Breitbandtechnologie. Diese nutzt für die Übertragung von Daten eine Kombination aus Kupfer- und Glasfaserleitungen. VDSL unterscheidet sich von DSL (Digital Subscriber Line) durch höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Mit VDSL wird in Saal eine Übertragungsrate von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) beim Herunterladen erreicht. Ein DSL-Anschluss schafft bis zu 16 MBit/s. „Wir sind in einer Testphase für das Supervectoring, sodass später bis 250 Mbit/s, auch über Kupferleitungen Realität sind. Im Hafengebiet wird ausschließlich Glasfaser verlegt. Von einhundert möglichen Anschlüssen werden nach Auftrag circa fünfzig angeschlossen“, so die Techniker.

Glasfaser in Neubaugebieten

Ein Zuckerl hat Hanke noch für alle unentschlossen: „Wer im Ausbaugebiet noch bis Ende November einen schriftlichen Antrag für das schnelle Internet stellt, der erhält diesen kostenfrei bis zum Übergabepunkt im Haus. Aber bis zum Anschluss wird es vermutlich noch einige Zeit dauern.“

Auf Nachfrage von Nerb wurde mitgeteilt, dass in den Neubaugebieten, nachdem dem Gebot der Wirtschaftlichkeit, Glasfaser verlegt wird. Nerb betonte, „dass der Kernort Saal, wenn jetzt die Inbetriebnahme erfolgt, der letzte Ortsteil der Kommune ist, indem das schnelle Internet auf Sendung geht. Mit 255 000 Euro aus dem Gemeindesäckel sind wir bei der dieser Maßnahme beteiligt. Die Zuschusshöhe für die Gesamtgemeinde beläuft sich auf 765 000 Euro. Nachdem nicht alles ausgeschöpft werden musste, haben wir noch 350 000 Euro frei.“

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