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Bildung

Schulerweiterung Offenstetten auf Eis

Der Grund: Abensberger Grundschule wird zum Herbst vier Klassen Abc-Schützen haben, die im Ortsteil aber nur zwei.
Von Walter Dennstedt

Die Grundschule Offenstetten soll – vorerst – nicht erweitert werden. Foto: Abeltshauser, Archiv

Abensberg. Die Stadt Abensberg will, vorbehaltlich der Zustimmung in den Gremien, den Erweiterungsbau für die Schule in Offenstetten auf Eis legen. Wie Bürgermeister Dr. Uwe Brandl am Dienstag mitteilte, werde er dies dem Stadtrat vorschlagen, nachdem völlig überraschend das bisher sehr nachgefragte Modell der Ganztagsbeschulung in Offenstetten augenscheinlich gegen die Konkurrenz der Nachmittagsbetreuung an der Abensberger Grundschule den Kürzeren zieht.

Erst im Frühjahr hatte der Stadtrat rund 2,5 Millionen Euro für den Erweiterungsbau in Offenstetten zur Verfügung gestellt. Die Ausgangslage bis zu diesem Zeitpunkt: Zum einen ist die Schule für die jetzigen Schülerzahlen bereits zu klein, zum anderen gibt es einen sich verstetigenden Trend zur Ganztagsbeschulung, die ausschließlich am Standort Offenstetten angeboten wird. Indes, intensive Werbung um die Kinder, respektive die Eltern, haben die Situation jetzt geändert: So gibt es zum Schuljahrsbeginn in Offenstetten „nur“ mehr zwei erste Klassen mit 22 und 23 Kindern; in Abensberg indes vier erste Klassen mit zwei mal 21 und zwei Mal 20 Kindern, teilte Dr. Brandl mit.

Das heißt, dass die „Dreizügigkeit“ in Offenstetten zumindest vorerst nicht mehr gegeben ist; mithin auch der Bau in der jetzt geplanten Form nicht mehr notwendig.

Dr. Brandl wird nach eigenem Bekunden den zuständigen Gremien auch den Vorschlag unterbreiten, die beiden bislang getrennten Schulen in einem Schulverbund zu vereinen. Das heißt im Klartext, dass es einen Koordinator für die beiden Schulen gibt, unabhängig von den jeweiligen Rektorinnen und ihren Stellvertretern. Dieser entscheidet dann über die Klassenstärken und die jeweils räumliche Verteilung. Zustimmen müssen diesem Konstrukt noch der Schulverband Abensberg-Biburg, die dahinterstehenden Gremien, also der Gemeinderat Biburg und der Stadtrat Abensberg, die Schulleitungen und das staatliche Schulamt.

Mit der jetzigen Entwicklung sieht Dr. Brandl indes kein endgültiges Aus für die Erweiterung der Schule Offenstetten. Er schlägt vor, das kommende Jahr abzuwarten, weil allem Anschein nach sich das Buchungsverhalten der Eltern bei den jetzigen Kindergartenkindern immer mehr in Richtung Ganztagsbetreuung entwickelt. Deshalb mutmaßt man, dass sich dies auch dann fortsetzen wird, wenn die Kinder in die Schule kommen.

Im Haushalt der Stadt für dieses Jahr sind für das Erweiterungsprojekt der Grundschule Offenstetten 2,5 Millionen Euro eingestellt. Für diese Summe gibt es entweder die Möglichkeit, sie beim Festhalten an den Erweiterungsplänen als Haushaltsrest ins kommende Jahr zu übertragen oder bei einem gänzlichen Verabschieden von den Erweiterungsplänen für andere Projekte zu verwenden. Das entscheidet der Stadtrat.

Sachstand Grundschulen

  • Schuleinschreibung Abensberg:

    Vier Klassen mit zwei mal 21 und zwei mal 20 Kindern, als insgesamt 82 Kinder;

  • Schuldeinschreibung Offenstetten:

    Zwei Klassen mit 22 und 23 Kindern, davon eine als Ganztagsklasse, also gesamt 45 Kinder;

  • Erweiterungsplanung:

    Die Pläne für die Erweiterung der Grundschule Offenstetten liegen fertig in der Schublade. Für projektierte Kosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro war bislang geplant, Platz für jeweils drei erste Klassen zu schaffen und zusätzlich die jetzige Raumknappheit zu beenden. (dt)

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