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Region Kelheim
Samstag, 21. Oktober 2017 19° 3

Betreuung

Schwierige Standortsuche für Krippe

Die Pläne der Gemeinde Teugn für mehr Platz für die jüngsten Bürger haben sich zerschlagen. Jetzt muss eine neue Lösung her.

Blick auf die bestehende Einrichtung Foto: Kugler

Teugn.Schon seit längerer Zeit herrscht in der Gemeinde Teugn eine Art Notstand, was Kindergarten- und Krippenplätze betrifft. Den Kindergarten gibt es seit den siebziger Jahren, er wurde 2001 um eine zweite Gruppe erweitert. 2014 wurde der Anbau für eine Krippe fertiggestellt. Beides wurde bald wieder zu klein, eine dritte Kindergartengruppe wurde in der Turnhalle der Einrichtung untergebracht und die Krippe ist mit 15 Plätzen ebenfalls voll belegt.

Bürgermeister Manfred Jackermeier weiß um die Notwendigkeit, neue Plätze zu schaffen. Er wollte bereits zum Kindergartenjahr 2017/18 eine neue Krippe in Betrieb nehmen. Seit Monaten wird im Gemeinderat das Thema diskutiert. Aber die Standortsuche gestaltet sich wohl schwieriger als erwartet. Als Erstes musste der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung deshalb die Anerkennung von 60 Kindern im Kindergarten auf 70 erhöhen, da mittlerweile 66 Kinder die drei Gruppen besuchen. Zweimal 25 in den regulären Gruppen und 16 in der „Notgruppe“ in der umgebauten Mehrzweckhalle.

Dann teilte das Gemeindeoberhaupt mit, dass aus dem jüngsten Plan der Kinderkrippe leider nichts wird. Es hätte einen Neubau in Zusammenhang mit einer Einrichtung für betreutes Wohnen geben sollen, doch dafür besteht in der Gemeinde noch nicht genügend Bedarf. Also fängt man wieder von vorne an und diskutiert, ob es eine Containerlösung, einen Neubau oder einen nochmaligen Anbau an den Kindergarten geben soll.

Wobei Letzteres nicht einfach werden wird, da die Grundstücksfläche um den Kindergarten begrenzt ist und den Kleinen dann nicht mehr viel Platz zum Spielen im Freien bleibt.

Auch die Zufahrts- und Parkmöglichkeiten müssen erst noch mit den Anliegern geklärt werden. Es besteht also noch einiges an Diskussions- und Handlungsbedarf im Gemeinderat damit die Kommune ihrer Bereitstellungspflicht an Krippenplätzen nachkommen kann.

Die Zeit drängt, denn allein 2016 gab es 28 Geburten in Teugn. Weiter wurde in der Sitzung beschlossen, das gemeindeeigene Haus am Postplatz 5 zu verkaufen. Es wurde vor zwei Jahren von der Gemeinde gekauft und vom Freistaat angemietet, um Asylbewerber unterzubringen. Zum Februar 2018 läuft der Mietvertrag aus, und da der Kommune die ständigen Nebenkosten wie auch eine eventuelle Erneuerung von Heizung und Fenstern zu hoch sind, entschied sie der syrischen Großfamilie zu kündigen. Ein Umzug soll kein allzu großes Problem werden, da sowohl in Saal wie auch in Kelheim Kapazitäten in entsprechenden Einrichtungen frei seien und in diesen Orten auch die Infrastruktur besser für die Familie sei. (xku)

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