mz_logo

Region Kelheim
Mittwoch, 20. September 2017 17° 6

Vortrag

Soft Skills als harter Wettbewerbsfaktor

Wirtschaftsjunioren und Kreissparkasse Kelheim informierten Unternehmer und Interessierte über Schlüsselqualifikationen.

Referent Thomas Weiß (Mitte) mit Vertretern von Kreissparkasse und Wirtschaftsjunioren Foto: WJ

Kelheim.Wertschätzung und richtige Kommunikation sind wichtig für die Mitarbeiterführung und -motivation in Unternehmen: Das war die Kernbotschaft einer gemeinsamen Vortragsveranstaltung von Wirtschaftsjunioren Kelheim und der Kreissparkasse Kelheim. Referent war Thomas Weiß, Coach und Lehrbeauftragter an der Technischen Hochschule Deggendorf.

Vorstandsvorsitzender Dieter Scholz und WJ-Kelheim Kreissprecher Dr. Florian Hagn begrüßten über 70 interessierte Unternehmer, Personalverantwortliche und Geschäftskunden im Sparkassensaal in Kelheim. „Führen heißt, andere erfolgreich machen“ lautete das Eingangsstatement von Weiss. Wer erfolgreich sein will, benötige mehr denn je sogenannte Schlüsselqualifikationen, auch Soft Skills oder Social Skills genannt.

Der Erfahrung des Trainers nach sind diese Faktoren jedoch gar nicht so weich. Es handle sich sogar um harte, oftmals entscheidende Wettbewerbsfaktoren, speziell in modernen Führungskonstellationen. Fragen hier seien: Wie gewinnt ein Unternehmen die richtigen Mitarbeiter? Wie hält man die „Guten“, wie optimiert man das Verhalten der „Schwierigen“? Wie löst man Konflikte im Team?

Weiss bezog sich in seinem Vortrag auch auf den sogenanten „Gallup Engagement Index“, den die Meinungsforschungsfirma Gallup seit 2001 jährlich erstellt. Anhand von zwölf Fragen zum Arbeitsplatz und -umfeld gibt diese Studie Auskunft darüber, wie hoch der Grad der emotionalen Bindung von Mitarbeitern und damit das Engagement und die Motivation bei der Arbeit ist. Die gute Nachricht des Referenten war: Der Anteil deutscher Arbeitnehmer, die emotional nicht an ihren Arbeitgeber gebunden sind, ist zum zweiten Mal infolge gesunken. Aktuell zählen 15 Prozent der Beschäftigten zu den Mitarbeitern, die bereits innerlich gekündigt haben.

Allerdings verharre der Anteil der emotional hoch gebundenen Arbeitnehmer – die Leistungsträger in den Unternehmen – auf unverändert niedrigem Niveau von 15 Prozent. Mehr als zwei Drittel der Beschäftigten zählten zu den gering gebundenen Mitarbeitern und machten Dienst nach Vorschrift. Aber gerade die hohe Zahl der innerlichen Kündiger koste die deutsche Wirtschaft jährlich Milliarden.

Da die emotionale Mitarbeiterbindung unmittelbar von dem Führungsverhalten des direkten Vorgesetzten beeinflusst wird, lag der weitere Fokus des Vortragsabends auf den Social Skills der Führungskräfte, heißt es im Pressebericht der Wirtschaftsjunioren.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Anmelden

Hinweis: Bitte schützen Sie Ihr Konto auf öffentlichen Geräten, indem Sie sich nach der Nutzung im Profil-Bereich abmelden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht