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Region Kelheim
Sonntag, 17. Dezember 2017 5

Marktrat

Spekulationen ums neue Feuerwehrhaus

Wenige Wochen nach dem Spatenstich in Rohr brodelt die Gerüchteküche. Wird das Gebäude um 1,50 Meter nach hinten verschoben?
VON EDITH VETTER

Die Bauarbeiten für den Neubau des Feuerwehrhauses in Rohr schreiten zügig voran. Foto: Vetter

Rohr.Mutiert der Neubau des Feuerwehrhauses Rohr zur „unendlichen Geschichte“? Keiner will das so recht glauben, da man beim Spatenstich am 4. August nur freudige Gesichter sah und der lang ersehnte Wunsch der Freiwilligen Feuerwehr Rohr endlich Gestalt annahm, nach einer 23-jährigen Planungsphase.

Antrag des Kommandanten

Wäre da nicht ein „unheilschwangerer“ Antrag vom Kommandanten der Feuerwehr Rohr, der an die Marktgemeinde ging – allerdings in der Sitzung am 5. September nicht auf der Tagesordnung stand und den abenteuerlichsten Spekulationen Nahrung gab.

Ein „Eilantrag“ beschäftigte die Rohrer Markträte.

Dass der Antrag nicht zur Debatte stand, wurde heftig vom Marktgemeinderat Anton Bernpaintner moniert, da er diesen als besonders dringend einstufte.

Dritter Bürgermeister Matthias Hermann unterstrich den „Eilantrag“ des Kommandanten mit der Forderung, sich schnellstmöglich (Marktgemeinderat und Feuerwehrausschuss) noch vor der nächsten Marktratssitzung zusammenzusetzen.

Die amtierende Bürgermeisterin Birgit Steinsdorfer konnte die Frage von Bernpaintner nicht beantworten, da sie kurzfristig die Sitzungsleitung übernehmen habe müssen.

Um der brodelnden Gerüchteküche den Wind aus den Segeln zu nehmen, hat unser Medienhaus den ersten Bürgermeister Andreas Rumpel gebeten, zu dem Antrag der Feuerwehr bezüglich „angeblicher Versetzung“ des drei Millionen teuren Feuerwehrgebäudes Stellung zu nehmen.

Vorgeschichte

  • Das alte Feuerwehrhaus

    wurde Anfang 1970 gebaut. Schon kurz danach war es zu klein und musste erweitert werden, da die Rohrer Wehr für ein relativ großes Einsatzgebiet zuständig ist und Fahrzeuge und Geräte angeschafft werden mussten.

  • Anfang der 1990er Jahre

    wurde erstmals der Ruf nach einem größeren Feuerwehrhaus laut. Die Planungen für den Neubau gehen bis ins Jahr 1994 zurück.

Das sagt der Bürgermeister

Bürgermeister Andreas Rumpel dazu: „Ich konnte wegen Terminüberschneidung die Sitzung des Markgemeinderates am 5. September nicht leiten. Es ist richtig, dass der Kommandant der Feuerwehr Rohr, Michael Bösl, einen Antrag an das Rathaus übersandt hat, in dem die Versetzung des Gebäudes um 1,50 Meter nach hinten gefordert wird. Ich kann Ihnen diesbezüglich berichten, dass ich bereits den mündlichen Antrag hierzu beim verantwortlichen Planungsbüro für Tiefbauarbeiten und der Kommunalen Unfallversicherung Bayern (KUVB) auf Machbarkeit prüfen habe lassen. Die KUVB hat mir mitgeteilt, dass die Verkehrsflächen für Fahrzeuge (6 Meter), Fußgänger (1,50 Meter) und Parkplätze (5,50 Meter) hinter dem Feuerwehrhaus in der geplanten Größe genau den Anforderungen entsprechen und Fußgänger- und Fahrzeugverkehr aus Sicherheitsgründen zu trennen sind.

Eine Gebäudeverschiebung nach hinten unter Kürzung der erforderlichen Verkehrsflächen von eineinhalb Metern ist deshalb leider nicht zulässig. Den Feuerwehrkommandanten, die weiteren Bürgermeister und die Feuerwehrreferenten habe ich hierüber vor der Antragstellung unterrichtet. Zu dem Wunsch, die 1,60 Meter breite Eingrünung zur Staatsstraße hin zu verkleinern, um den knapp 17 Meter tiefen Alarm- und Übungshof im Gegenzug zu vergrößern, kann ich keine Aussage treffen, weil hierzu die bereits beschlossene Planung erneut mit allen beteiligten Fachstellen vom Straßenbauamt bis über den Naturschutz abgestimmt werden müsste.“

Lesen Sie auch unseren Bericht vom Spatenstich.

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