mz_logo

Region Kelheim
Montag, 20. November 2017 7

Jugendarbeit

Ungebremst und mit Vollgas zum Preis

Knapp ein Jahr nach seiner Gründung erhält das „Bayern Cup Team“ des MSC Abensberg die Auszeichnung des Kreisjugendrings.
Von Peter Hübl

Fast schon wie die Großen: Der Bayern Cup ist ein Testfeld für Nachwuchsfahrer des MSC Abensberg. Foto: Archiv/ Reichmann

Neustadt.Mit vielen Ehrengästen startete die Herbstvollversammlung des Kreisjugendrings (KJR) – aber mit zu wenigen verbandsinternen Teilnehmern: Weil nur 21 von 48 Delegierten in den Kursaal Bad Gögging kamen, war die Runde nicht beschlussfähig, wie Vorsitzender Markus Weigl bei der Begrüßung mit Bedauern feststellte. Die Verleihung des KJR-Preises „für außerschulische Jugendarbeit“ war davon aber nicht betroffen. Ihn bekam das „Bayern Cup Team“ des MSC Abensberg überreicht.

Zum Jugendpreis gratulierte (v.li.) KJR-Vorsitzender Markus Weigl den MSC-Vertretern Stefan Ertl, Dominik Pecher und den Nachwuchsfahrern Sarah Fischer, Alexandra Schauer und Maximilian Troidl. Auch Laudator Dieter Scholz, und Vize-Landrat Wolfgang Gural lobten die MSC-Arbeit. Foto: Hübl

Teambetreuer Stefan Ertl sagte bei der Vorstellung des Teams, dass der MSC der führende Motorsportclub in der Region sei. Neben der Veranstaltung von Weltmeisterschaftsrennen sei ein Schwerpunkt die Jugendarbeit. Beim Speedway werde körperliche Kondition verlangt, denn die Bikes werden nur mit Gas, Querstellen des Motorrades und Körperbalance beherrscht: Sie haben keine Bremsen. Deshalb organisiere der MSC schon seit Jahren mit der Judoabteilung des TSV Abensberg ein Fitnesscamp mit Spezialtraining für die Jugendlichen.

Ebenfalls seit mehreren Jahren gibt es ein mehrtägiges Trainingslager beim „Moto Club“ in der italienischen Partnerstadt Lonigo, wo hochkarätige Trainer wie „Schorsch“ Hack und Martin Smolinski die Nachwuchsfahrer schulen und in Theorie und Praxis auf die neue Saison vorbereiten. Auch hier betreuen Funktionäre es MSC den Nachwuchs. So steht der Teilnahme am „Bayern Cup“ nichts mehr im Wege. Diese ADAC-Veranstaltung soll Nachwuchsfahrern ein Training unter Wettkampfbedingungen bieten. In verschiedenen Motorradklassen treten je vier Fahrer der teilnehmenden Teams gegeneinander an. Übers Jahr verteilt werden fünf Rennen gefahren.

Fast schon wie die Großen: Der Bayern Cup ist ein Testfeld für Nachwuchsfahrer des MSC Abensberg. Foto: Archiv/ Reichmann

In seiner Laudatio sagte Sparkassen-Vorstand Dieter Scholz, dass man beim Kreisjugendring so einiges lernen könne. So sei ihm nicht bewusst gewesen, dass der MSC Abensberg sich so in der Jugendarbeit engagiere. Es sei auf jeden Fall sinnvoll, als Sponsor Geld in die Jugendarbeit zu investieren. Neben Teambetreuer Stefan Ertl und den erfolgreichen Nachwuchsfahrern freuten sich auch der 2. Vorsitzende des MSC, Dominik Pecher, und Initiator Sascha Dörner über die Auszeichnung, die mit einer Urkunde und einem Scheck über 600 Euro verbunden ist. Und dazu gab es noch von Vize-Landrat Wolfgang Gural ein „Weltenburger Stierl“.

Die Preisträger

  • Gründung:

    Das „Bayern Cup Team“ des MSC Abensberg wurde im Dezember 2016 auf Anregung von Rennleiter Sascha Dörner gegründet. Seit 2017 fährt der MSC mit seiner eigenen Jugend-Speedway-Mannschaft im ADAC Bahnsport Bayern Cup mit. Motorradklassen sind 125, 250 und 500 ccm. In der Bayern Cup Serie starten neben Abensberg auch die Clubs aus Landshut, Olching und Haunstetten.

  • Team:

    Im Team sind Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren am Start. Teambetreuer sind Stefan Ertl und Daniel Brunner. Die Elternarbeit ist hierbei unerlässlich. Meist übernehmen die Väter die Aufgaben des Mechanikers und die Mütter zeichnen für das leibliche Wohl und die Organisation verantwortlich. Außerdem wird der Fahrdienst zu den Trainings- und Wettkampforten übernommen. (dph)

Neben Gural sprachen auch MdL Johanna Werner-Muggendorfer, Neustadts Vize-Bürgermeister Bernhard Rieger (beide SPD), Kreisrätin Petra Högl (CSU), Grünen-Kreisrat Karl Mirwald und der neue Bezirksvorsitzenden des Jugendrings, Wolfgang Grüner, Grußworte zu den Delegierten und Mitgliedern der Vereine und Verbände. In seinem Tätigkeitsbericht zeigte Vorsitzender Markus Weigl dann Aktivitäten und Ziele des letzten Halbjahres auf. Neben Verwaltungsarbeit war es vor allem der Hochseilgarten, dessen Generalsanierung abgeschlossen wurde. „Wir haben es gestemmt, ohne uns zu verschulden“, freute sich Weigl. Dies sei dank einiger Sponsoren und der gebildeten Rücklagen möglich gewesen. Wichtig sei, die Gespräche über den Grundlagenvertrag mit dem Jugendamt erfolgreich weiterzuführen.

Ein höchst informativer Vortrag „Social Media Marketing – Facebook & Co.“ von Carolin Wohlgemuth, Tourismus & Marketing der Stadt Abensberg, rundete den Abend ab.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht