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Region Kelheim
Dienstag, 21. November 2017 7

Fußball

Viel Spaß beim gemeinsamen kicken

Drei Neustädter Fußballclubs schauen zusammen nach vorne. In der Jugendfördergemeinschaft trainiert der Nachwuchs mit Erfolg.
Von Alexander Reichmann

Ihnen macht der Fußballsport noch sichtbar Freude. Foto Reiner Ebner

Neustadt. Neustadt. Fußball ist in Deutschland Sport Nummer eins. Wöchentlich pilgern hunderttausende Menschen in die Stadien und unterstützen ihre Vereine. Doch nicht nur der Profifußball spielt eine große Rolle. Jedes Wochenende finden unzählige Spiele im Amateur- und im Jugendbereich statt. Trotz der großen Beliebtheit der Sportart haben die kleineren Vereine aber oft Probleme, vor allem im Jugendbereich genügend Spieler für ihre Mannschaften zu finden.

Schon seit vielen Jahren kooperieren Vereine deshalb im Jugendbereich. Zuerst vor allem als Spielgemeinschaften, jetzt immer mehr als JFG’s, also Jugendfördergemeinschaften. Auch im Bereich Neustadt – und das mit Erfolg.

Beim TSV Bad Gögging und dem TSV Neustadt ist die Spielerzahl im Jugendbereich wie bei anderen auch knapp. „Wir haben mit dem TSV Bad Gögging auf verschiedenen Ebenen schon kooperiert. Aber wir mussten dauernd Spielerpässe umschreiben. Das war auch eine finanzielle Frage, weil das immer etwas kostet“, sagt Max Wörle, erster Vorsitzender der JFG Donau-Abens. Konrad Dollinger sei dann mit der Idee gekommen, eine JFG zu gründen. In Neustadt stieß die Idee auf große Zustimmung und so wurde 2011 die JFG Donau-Abens aus der Taufe gehoben. Der Bad Gögginger Dollinger wurde zum ersten Vorstand des Vereins gewählt und hatte dieses Amt auch bis zum Juli 2017 inne, dann trat er nicht mehr zur Wahl an und übergab an Max Wörle.

Eine langfristige Lösung gefunden

Die JFG ist ein eigener Verein, bezieht jedoch keine Mitgliederbeiträge, sondern speist sich aus Zuschüssen der Stammvereine. Das sind mittlerweile nicht mehr nur der TSV Neustadt und der TSV Bad Gögging. 2013 trat auch der SV Hadrian Hienheim der JFG Donau-Abens bei.

„Wir haben über viele Jahre mit verschiedenen Vereinen wie dem FC Laimerstadt, dem TSV Altmannstein, dem TV Riedenburg und den Sportfreunden Essing in Spielgemeinschaften kooperiert. Aber wir suchten einfach eine langfristige Lösung für unsere Jugendspieler und deshalb haben wir uns entschlossen, der JFG beizutreten“, erklärt Alexander Reichmann, Vertreter des SV Hienheim in der Vorstandschaft der JFG. Rund 80 Jugendliche kicken derzeit in der JFG Donau-Abens, zu der Vereine aus Bad Gögging, Hienheim und Neustadt gehören.

Im Spielbetrieb sind zwei Mannschaften der D-Junioren (Altersklasse U 12, U 13), eine C-Juniorenmannschaft (U14, U 15), dazu ein B-Junioren- (U 16, U 17) und A-Juniorenteam (U 18, U 19).

Ab der C-Jugend spielen alle Teams in der Kreisliga. Bei den D-Junioren wird in Kreisklasse und Jugendgruppe gekickt. Fast hätten die Spieler der D-Junioren den Aufstieg in die Kreisliga geschafft. Die vergangene Saison schloss man mit einem dritten Platz ab. 12 Trainer und Betreuer kümmern sich um die Kicker der JFG und ermöglichen ihnen eine gute fußballerische Ausbildung. „Zum einen kann kaum mehr ein Verein unserer Größe seine Jugendabteilung selbst stellen, zum anderen ist es so, dass man als kleiner Verein, wenn man selbst eine Jugendabteilung hat, meist nicht höherklassig spielen kann, so wie das in der JFG der Fall ist“, zählt Reiner Ebner, einer der A-Jugend-Trainer einen wesentlichen Vorteil auf.

Doch nicht nur Trainer sind nötig, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Auch auf die Eltern kommt es an. Die Jugendlichen müssen nämlich zu den Spielen und zum Teil auch zum Training gefahren werden. „Ohne Hilfe durch engagierte Eltern wäre das nicht möglich“, weiß Max Wörle. Vor kurzem präsentierte sich die JFG Donau-Abens beim ersten JFG-Tag der Öffentlichkeit. In Neustadt stand einen ganzen Tag lang das runde Leder im Vordergrund. Daneben feierten die alten Herren des TSV Neustadt ihren 50. Geburtstag und die E-, F- und G-Junioren waren ebenfalls da, um ihren Saisonabschluss würdig zu begehen.

Ein Schritt in die Öffentlichkeit

Alle fünf JFG-Teams hatten Gegner eingeladen und trugen Freundschaftsspiele aus. Zudem gab es verschiedene Stationen wie eine Schussgeschwindigkeitsmessung und einen Dribbelslalom. „Wir wollten die JFG einfach einmal der Öffentlichkeit präsentieren und den Spielern der verschiedenen Altersklassen die Möglichkeit geben, sich mal kennen zu lernen“, so Max Wörle.

Denn trotz JFG kämpft man immer darum, genügend Spieler für die verschiedenen Teams zu haben. Heute seien einfach so viele andere Freizeitmöglichkeiten geboten, dass viele Fußballer von einem Tag auf den anderen aufhören. Man könne niemanden zum Fußballspielen zwingen. Aber da es auch ein Ziel der JFG sei, die Jugendlichen irgendwann einmal in den Seniorenteams der Stammvereine unterzubringen, müsse man dagegen natürlich etwas tun. „Kinder, die wieder spielen wollen oder neu anfangen, dürfen jederzeit gerne zu uns kommen, wir freuen uns immer“, sagt Wörle. Deshalb soll der JFG-Tag auch eine feste, jährliche Einrichtung werden und im Turnus immer zwischen den drei Stammvereinen wechseln.

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