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Region Kelheim
Mittwoch, 17. Januar 2018 7

Adventskonzerte

Vielfalt in Klang und Stil überzeugte

Chöre, Solisten, Musiker, Dichter und Techniker des Rohrer Nepomuk-Gymnasiums begeisterten das Publikum.
Von Roswitha Priller

Der Unterstufenchor „Singspatzen“ unter Leitung von Stefan Kiergassner verzauberte die Zuhörer mit drei weihnachtlichen Liedern. Kiergassner begleitete die ansprechend arrangierten Stücke auf dem Piano. Das Publikum bedankte sich bei den Nachwuchssängern mit einem riesigen Applaus. Auch die Jüngsten singen am JNG ihr Repertoire auswendig. Fotos: Priller

Rohr. Mehr als 200 aktive Teilnehmer, von den Chorsängerinnen über Solisten, Musikern, Theaterschauspielern und den Technikern im Hintergrund, haben das Konzert im Advent des Johannes-Nepomuk-Gymnasiums (JNG) in Rohr zu einem großen Erfolg auf musikalischem Höchstniveau werden lassen.

Der Unterstufenchor „Singspatzen“ unter Leitung von Stefan Kiergassner verzauberte die Zuhörer mit drei weihnachtlichen Liedern. Kiergassner begleitete die ansprechend arrangierten Stücke auf dem Piano. Das Publikum bedankte sich bei den Nachwuchssängern mit einem riesigen Applaus. Auch die Jüngsten singen am JNG ihr Repertoire auswendig. Fotos: Priller

Die Gesamtleitung dieses Höhepunktes im Kalender der Schulfamilie hatte Musiklehrer Stefan Kiergassner. Er zeigte sich hochzufrieden mit den Darbietungen der vielen Akteure.

Auch zwei Abende sind zu wenig

Schulleiter Franz Lang begrüßte die große Zuhörerschar im Theatersaal mit einem nachdenklichen Gedicht. An zwei Abenden wird das Konzert in der Vorweihnachtszeit traditionell aufgeführt. „Wir bringen sonst nicht alle Leute unter“, berichtete Schulsekretärin Therese Daffner. Und selbst mit den zwei Terminen können nicht alle Interessierten einen Platz bekommen. Viele ehemalige Schüler und Lehrer nutzen die Gelegenheit, ihre „alte“ Schule zu besuchen.

Konzert-Blitzlichter

  • Neu:

    In diesem Schuljahr ist das Schulorchester unter Leitung von Maximilian Ebert neu gegründet worden und begeisterte das Publikum bei seinem Auftritt. Das gut besetzte Ensemble hat mehrere Violinen, Celli, zwei Kontrabässe, Querflöten, Klarinetten, Trompete, Cornett und eine Pauke.

  • Geistreich:

    Die Theatergruppe der Q11 hat zwei kurze Stücke geschrieben. Im „Krippenspiel einmal anders“ (Foto) wollen etwas verwirrte Heilige Drei Könige dem „Christuskind“ ihre Geschenke überbringen. Leider sind sie wohl einem Flugzeug und keinem Kometen gefolgt…

  • Erhaben:

    Den höchsten Posten beim Konzert hatte Marco Winkler: Er steuerte von einem hohen Stuhl aus den Licht- „Verfolger“. Am JNG gibt es eine kleine Schülergruppe um Sebastian Brandl, die sich sehr gut um die Konzert-Technik im Hintergrund kümmert. Mit Tipps und Ausrüstung hilft ihnen Michael Pusch. (drp)

Zur musikalischen Begrüßung wartete das Vororchester „Rohrer Youngstars“ mit dem englischen Weihnachtsklassiker „Jingle Bells“ in einer flott arrangierten Variante auf. Auch „Rudolph the Red Nosed Reindeer“ wurde unter der virtuosen Leitung von Musiklehrer Maximilian Ebert zu einem überraschenden Hörgenuss. Raffiniert untermalten die Orchesterspieler mit dem akzentuiert geflüsterten Refrain die Soloeinlagen einiger Instrumentalisten.

Unter der Leitung von Stefan Kiergassner gesellte sich im Anschluss der „Spatzenchor“ zum Vororchester. In dieser großen Besetzung wurde Rolf Zuckowskis Ohrwurm „In der Weihnachtsbäckerei“, arrangiert von Ebert, ansprechend dargeboten. Mit „Wieder naht der heilige Stern“ und „A Clare Benediction“ versetzten der Spatzenchor die Zuhörer in vorweihnachtliche Stimmung.

Mit dem von Ebert in diesem Schuljahr neugegründeten Schulorchester wurde es dann klassisch. In vielfältiger Besetzung trugen sie die „Pastorale“ aus dem Concerto grosso g-Moll von Arcangelo Corelli vor.

Das Schulorchester ist heuer neu gegründet worden. Fotos: Priller

Sehr gekonnt und virtuos spielten dabei Barbara Deinert (1. Violine), Simone Karrer (2. Violine) und Anna-Lena Appel (Violoncello) ihre Solopartien. Mit beeindruckender Dynamik und einem dichten kammerorchestralen Klang begeisterten die Musiker das Publikum.

Im Zusammenspiel mit dem mitgliederstärksten Ensemble der Schule, dem gemischten Chor unter Leitung von Angelika Rohrmeier, wurde das Hörerlebnis noch gewaltiger. Sie zogen mit „Mache dich auf und werde Licht“ die Zuhörer in ihren Bann. Aber auch optisch versetzten die Chormitglieder mit ihren roten Accessoires die Gäste in weihnachtliche Stimmung.

Mit dem „Krippenspiel einmal anders“ brachte die Theatergruppe der Q11 das Publikum zum Nachdenken.

Falsch gelandet: die Heiligen Drei Könige Fotos: Priller

Eine schwangere Chantal Maria Zimmermann begab sich mit Kevin Josef Zimmermann auf Herbergssuche. Im zweiten Stück wurde eine moderne „Familienweihnacht“ gefeiert. Die Schauspieler unter Leitung von Deutschlehrer Michael Schindler hatten die Kurzstücke selbst gedichtet und umgesetzt. Sie wurden mit viel Applaus belohnt.

Filmmusik und Chris de Burgh

Der gemischte Chor zeigte seine solide Sangeskunst mit „The Lights of December“ und einem lustig-frischen „Frosty the Snowmann“.

Das größte Ensemble des Gymnasiums ist der gemischte Chor. Er begeisterte mit dynamischer Chormusik. Fotos: Priller

Der nächste fulminante Klanggenuss folgte mit dem großen Mädchenchor unter der engagierten Leitung von Yeon Sook. Sie gaben „In memoriam“ von Barratier und Coulais (aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Matthieu) und „A Spaceman Came Travelling“ von Chris de Burgh zum Besten. Mit wirkungsvoll in Szene gesetzten Soloparts war die Interpretation des Chores ein richtiges Erlebnis und die stimmliche Entwicklung einzelner Sängerinnen ist beachtlich.

Hoch droben: Marco Winkler setzte die Bühnenstars ins rechte Licht. Fotos: Priller

Zum Abschluss begeisterte die an Instrumentalisten stets größer werdende Bigband „Swinging Pipes“ mit wunderbar swingendem Jazz. Ein schöner Abschluss für den sehr abwechslungsreichen Konzertabend. Auch die Zuhörer zollten den vielen jungen Künstler großen Respekt, die das schöne, aber auch anstrengende Konzert gleich an zwei Abenden hintereinander absolvieren.

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