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Region Kelheim
Montag, 20. November 2017 7

Wirtschaft

Vier Kelheimer unter IHK-Besten

Martin Brücklmayr, Daniel Hannes, Jakob Schwarz und Alexander Zeiser heißen die besten Auszubildenden aus dem Kreis Kelheim.
Von Tino Lex

Die Ausgezeichneten aus dem Landkreis Kelheim mit den IHK-Verantwortlichen Foto: Lex

Kelheim.73 Absolventinnen und Absolventen in verschiedenen Berufen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen wurden von der Industrie- und Handelskammer Regensburg am Freitag, 21. Oktober, in der Regensburger Continental Arena ausgezeichnet. Sie haben ihre Berufsausbildung mit Bestnoten abgeschlossen und waren unter 5000 (!) Absolventen. Auch ihre Ausbildungsbetriebe werden ausgezeichnet. Ebenso wurden 21 landesbeste Auszubildende und 19 Weiterbildungsabsolventen geehrt. Der Industriemechaniker Georg Mayer aus Waldsassen erhielt den „Praktikus 2017“ der Scheubeck-Jannsen-Stifung verliehen.

Aus dem Landkreis Kelheim wurden geehrt: Martin Brücklmayr, Elektroanlagenmonteur (B.B.W. St. Franziskus Abensberg Träger Kath. Jugendfürsorge Regensburg e.V., Abensberg), Daniel Hannes, Fachpraktiker für Industrieelektrik (B.B.W. St. Franziskus Abensberg Träger Kath. Jugendfürsorge Regensburg e.V., Abensberg), Jakob Schwarz, Brauer und Mälzer (Schneider Weisse G. Schneider & Sohn GmbH, Kelheim) und Alexander Zeiser, Maschinen- und Anlagenführer (Wolf GmbH, Mainburg).

„Sie gehören zur Leistungselite unseres Wirtschaftsraums“, stellte der Vize-Präsidenten der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim Stefan Rödl in seiner Festrede fest. Gute Ausbildungsresultate seien auch ein besonderer Erfolg der Ausbildungsbetriebe und der Ausbilder, so Rödl weiter. Für fast zwei Drittel eines Altersjahrgangs ist die Abschlussprüfung das Eingangstor zum Berufsleben.

In die Freude über das hohe Ausbildungsniveau mische sich dennoch die Sorge der sinkenden Absolventen-Zahlen an den allgemeinbildenden Schulen. Im jährlichen Rhythmus werden neue Negativ-Rekorde vermeldet. Bereits seit 2010 können nicht mehr alle angebotenen Ausbildungsplätze in der Oberpfalz und Kelheim besetzt werden. Vor dem aktuellen Ausbildungsbeginn waren bei den drei Agentur-Bezirken Regensburg, Schwandorf, Weiden noch über 3700 unbesetzte Stellen gemeldet (Stand August 2017).

„Nach der Krise ist vor dem Fachkräftemangel!“ – So hat es der ehemaliger DIHK-Präsident Hans-Heinrich Driftmann bereits vor einigen Jahren treffend formuliert. Die demografische Entwicklung wirft seit längerem ihre Schatten. Der Mangel an Fachkräften ist für die Unternehmen spürbar. Trotz dieser Herausforderung sei Deutschland eine erfolgreiche und hoch entwickelte Volkswirtschaft und die Oberpfalz eine starke Wirtschaftsregion. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen trügen dazu wesentlich bei, so Rödl. Mit dem Ende der Ausbildungszeit stünden die Absolventen am Anfang ihrer beruflichen Entwicklung. Alleine ein erster Abschluss helfe noch nicht zum beruflichen Erfolg. Der Satz: „Ich habe ausgelernt“ habe ausgedient. Auch im Beruf müssten Gold, Silber und Bronze erst erkämpft werden! „Weiterbildung ist der ständige Begleiter im heutigen Berufsleben. Nicht nur in Form einer Aufstiegsfortbildung, deren erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen wir heute ehren“, stellte Rödl fest. Auch Seminare, Schulungen, Tagungen und andere Angebote gehörten dazu. Mehr denn je trifft dieser Satz heutzutage zu: „Wissen veraltet, aber die Fähigkeit zu lernen bleibt.“

Kürzlich veröffentlichte das Unternehmen CSC eine Studie, die aufrütteln sollte. Dort heißt es: „Die Arbeitswelt in Deutschland ist auf eine vernetzte Produktion (Industrie 4.0) nicht vorbereitet. In knapp jedem zweiten Unternehmen fehlt es heute schon an Fachkräften, die mit IT-Wissen plus Fertigungs-Know-how die vierte industrielle Revolution gestalten könnten. Zudem plant nicht einmal jeder vierte Betrieb Aus- und Weiterbildungsprogramme zum Thema Industrie-4.0.“ Das Erschreckende an der Nachricht ist: „Industrie 4.0″ ist keine plötzlich auftretende Erscheinung, sondern ist eine absehbare Entwicklung! Diese Revolution betreffe nicht nur einzelne Branchen oder Unternehmen.

Berufliche Bildung stehe gleichrangig neben akademischer Bildung. Die ersten Jahrgänge haben ihre Zeugnisse mit den entsprechenden DQR-Einstufungen bereits erhalten. Mittelfristig sei zu erwarten, dass der DQR Auswirkung auf die Durchlässigkeit des Bildungssystems und die Strategien in der Personalrekrutierung haben werde. „Sie haben mit Ihrem Abschluss viel erreicht und einen Meilenstein im Leben gemeistert. Mögen diesem Erfolg noch viele weitere folgen!“, wünschte der IHK Vizepräsident den besten Absolventen.

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