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Region Kelheim
Samstag, 29. April 2017 13° 3

Bilanz

Volksfest: Erfolge, aber auch Zündstoff

Kelheims Macher der fünften Jahreszeit sind gespalten. Die einen waren „sehr zufrieden“, die anderen blicken auf ein „durchwachsenes Volksfest“.
Von Elfi Bachmeier-Fausten

Zünftig und sportlich: Sie liefen bei der Volksfestlauf-Premiere mit – sogar in Lederhose und dem eigens kreierten Laufshirt. Foto: Weigert

Kelheim.Das 65. Kelheimer Volksfest klang am Montagabend aus. Vormittags fand bereits eine Abschlussbesprechung der Stadt mit Beteiligten statt. Sie äußerten sich in einer Umfrage der MZ unterschiedlich in der Bilanz. Von „sehr zufrieden“ bis „ein durchwachsenes Volksfest“ lauteten die Stimmen. Ein Thema war auch das Feuerwerk, das heuer erstmals zum Auftakt stattgefunden hatte und nicht zum Ausklang. Bürgermeister Horst Hartmann zog ein positives Resümee. Kelheims Polizeichef Erich Banczyk ist trotz eines leichten Anstieges an Vorkommnissen mit dem Verlauf des Kelheimer Volksfestes insgesamt zufrieden. „Der ganz überwiegende Großteil der Besucher feierte ein friedliches Fest“, stellte er fest.

Die Stimmung war „super“

Den Regen beim Auftakt erwähnte Stadtoberhaupt Hartmann. „Der Stimmung im Zelt und auf dem Volksfest hat das keinen Abbruch getan.“ Nach Ansicht von Kelheims Bürgermeister war es „ein schönes, familienfreundliches und vor allem sicheres Fest“. Die Stimmung abends im Bierzelt „war eigentlich super“. Die Bilanz bei den Schaustellern war aufgrund der kühlen Witterung „eher durchwachsen“. Sie hätten aber nicht stark gejammert. Wie der Bürgermeister sagte, habe der erste Volksfestlauf, den run & bike mit Unterstützung der Stadt veranstaltete, „gut eingeschlagen“. Er gehe davon aus, dass der Lauf 2015 wieder stattfinde. Hartmann war selbst jeden Tag beim Fest. Das Besucherinteresse „war in Ordnung“. Das Feuerwerk am ersten Festtag „war ein Versuch“. Es gebe Befürworter dafür und auch den Wunsch, es wieder am letzten Volksfesttag abzuhalten. Wegen des Feuerwerktermins 2015 „werden wir uns nochmals zusammensetzen“.

Ludwig Bleicher, Verkaufsleiter der Brauerei Schneider, das diesjährige Volksfest-Sprecherunternehmen der drei Kelheimer Brauereibetriebe Schneider, Frischeisen, Klosterbrauerei Weltenburg, sagte, die Brauereien seien zufrieden. „Der Zuspruch hat eher zugenommen.“ Es zeichne sich ab, dass „die Zahlen des Vorjahres wieder erreicht werden“. Ludwig Bleicher: „Der Volksfestlauf ist eine sehr gute Einrichtung.“ Er schlage vor, diese Veranstaltung beizubehalten. Der Feuerwerktermin ist seiner Ansicht nach ein Diskussionspunkt. Benjamin Schmid, Geschäftsführer des Familienunternehmens Härteis, das wieder das Bierzelt auf dem Kelheimer Volksfest betrieb: „Wir hatten den Eindruck, dass es ein sehr sicheres Fest war.“ Im Festzelt habe es keinerlei Beanstandungen gegeben. Schmid: „Vom Absatz her sind wir gut im Plus.“ Er ging davon aus, dass es „ein sehr erfolgreiches Volksfest wird“, wenn der letzte Tag gut laufe. „Das Wetter war eigentlich eher gut für uns“, sagte Schmid. Er lobte die Kelheimer, „weil sie sehr ausgelassen und friedlich gefeiert haben“. Positiv erwähnte er die Zusammenarbeit mit Bürgermeister und städtischer Veranstaltungsreferentin Franziska Ipfelkofer und den Einsatzkräften vor Ort.

Weinzeltbetreiber Franz Häckl sagte, dass man „insgesamt sehr zufrieden ist“. Im Weinzelt sei die Stimmung immer gut gewesen – auch friedlich und fröhlich. Im Vorfeld hätten die Besucher die Verlegung des Feuerwerks nicht mitbekommen. Für welchen Feuerwerktermin ist er künftig? „Das ist ein Gemeinschaftsbeschluss“, sagte Häckl.

Regen war schlecht für Standler

Bernhard Petz, Sprecher der sechs Kelheimer Imbissstände: „Unser gemeinsames Fazit ist, dass wir bis jetzt ein durchwachsenes Volksfest erlebten. Das Regenwetter habe für einen mäßigen Auftakt gesorgt. Auch die Schausteller hätten das schlechte Wetter am Anfang gespürt. „Der Feiertag war noch mal durchwachsen. Zum Schluss hin hat sich‘s gebessert. Der Sonntag hat einiges wieder wettgemacht.“ Der Umsatz werde sich wohl auf das Vorjahresniveau hinbewegen.

Bernd Noli, der mit einem Losstand am Festplatz war: „Wetterbedingt war es etwas schlechter als sonst.“ Er sagte aber auch: „Im Großen und Ganzen war‘s okay.“ Das Feuerwerk soll nicht mehr am ersten Tag sein. Es waren kaum Leute da. Gerne könnte auch versucht werden, es an einem Feiertag oder an einem Samstag abzuhalten.

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