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Region Kelheim
Montag, 20. November 2017 7

Wirtschaft

Volles Haus bei der Raiffeisenbank

Zum Tag der offenen Tür im neuen Gebäude ließen sich die Bad Abbacher nicht zweimal bitten. Der Andrang war groß.
Von Gabi Hueber-Lutz

  • Schlüsselübergabe: Direktor Albert Lorenz, Geschäftsstellenleiter Thomas Bartoschik, Architekt Florian Riesinger und Direktor Christoph Schweiger (von links) freuen sich. Fotos: Hueber-Lutz
  • Die neue Schalterhalle mit der großformatigen Luftaufnahme war ein Anziehungspunkt für die Besucher.

Bad Abbach.Ströme von Besuchern drängten am Sonntagnachmittag zur Raiffeisenbank im Innerort. Der Neu- und Umbau ist beendet, die Genossenschaftsbank lud zum Tag der offenen Tür. Die meisten Besucher kamen zunächst gar nicht in die neuen Räume – sie blieben schon auf dem Vorplatz hängen. Dort duftete es verlockend nach frischen Krapfen.

Norbert Huber und Jakob Schlögl stammen aus familieneigenen Bäckereien, der eine aus Schierling, der andere aus Essing. Für diesen besonderen Tag hatten sie den Anzug mit der Bäckerschürze getauscht. Huber backte die Krapfen, Schlögl füllte sie mit Marmelade und verpasste ihnen die Puderzuckerhaube. Und die Besucher stürzten sich darauf. 1800 Krapfen wollten vertilgt werden. Daneben grillte die Feuerwehr Bratwürstl und schenkte Getränke aus. Man müsse sich schon revanchieren für die großzügige Spende, bemerkte Peter Lange von den Floriansjüngern. 5000 Euro hatte die Feuerwehr von der Bank für ihren neuen Kommandowagen bekommen.

Schnell war auch die Schalterhalle mit Besuchern gefüllt. Sie bewunderten das großformatige Foto von Bad Abbach, das über den Schaltern Akzente setzt, ließen sich von den Angestellten zeigen, wo sie künftig ihre Geldgeschäfte erledigen können, und beteiligten sich an Gewinnspielen.

Am Freitagvormittag um 10 Uhr war die letzte Schraube befestigt worden, um 10.30 Uhr fand die Eröffnung und Segnung der neuen Raiffeisenbank statt. Das bestehende Gebäude war nicht nur saniert, sondern auch um zwei weitere Gebäude erweitert worden. „Das ist ein Meilenstein in der Geschichte unserer Bank“, sagte Direktor Albert Lorenz.

Für den Festakt wurde der große Platz genutzt, der vor der Bank entstanden ist. Diese Anbindung an den öffentlichen Raum war es auch, die zu Beginn der Planungen den Ausschlag für den Entwurf des Architekturbüros Arc Architekten gegeben hatte. Architekt Florian Riesinger überreichte den symbolischen Schlüssel – mit der Versicherung, dass man damit den Tresor nicht aufsperren könne.

Die Bank habe ein modernes Gebäude an prägnanter Stelle errichtet, sagte Bürgermeister Ludwig Wachs. Das sei nicht nur ein Gewinn für die Bank, sondern auch für den Ort. Für den Landkreis überbrachte der stellvertretende Landrat Wolfgang Gural herzliche Glückwünsche. Bei einem Investitionsvolumen von fünf Millionen Euro habe die Bank nicht gespart, aber angesichts des Umfangs trotzdem günstig gebaut, sagte er.

Warum ein Erweiterungsumbau dieser Größenordnung notwendig wurde, verdeutlichte Lorenz anhand zweier Zahlen: Als der bestehende Klinkerbau vor 39 Jahren gebaut worden war, hatte die Bank eine Bilanzsumme von 83 Millionen Mark, im vergangenen Jahr waren es 630 Millionen Euro. Zur Feier des Tages hatte Lorenz nicht nur den Scheck an die Feuerwehr überreicht, sondern auch 5000 Euro an Pfarrer Anton Dinzinger für das geplante Pfarrzentrum und an Pfarrer Frank König für die Renovierung der Kreuzkirche.

Auch die Familien der Bankangestellten nahmen die Gelegenheit wahr, sich umzuschauen. Kilian und Veit waren mit Papa und Mama gekommen. „Oft waren wir noch nicht da“, sagten die Buben. „Zum Sparbüchserl leeren halt“, lachte Mama Irene Karl. Auch der frühere Direktor Dieter Bruch ging durch das Haus. „Ja, das würde mir auch gefallen“, lächelte er. Auf der Dachterrasse auf dem Verbindungsbau wollte ein Besucher humorig wissen: „Und wo ist der Swimmingpool dazu?“ Staat Pool gab es eine Tüte frisches Popcorn.

Die Eckdaten

  • Die Menschen:

    In Summe arbeiten in den neuen Gebäuden im Moment 85 Angestellte. 50 Mitarbeiter der Hauptstelle der Raiffeisenbank und 35 Beschäftigte des Umweltgutachters Omnicert, an den zwei Stockwerke des Neubaus vermietet sind.

  • Die Fläche:

    Der 840 Quadratmeter große Klinkerbau wurde saniert. Er stammt aus dem Jahr 1978. Neu hinzugekommen ist der Zwischenbau mit 580 Quadratmetern, auf dessen Dach sich nun eine große Terrasse befindet. Der nördlich gelegene Kopfbau beherbergt einen Veranstaltungsraum mit 180 Quadratmetern, den Sozialraum mit 70 Quadratmetern und den vermieteten Teil mit 500 Quadratmetern. (lhl)

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