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Region Kelheim
Dienstag, 21. November 2017 5

Natur

Weg frei für die weidenden Schafe

Riedenburg: Entfernen von störenden Büschen und Bäumen ist gestartet. Ein 220 Meter langer Geröllfangzaun wird errichtet.
Von Petra Kolbinger

Nur durch Schafbeweidung lässt sich die Magerrasenvegetation mit den Wacholderbüschen erhalten. Foto: Kolbinger

Riedenburg.Ende 2017 soll das Naturschutzgroßprojekt Altmühlleiten abgeschlossen sein. Am Donnerstag rückte auf der vorab ausgepflockten Trasse die Motorsäge störenden Büschen und Bäumen oberhalb des Schambacher Weges zu Leibe. Die Rodung macht den Weg frei für eine der letzten Maßnahmen des Großprojektes: den Bau eines 220 Meter langen und anderthalb Meter hohen Geröllfangzaunes.

Schutz für Magerrasen

Hintergrund ist die Schaffung einer durchgängigen Schafbeweidung der weitläufigen Wacholderheide am Lintlberg in Richtung Kreuzfelsen. Nur durch die Beweidung mit den wolligen, vierbeinigen Landschaftspflegern lässt sich die nach dem Bundesnaturschutzgesetz zu erhaltende Magerrasenvegetation dauerhaft schützen und erhalten.

Oberhalb dieser Anwesen im Schambacher Weg wird ein Geröllfangzaun gebaut, der durch Schaftritte gelöste Steine aufhalten soll. Foto: Kolbinger

Der Fangzaun soll die unterliegenden Anwohner vor Geröll, das durch Schaftritt losgelöst wird, schützen. Und diese Barriere soll darüber hinaus künftig auch Geröll abhalten, das von den im Hang verstreuten Felsen abgehen könnte. Die Felssicherung in dem Gebiet obliegt der Stadt Riedenburg, die diese bereits in 2014 durchgeführt hat. Eine ähnliche Zaunbaumaßnahme hat der Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e. V. vor drei Jahren am Gronsdorfer Hang in Ihrlerstein durchgeführt. Auch hier schützt der Zaun Unterlieger vor Geröll, das durch Schaftritt losgelöst werden könnte.

Der Zaunbau beginnt am Montag

Bereits am kommenden Montag wird die Spezialfirma Bergsicherung Ilsfeld (BSI) mit der Montage des Zauns beginnen. Die Bauüberwachung wurde vom Landschaftspflegeverband Kelheim VöF an das Ingenieurbüro Harbauer übertragen. Der VöF führt die Maßnahme in enger Abstimmung mit den geologischen Experten, Prof. Dr. Gründer, Dipl.-Ing. Harbauer und der Stadt Riedenburg durch.

Bereits Mitte November soll die Maßnahme abgeschlossen sein. Der Riedenburger Stadtrat hat der Maßnahme Anfang Juli zugestimmt. Der mittlere und untere Hangbereich bleibt demnach unverändert und wird auch von der Beweidung ausgenommen. Die Nutzungsänderung vom Wald in eine Weide beschränkt sich auf rund 1,6 Hektar im Oberhang. Eine Baumfällung hier im Weidebereich ist nach Mitteilung des VÖF aktuell nicht vorgesehen.

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