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Region Kelheim
Montag, 20. November 2017 7

Musik

„Wir freuen uns riesig“

„Luis Trinker’s Höhenrausch“ spielen beim Stadtfest-Jubiläum in Neustadt. Im Programm sind „Nummern, die uns Spaß machen“.
Von Jochen Dannenberg

  • Wenn „Luis Trinker‘s Höhenrausch“ auftreten, geht die Party richtig los. Dann kommen hunderte Fans, um ausgelassen und fröhlich zu feiern. Fotos: Dannenberg, Kuttler
  • Chris Kuttler und Bertl Drawenau, die beiden früheren Neustädter, treten am Freitag mit „Luis Trinker’s Höhenrausch“ beim Stadtfest in Neustadt. Foto: Dannenberg

Neustadt.Nur noch wenige Tage, dann feiert Neustadt sein Altbayerisches Stadtfest. 40 Jahre ist es in diesem Jahr alt, und wie sonst auch bei einem „runden Geburtstag“ fällt die Party deshalb in diesem Jahr ein wenig größer aus. Das Stadtfest beginnt schon am Freitag – mit den „Grenzstoarucka Eining“ und „Luis Trinker’s Höhenrausch“. Die „Trinkers’s“ seien schon beim ersten Stadtfest vor vierzig Jahren dabei gewesen, hieß es etwas voreilig bei der Präsentation des Stadtfest-Jubiläumsprogramms unlängst, was leider nicht ganz richtig ist.

Denn Vor vierzig Jahren gab es „Luis Trinker‘s Höhenrausch“ nämlich noch nicht. Darauf weisen Robert „Bertl“ Drawenau und Chris Kuttler, Urgesteine der Band, hin. Dafür gab es die Band „Sundance“, zu denen auch Sänger Robert Drawenau und Gitarrist Chris Kuttler gehörten. Beide wohnten damals in Neustadt – Robert Drawenau in der Kernstadt und Chris Kuttler im Ortsteil Mühlhausen. „Damals hatten wir noch lange Haare“, scherzt Drawenau.

„Wir freuen uns riesig auf Neustadt“, sagt Chris Kuttler. Nicht nur wegen der Fans, sondern auch wegen der Stadt selbst. „Wir hatten eine sehr, sehr intensive Jugendclique damals in Neustadt.“ Wobei er die Scherze der Clique allerdings lieber nicht mehr öffentlich erzählen möchte.

„Die Stadt hat sich sehr zum Positiven entwickelt. Sie beginnt zu glänzen“, sagt der Gitarrist und meint damit neben der Innenstadtsanierung auch die Entwicklung des Kulturprogramms in Neustadt. „Das freut uns umso mehr, weil wir wissen, dass es ganz, ganz schwierig ist, etwas zu bewegen. Wir hoffen, dass wir dazu einen weiteren Impuls setzen können.“

„Luis Trinker‘s live“

Gespannt ist die Band auch, wie viele Abensberger heuer zum Stadtfest in Neustadt kommen werden, denn in Abensberg tritt die Gruppe in diesem Jahr nicht auf dem Stadtfest auf. Bertl Drawenau hat daneben vor allem ein Problem. Neulich beim Bürgerfest in Regensburg durfte die Band am Domplatz nur 85 Dezibel laut spielen. „Ich hoffe, dass wir in Neustadt laut spielen dürfen“, sagt er. „Schon die normale Geräuschkulisse, die von den Besuchern des Bürgerfestes erzeugt wurde, waren da 73 Dezibel.“ Die „Trinker‘s“ haben die Lautstärke übrigens selbst gemessen, um sich keinen Ärger einzuhandeln.

Das Programm für den Auftritt in Neustadt steht noch nicht fest. In Regensburg hatte die Band mit „Ballroom Blitz“ von der Gruppe „The Sweet“ begonnen und dann einen weiten Bogen mit Hits von den Siebzigerjahren bis zur Gegenwart gespannt. „Es sind Nummern, die uns Spaß machen“, sagt der Sänger. Andere Stücke würden nicht gespielt. „Das ist unsere Überzeugung.“ Und die kommt beim Publikum an. Selten sieht man entspanntere und zugleich fröhlichere Fans.

„Luis Trinker‘s Höhenrausch“ sind in diesen Wochen nicht nur beim Jubiläum des Altbayerischen Stadtfestes in Neustadt präsent. Sie werden auch eine Patenschaft übernehmen: Die Neustädter Grundschule wird Mitte Juli zur „Schule ohne Rassismus“ ernannt.

Dabei handelt es sich um eine europäische Jugendinitiative. Gemeinsam ist Schule ohne Rassismus die Grundidee: Schulen, die sich dem Netzwerk anschließen, einigen sich in einer Selbstverpflichtung darauf, aktiv gegen Rassismus vorzugehen. Eine wichtige Rolle bei „Schule ohne Rassismus“ spielen die Paten.

Mehr als 2500 Persönlichkeiten unterstützen eine oder mehrere Schulen, darunter Fußballspieler, Künstler, Musiker, Schauspieler und Politiker. Mitglieder aller demokratischen Parteien unterstützen das Anliegen von Schule ohne Rassismus, ebenso Vertreter von Gewerkschaften und Glaubensgemeinschaften.

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