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Region Kelheim
Montag, 18. Dezember 2017 3

Abwasser

Zu viel Zink im Schlamm

Entsorgung wird teuer. Das Regenrückhaltebecken in Deutenhof beschäftigte den Abwasserzweckverband Bad Abbach/Teugn.

Neue Abwasserrohre liegen auf einer Baustelle. Bei der Sitzung des Abwasserzweckverbands wurden die Arbeiten für die Dichtigkeitsprüfung der Abwasserleitungen im Baugebiet Deutenhof inklusive der Kamerabefahrung. Foto: Sönke Möhl, dpa

Bad Abbach.Das Regenrückhaltebecken im Baugebiet Deutenhof beschäftigte die Verbandsräte des Abwasserzweckverbands Bad Abbach/Teugn bei ihrer jüngsten Sitzung. Die Einleitungsstelle muss saniert werden. Die Kostenschätzung dafür liegt bei gut 27 000 Euro. Außerdem ist es notwendig, den Teich zu entschlammen. Dafür sind 92 000 Euro veranschlagt – ein Preis, der den hohen Entsorgungskosten für den Schlamm geschuldet ist. Der Schlamm im Teich weist nämlich laut einem vorläufigen Ergebnis einen zu hohen Zinkgehalt auf. Mit diesem Gehalt darf er nicht auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht werden, sondern muss in einer Deponie entsorgt werden.

Josef Meier fragte nach, ob der Schlamm verdünnt werden kann, um bessere Werte zu erhalten. Das ist aber nicht erlaubt, wie Matthias Blümel informierte. Blümel sagte, die Werte für Zink und Kupfer entsprächen den normalen Umweltwerten und sollten noch einmal überprüft werden. Anton Englmann schlug vor zu prüfen, ob ein Absetzbecken sinnvoll sei. Josef Hofmeister und Ferdinand Hackelsperger rieten, das Landratsamt in die Klärung der Fragen mit einzubeziehen. Das soll nun bei der Suche nach Alternativen geschehen, und auch das Wasserwirtschaftsamt soll angefragt werden.

Vergeben wurden bei dieser Sitzung die Arbeiten für die Dichtigkeitsprüfung der Abwasserleitungen im Baugebiet Deutenhof inklusive der Kamerabefahrung. Es liegt im Wasserschutzgebiet. Günstigster Bieter war die Firma Kuchler aus München mit 84 000 Euro. Der Auftrag für die Stromlieferung an den Zweckverband für die Jahre 2018/19 ging an die Firma In(n) Energie AG, die mit einem Arbeitspreis von 4,03 Cent pro Kilowattstunde Strom das günstigste Angebot abgegeben hatte. Bisher betrug der Arbeitspreis 4,56 Cent. Einstimmig stellten die Verbandsräte schließlich auch die Jahresrechnung 2016 fest und entlasteten sie. (lhl)

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