Kelheim 18.08.2012, 17:00 Uhr

144 Seiten über das Kastell

„Slave Abusina“ heißt das neue Buch über die einstige Römerstadt bei Eining. Das Besondere daran ist, dass darin historische und archäologische Erkenntnisse zusammengeführt werden.

Der neue Museumsführer für das Kastell Abusina wurde im Neustädter Rathaus vorgestellt. Foto: Dannenberg

Der neue Museumsführer für das Kastell Abusina wurde im Neustädter Rathaus vorgestellt. Foto: Dannenberg

Von Jochen Dannenberg, MZ

Neustadt. Es wurde auch Zeit. Viel Geld ist in die Sanierung des Kastells Abusina gesteckt worden. Viel Energie wurde in die Entwicklung der Römertage gesteckt. Was fehlte, war ein neuer Museumsführer für Abusina. Jetzt ist er da. Auf 144 Seiten gibt „Salve Abusina“, wie das Buch nicht ganz zufällig heißt, einen umfassenden Überblick zum römischen Auxiliarkastell Abusina und seinen Vicus. Dabei liegt der Vorteil dieses Buches, das von Kresimir Matijevic im Dr. Peter Morsbach Verlag herausgegeben worden ist, in zwei Betrachtungsweisen, die hier zusammengeführt werden – den archäologischen und den historischen Erkenntnissen.

Der 550 Kilometer lange Obergermanisch-Raetische Limes ist 2005 der Liste der UNESCO-Welterbestätten hinzugefügt worden. Das Kastell in Eining ist Teil der Anlage. „Nicht zuletzt aus diesem Grunde hat die Beschäftigung mit diesem Denkmal auch in der universitären Lehre an Beliebtheit gewonnen“, stellt der Herausgeber von „Salve Abusina“ fest.

Vielfältige Informationen

Der nun fertiggestellte Museumsführer komprimiert zum einen die in den „Zeitfenstern“ und auf den Tafeln im Kastell gebotenen Informationen. Er führt zum anderen in vielen Details aber auch über diese hinaus. Er soll somit einerseits als Ergänzung dienen, kann darüber hinaus aber andererseits auch als Vorbereitung des Besuches in Eining genutzt werden.

Der Aufbau gestaltet sich folgendermaßen: Zu jeder Station des Kastells gibt es einen einführenden Text mit den wichtigsten grundlegenden Informationen. Angefügt sind jeweils thematisch verwandte Exkurse, die dem interessierten Besucher weitere Einblicke in die Materie liefern. So kann man an der Station zum Rasthaus (mansio), wenn man möchte, auch weitere Details zu allgemeinen Aspekten des Reisens in der Antike oder zum römischen Straßenbau erfahren. Auf diese Weise hoffen wir, sowohl dem Besucher, der wenig Zeit für den Besuch des Lagers mitbringt, gerecht zu werden, als auch demjenigen, der hier länger verweilen möchte“, sagt Kresimir Matijevic. Dem eigentlichen Führer vorweg gehen ein Kapitel zur Forschungsgeschichte des Kastells und ein weiteres zum römischen Limes.

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