Kelheim 06.07.2010, 11:34 Uhr

30 Jahre auf Dutzende Fotos gebannt

Kultur Eine Fotoausstellung würdigt drei Jahrzehnte des Kunst- und Handwerkermarktes „Charivari“ beim Altbairischen Stadtfest.

Eine Attraktion des „Charivari“ sind in jedem Jahr die Handwerker, die ihr Können vor dem Publikum unter Beweis stellen. Fotos: Mayer, Archiv

Eine Attraktion des „Charivari“ sind in jedem Jahr die Handwerker, die ihr Können vor dem Publikum unter Beweis stellen. Fotos: Mayer, Archiv

Von Jochen Dannenberg

Neustadt. Mehr als 30 Jahre gibt es in Neustadt inzwischen das „Altbairische Bürgerfest“. Es findet jedes Jahr am zweiten Juli-Wochenende statt und es hat sich seinen Platz im Herzen der Neustädter Bürger erobert. Es ist einer der ganz wichtigen jährlichen Höhepunkt des Kulturlebens dieser Stadt. Einen wesentlichen Beitrag an dieser Entwicklung hat Inge Mayer.

Seit dem ersten altbairischen Bürgerfest im Jahre 1978, als man die Fertigstellung der Generalsanierung des Neustädter Rathauses mit allen Bürgern der Stadt und der Umgebung gebührend feierte, ist sie dabei. Sie hat den Künstler- und Handwerkermarkt „Charivari“ ins Leben gerufen und über dreißig Jahre lang jedes Jahr aufs Neue organisiert. Eine Fotoausstellung wird in diesem Jahr dieses Kulturschaffen anlässlich des Stadtfestes am kommenden Wochenende im Foyer des Rathauses darstellen. Vor wenigen Monaten war Inge Mayer für ihren Einsatz mit dem Ehrenzeichens des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet worden.

„Über 140 verschiedene Kunstschaffende haben im Laufe der Jahre mitgewirkt und dabei ihr vielseitiges Können gezeigt“, stellt die Neustädterin rückblickend und durchaus auch mit einigem Stolz fest. Immer wieder hatte Inge Mayer in den drei Jahrzehnten während des Stadtfestes, wenn sie mal gerade nicht mit der Organisation des „Charivari“ beschäftigt war, zur Kamera gegriffen und die Menschen beim Markt fotografiert.

Der Blick der Fotografin galt dabei nicht nur den Künstlern und Handwerkern sondern auch all den anderen Menschen, die mit dem Markt in irgendeiner Weise zu tun hatten – ob als Helfer beim Aufbau der Pergolen helfen oder Besucher. Der enorme Zeitraum, in dem Inge Mayer den Markt fotografisch begleitet hat, bringt es mit sich, dass die Fotos auch ein Stück der jüngeren Stadtgeschichte zeigen. „Für viele Neustädter“, ist die Fotografin überzeugt, „wird es auch ein Wiedersehen mit Personen sein, die leider nicht mehr leben.“ Auch sie wurden auf den Fotos verewigt.

 

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