600 Bewerber: Elias kam unter die besten Zehn
Neunjähriger aus Neustadt beim Finale des 7. Gesangswettbewerbs für den Nachwuchsförderpreis musicaBavariae 2010
Elias Gutneder Foto: privat
Neustadt.
Den 9. Dezember 2010 wird Elias Gutneder aus Neustadt sicher nicht so schnell vergessen. Damals trat der bekannte Fernsehmoderator Enrico de Paruta mit der Weihnachtslegende „Heilige Nacht“ von Ludwig Thoma in der Stadtpfarrkirche St. Laurentius in Neustadt auf. Hunderte Menschen lauschten ergriffen, unter ihnen befand sich auch ein kleiner Junge – Elias Gutneder. Beim Auftritt des Moderatorts mit der markanten, warmen Stimme wirkten auch einige Mitglieder des Chores „Die Engelsstimmen“ mit. Sie beeindruckten den Neustädter Buben und Sänger dermaßen, dass er beschloss: „Da will ich dabei sein.“
Ob der Bub in jenem Moment genau wusste, worauf er sich einließ, darf bezweifelt werden. Seine Mutter, Thea Gutneder, kümmerte sich „um die Formalitäten“. Sie fand heraus, dass Enrico de Paruta nicht nur mit der „Weihnachtslegende“ von Ludwig Thoma Jahr für Jahr in der Vorweihnachtszeit durch die Lande tourt. Er ist auch Initiator des Chores „Engelsstimmen“ und des Nachwuchsförderpreis „musicaBavariae“. Thea Gutneder, die ihren Sohn bei seiner gesanglichen Ausbildung sehr unterstützt, meldete Elias beim Wettbewerb „Engelstimme der Volksmusik“ an.
Der Nachwuchswettbewerb hat sich in den vergangenen sechs Jahren zu einer der anerkanntesten Veranstaltungen im Freistaat entwickelt. Schirmherrin und Vorsitzende der Jury ist die TV-Moderatorin Carolin Reiber. Musikalischer Leiter ist der Tegernseer Komponist und Dirigent Thomas Rebensburg.
Als vorige Woche schließlich ein Brief vom großen Enrico de Paruta im Briefkasten der Gutneders lag, „war ich schon stolz“, räumt Elias ein. „Mit persönlicher Unterschrift teilte er mir mir, dass ich unter den zehn Besten bin und somit zum Vorsingen eingeladen bin.“
Am nächsten Wochenende wird es ernst für Elias. Der Neunjährige hat es in die Runde der letzten Zehn geschafft und schon allein „das ist ein Erfolg“, wie seine Mutter zu recht bemerkt. „Immerhin hat Elias das Finale bei über 600 Bewerbern erreicht.“



