Kelheim 16.07.2010, 17:41 Uhr

Ungewisse Zukunft

Das beliebte Festival ist in Finanznöten: Wenn heuer nicht genug Besucher kommen, droht der Konkurs.

Die Veranstalter meldeten vergangenes Jahr 1500 Besucher pro Tag. Foto: Archiv

Die Veranstalter meldeten vergangenes Jahr 1500 Besucher pro Tag. Foto: Archiv

Riedenburg . Das Agratamagatha Festival (AAA) lockt jährlich fast 4000 Besucher an. Doch heuer stand das Festival kurz vor dem Aus: Denn Sicherheits-Auflagen müssen eingehalten werden. Und so müssen die Veranstalter – der Kulturelle Untergrund Riedenburg e.V. – jetzt einen professionellen Sicherheitsdienst anheuern. Konkret heißt das: An den drei Tagen sind 20 Sicherheitsleute nötig – und die Kosten Geld, das der Verein nicht hat. Da bleibt die Umsonst-Kultur auf der Strecke – dafür wird ein Eintrittspreis in Höhe von fünf Euro fällig.

„Dass wir professionelle Sicherheitsleute brauchen, stand vergangenes Jahr schon fest, doch war da noch die Rede von maximal zwölf.“ Nun sind es 20 und das hat Folgen. Im Klartext bedeute das: „Wenns gut läuft mit Wetter und allem, dann sind wir unsere Rücklagen los, wenn’s schlecht läuft müssen wir Konkurs anmelden.“ Die Suche nach Sponsoren verlief bisher erfolglos.

Um diese Sorgen weiß Riedenburgs Bürgermeister Michael Schneider. Aber: „Es ist einem Veranstalter nicht zumutbar, ohne Hilfe die Verantwortung für tausende Gäste zu übernehmen.“ Gewiss bedeute die Auflage eine finanzielle Belastung – aber sicher nicht das Ende des AAA. Der Umsonst-Gedanke sei edel, aber in der Realität nicht in dieser Größenordnung realisierbar.

Verabschieden vom Umsonst-Credo will man sich trotzdem nicht ganz: „Sollte sich alles zum Guten gewendet haben, wollen wir den Sonntag wenigstens wieder umsonst machen“, so die Organisatoren.

 

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