Kelheim 29.01.2012, 15:37 Uhr

Archäologen erkunden Audi-Standort

Die Arbeiten am neuen Werk des Autobauers in Münchsmünster haben begonnen. Im nächsten Jahr soll produziert werden.


        Der Archäologe Dr. Matthias Leicht untersucht die Spur eines alten Bachlaufs oder Grabens auf dem Gelände des künftigen Audi-Werks. Foto: xpw

Der Archäologe Dr. Matthias Leicht untersucht die Spur eines alten Bachlaufs oder Grabens auf dem Gelände des künftigen Audi-Werks. Foto: xpw

von peter wöllauer, mz

Münchsmünster.

Im 3000-Seelen-Ort Münchsmünster hat die Zukunft begonnen. Mit der Bekanntgabe des Kaufs von rund 40 Hektar Land in der vorigen Woche hat der Autobauer Audi auch seine Ziele für das neue Werk in Münchsmünster offengelegt. Am Donnerstag erläuterten Vertreter von Audi die Pläne des Unternehmens im Gemeinderat Münchsmünster.

Audi hat von der Firma Evonik eine Fläche von 27,2 Hektar auf dem Gelände des Industrieparks Münchsmünster erworben und konnte mithilfe der Gemeindeverwaltung zusätzlich noch daran angrenzende 11,4 Hektar kaufen. Die letztere Fläche soll zunächst nicht bebaut werden. Notwendig wurde die Ansiedlung in Münchsmünster, wie Projektleiter Franz Josef Jörg erklärte, weil Audi in Ingolstadt nicht mehr genügend Platz hat. Dort muss Fläche für die Endmontage und die Lackierung von Fahrzeugen bereit gehalten werden, sodass die Fertigung von Komponenten an andere Standorte ausgelagert werden muss.

In Münchsmünster soll zunächst bis 2013/14 ein Presswerk mit Warmformung für Stahlteile mittlerer Größe entstehen, das Karosserieteile an alle Audi-Standorte liefern wird. Als zweites wird die Bearbeitung von Fahrwerkskomponenten, also von Naben und Bremsscheiben, aus Ingolstadt verlagert.

Viel Lkw-Verkehr erwartet

Besonders wichtig ist die Aluminiumdruckgießerei einschließlich der anschließenden mechanischen Bearbeitung der Teile. Für diese neue Technik, die durch Ersatz von Blechteilen bei den Fahrzeugen Gewicht einsparen soll, existiert bisher erst eine Versuchsanlage. In Münchsmünster soll die erste Fertigung gebaut werden. Da diese Neuerung für die Audi-Modelle vorgesehen ist, die Ende 2013 in Produktion gehen sollen, eilt der Aufbau der Fertigung in Münchsmünster.

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