Kelheim 16.06.2012, 09:11 Uhr

Familienparadies im Tangrintel

Am Freitagnachmittag wurde das Naturerlebnisareal im Rosenthal eröffnet. Dank des großen Engagements der Bürger konnte das Projekt realisiert werden.

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Da staunte die Echse nicht schlecht: So viele Besucher zur Eröffnung des Naturerlebnisareals. Foto: Haala

Da staunte die Echse nicht schlecht: So viele Besucher zur Eröffnung des Naturerlebnisareals. Foto: Haala

Von Heike Haala, MZ

Painten. Ginge es nach den Kindern aus Painten, könnten die Sommerferien jetzt schon losgehen. Das Naturerlebnisareal im Rosenthal wurde am Freitagnachmittag eröffnet. Damit ist Painten um eine Attraktion reicher. Prunkstück des Kleinods ist eindeutig die Eidechse, die mit ihrem Keramikmosaik in der Sonne schillert wie ein Diamant. Die Schulkinder haben sie so dekoriert. Als Belohnung dürfen sie nun auf und in der vorzeitlichen Echse spielen. Das Tier ist so positioniert, dass Schwanzspitze und Maul einen Kringel bilden. Der so entstehende Kreis fasst einen Sandkasten ein.

Die Pfarrer Adrian Latacz und Max Lehnert segneten den Spielplatz im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten. Die Kindergartenkinder und Grundschüler präsentierten Lieder. Der Painter Bürgermeister Willi Dürr lobte das Engagement der Bürger, die das Projekt so zu einem Preis von 70000 Euro realisierbar machten. Die Hälfte davon stammt aus dem EU-Topf Eler. Inge Dunkel-Littel, die Projektplanerin, hatte zusammengerechnet, was das Areal ohne das freiwillige Engagement gekostet hätte: Sie kam auf 180000 Euro.

Kinder liefen für gute Zwecke

Abschluss der Veranstaltung war der Sponsorenlauf: Kindergartenkinder, Schulkinder, verschiedene Abteilungen der SG Painten, Mitglieder der integrativen Laufgruppe Regensburg und weitere Laufbegeisterte starteten, um mit ihren Runden um den Spielplatz Geld für den Verein krebsranker Kinder zu sammeln

Wer danach noch Puste hatte, stürmte das Areal. Das ließen sich die Kinder trotz der Anstrengung des Sponsorenlaufs nicht zwei Mal sagen und eroberten sich ihr neues Paradies. Sicherlich war in der kurzen Zeit bis zum Betthupferl nicht mehr alles zu schaffen.

Gleich nach dem Frühstück am Samstag würden sie wiederkommen, versprach ein Vater seinem Sohn. Aufgrund der Tränenbäche, die dem Kerlchen ob des Abschieds vom Naturerlebnisareal von den Wangen liefen, und der Schluchzer des Fünfjährigen rang sich der Mann auch noch zu einem Blankoscheck für beliebig viel Eis durch, wodurch sich der weinende Mund endlich schloss – wenn dafür auch ein skeptischer Blick zum Vorschein trat: „Ja, aber dann auch wirklich“, insistierte der Bub mit noch bebender Stimme ab. „Jahaaa, und dann so lange, wie du willst“, wurde sich der Vater der Ausmaße seines Versprechens bewusst und war in Gedanken wohl schon dabei die Lektüre für einen langen Tag in der Sonne auszuwählen.

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