Denkmäler sind Magneten
Historische Stätten im Kreis Kelheim öffnen und die Besucher erfahren Interessantes – das findet Anklang bei Einheimischen und Touristen
LANDKREIS. An dem wunderbaren Spätsommertag waren am Sonntag zahlreiche Menschen im Landkreis Kelheim unterwegs, um die offenen Denkmäler zu besichtigen. Wenige konzentrierten sich auf ein Gebäude, die meisten Interessenten besuchten alle offenen Denkmäler in der Region. Das Interesse am „Tag des offenen Denkmals“ war – vom Nachwuchs bis zur älteren Generation – groß. Viele Fragen wurden gestellt und beantwortet. Der Denkmaltag stand dieses Mal im Zeichen des Holzes. Im Landkreis Kelheim fand der „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag zum 20. Mal statt. Nach Einschätzung von Reinhold Niedermeier, Sachbearbeiter in der Unteren Denkmalschutzbehörde im Landratsamt, besuchten insgesamt einige tausend Gäste geöffnete Denkmäler im Kreis.
Mehrere historische Objekte im Landkreis Kelheim besuchte auch die MZ. Durch die Friedhofskapelle St. Nikolaus in Neustadt führte Anton Metzger. Er berichtete von deren Errichtung im Jahre 1412 im Zusammenhang mit dem damaligen Siechenhaus, das für Pest- und Leprakranke errichtet worden sei. Er erzählte gelungen von manchem Kleinod im Inneren der Kapelle.
Kinder unternahmen eine Rallye
Im Archäologischen Museum der Stadt Kelheim herrschte ein stetes Kommen und Gehen. Kinder durften dort eine Museumsrallye unternehmen und konnten dafür kleine Preise einheimsen. Ob Dauer-, Bilder- oder Erdlöcherausstellung, überall herrschte reger Betrieb im Kelheimer Museum. Vor dem Erasmusturm hatte sich eine „Schlange“ gebildet. Inhaber Robert Kreitmaier erzählte den Interessenten von der ehemaligen Kirche und dem Wohngebäude vergangener Tage. Ein Stück Stadtmauer aus dem Jahre 1785 wurde im Ist-Bestand gesichert und ist dort liebevoll und gekonnt, wie vieles andere aus vergangenen Tagen auch, integriert. Eine Sonderführung gab es für ehemalige Bewohner und Nachbarn des Erasmusturmes im Osten der Kelheimer Altstadt. Über diese nette Geste freuten sich vor allem ältere Menschen. Es sei schön, dass frühere Zuhause in der jetzigen Form zu sehen, sagten diese.





