Brand im Hafen richtet Millionenschaden an
Ein Hallenkomplex und ein Getreidesilo sind in Flammen aufgegangen. Der Sachschaden beläuft sich auf eine Million Euro.
Kelheim. Bei einem Großbrand im Hafen Kelheim (Landkreis Kelheim) sind in der Nacht zum Sonntag ein Förderturm und das Dach einer angrenzenden Lagerhalle der Firma Osterhuber in Flammen aufgegangen. Die Polizei spricht nach ersten Schätzungen von „einer Million Euro Schaden“.
Als die Kelheimer Feuerwehr um 1.45 Uhr vor Ort eintraf, stand der Turm neben der Halle bereits in Flammen. In ihm befinden sich nach Angaben des Betreibers Förderbänder, Reinigungsmaschinen und eine Staubkammer. Bis zu 200 Feuerwehrmänner und -frauen waren aus dem ganzen Landkreis waren bei Temperaturen von Minus 18 Grad eingesetzt, um das Feuer zu bekämpfen. Dennoch griff es auch auf das Dach der angrenzenden Lagerhalle über.
„Für uns waren die Größe des Gebäudekomplexes, die Zugänglichkeit zu dem Förderturm und die extremen Temperaturen ein großes Problem“, sagte Kreisbrandrat Nikolaus Höfler in einer eigens am Sonntagvormittag einberaumten Pressekonferenz. Nachdem sich das Öffnen des Hallendaches als sehr schwierig darstellte, wurde sogar eine Dachdeckerfirma hinzugezogen. Die Löscharbeiten hier werden sich nach einer Prognose der Feuerwehr bis zum Sonntagnachmittag hinziehen.
Auch der Rettungsdienst des BRK war mit unzähligen Helfern vor Ort. Fünf Rettungswagen und 43 Helfer sorgten für die Sicherung der Feuerwehr. Und dafür, dass die Einsatzkräfte mit warmen Getränken und Essen versorgt wurden. Dafür wurde auch ein Zelt aufgebaut. „Das wurde von den Feuerwehrkameraden sehr gut angenommen“, sagte BRK-Einsatzleiter Stephan Zieglmeier.
Zur Ursache des Brandes hält man sich noch bedeckt. „Wir können derzeit nichts ausschließen. Aber es gibt momentan keine Hinweise auf Brandstiftung“, sagte Erich Banczyk, Dienststellenleiter der Kelheimer Polizei am Sonntagmorgen.
„Verletzt wurde trotz schwierigster äußerer Bedingungen niemand“, so Kreisbrandrat Nikolaus Höfler. Durch den Brand kam es zu einer massiven Rauchentwicklung. Eine Gefahr für die Umwelt besteht den Angaben der Polizei zufolge aber nicht.



