Kelheim 26.07.2010, 13:46 Uhr

Hopfen leidet unter Hagel und Hitze

Extremes Wetter sorgt für eine unterdurchschnittliche Ernte in der Hallertau. Diese wirkt sich auf die Marktsituation aus.

Sorgenvoller Blick in den Himmel: Unwetter wirken sich auf die Hopfenernte aus.

Sorgenvoller Blick in den Himmel: Unwetter wirken sich auf die Hopfenernte aus.

Hallertau. Die Experten gehen derzeit von eine Hopfenernte in der Hallertau aus, die rund 20 Prozent unter einer Normalernte liegt. Das stellte der Geschäftsführer des Pflanzerverbandes, Otmar Weingarten, bei der Hopfenbauversammlung in Au im Landkreis Freising fest. Mit 25350 Tonnen liegt die derzeitige Schätzung mehr als tausend Tonnen unter dem Ernteergebnis aus 2009. Damals wurden allein durch ein verheerendes Hagelunwetter 5000 Tonnen verloren.

Auch dieses Jahr hatten die Anbauer laut Weingarten mit den Unbilden der Witterung zu kämpfen. Erst sorgte das nasse Frühjahr dafür, dass sie nur schwer mit ihren Fahrzeugen notwendige Arbeiten in den Hopfengärten erledigen konnten. Im Mai gab es Hagel, dem wohl 2500 Tonnen zum Opfer gefallen sind. Noch einmal die selbe Menge könnte die große Hitze auf dem Gewissen haben. Ähnliche Ernteaussichten gebe es auch in anderen Teilen Europas.

So sei damit zu rechnen, dass es in der Hallertau keinen Freihopfen geben wird. Diese Unterversorgung könnte dazu führen, dass den Landwirten die Verlängerung ihrer Kontrakte zu besseren Konditionen angeboten werden.

 

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