Kelheim 30.07.2012, 19:05 Uhr

Passatfahrer mit Schutzengel

Als die Feuerwehr wegen eines brennenden Autos die A93 bei Siegenburg sperrt, rast ein Neumarkter ins Stauende: Fünf Verletzte, 64.000 Euro Schaden.

Der Passat blieb völlig zerstört auf der Autobahn liegen, nachdem er mehrere Lastwagen und Autos gerammt hatte. Foto: Pieknik

Der Passat blieb völlig zerstört auf der Autobahn liegen, nachdem er mehrere Lastwagen und Autos gerammt hatte. Foto: Pieknik

Von Walter Dennstedt, MZ

SIEGENBURG. Einen regelrechten Schutzengel hatte der Fahrer eines neuwertigen VW Passat, der am Montag gegen 11.50 Uhr einen schweren Unfall auf der Autobahn 93 bei Kirchdorf verursachte. Auslöser dazu war ein brennendes Fahrzeug in Fahrtrichtung Regensburg. Wegen eines technischen Defekts hatte gegen 11.13 Uhr zwischen den Anschlussstellen Siegenburg und Abensberg der Personenwagen einer 25-Jährigen aus Weichering Feuer gefangen. Die Feuerwehr aus Elsendorf und Siegenburg rückte mit mehreren Löschzügen an und musste wegen der Löscharbeiten die Autobahn in Fahrtrichtung Regensburg für eine kurze Zeit vollkommen sperren.

Es bildete sich dadurch ein Stau, dessen Ende ein 31 Jahre alter Fahrer aus Neumarkt nach Angaben der Polizei Mainburg zu spät erkannte.

Wie ein Flipper-Ball

Jedenfalls prallte der Passat am Stauende zuerst gegen den Lastwagen eines 46-Jährigen aus Balingen in Baden-Württemberg. Durch den Zusammenstoß wurde der Passat des Neumarkters gegen die rechte Leitplanke katapultiert und prallte von der zurück auf die Fahrbahn. Dort rammte er den Lastwagen eines 36-Jährigen aus Oberkotzau und rammte anschließend ein Taxi eines 46-Jährigen aus Regenstauf.

Dieses Taxi wiederum wurde durch den Anprall des Passat auf einen Skoda eines 49 Jahre alten Autofahrers aus Bad Abbach geschoben. Zugen sprechen davon, dass der Passat wie ein Flipperball hin und her katapultiert wurde. Bei dem Unfall wurden insgesamt fünf Beteiligte leicht bis mittelschwer verletzt.

Im ersten Schreck wurden zwei Hubschrauber zur Unfallstelle beordert. Einer davon landete, der zweite wurde noch in der Luft wieder abbestellt und drehte in Richtung Heimathangar ab. Und auch der Hubschrauber, der auf der Autobahn niederging, brauchte niemanden aufzunehmen, weil sich die Verletzungen als nicht so schlimm wie befürchtet herausstellten.

Sicheres Fahrzeug

Alle fünf Verletzte kamen per Rettungsfahrzeuge auf der Straße in umliegende Krankenhäuser.

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