Kelheim 13.07.2012, 17:44 Uhr

Polizei verfolgt drei Minischweine

Sportliche Kelheimer Beamte setzen der Freiheit dreier Tiere am Donnerstagabend ein Ende. Die Schweinchen waren offenbar aus ihrem Stall ausgebüxt.

Bei einer Kontrolle der „Inhaftierten“ war festzustellen, dass sich die Schweine bei der Polizei „sauwohl“ fühlten. Foto: Polizei

Bei einer Kontrolle der „Inhaftierten“ war festzustellen, dass sich die Schweine bei der Polizei „sauwohl“ fühlten. Foto: Polizei

Riedenburg. Manchmal ist der Einsatz der bayerischen Polizeibeamten tierisch, also quasi eine Sauerei. So auch am Donnerstag, als gegen 22.45 Uhr bei der Polizeiinspektion Kelheim die Mitteilung einging, dass zwischen Buch und Einthal drei Minischweine laufen. Eine Polizeistreife entdeckte die Tier – zwei rosafarbene und ein dunkles – gegen 23 Uhr. Da die Schweine vermutlich aus ihrem heimischen Stall ausgebüxt waren, mussten die Polizisten die Tiere einfangen.

Doch da hatten die Ordnungshüter die Rechnung ohne Wirt, sprich Schwein, gemacht: Die Tiere wollten offensichtlich ihre soeben erlangte Freiheit nicht wieder hergeben und flüchteten. So wurde der Einsatz zum Dienstsport-Ersatz, denn die „sehr sportlichen Beamten der PI Kelheim“, waren eine Stunde auf der „Jagd“. Man wollte aber die Tier auch nicht verstören. Überzeugendes Auftreten und Deeskalationsmethoden, sprich gutes Zureden, um den Kontakt zu den Schweinen aufzubauen, war indes schwierig, aber letztlich erfolgreich: Nach einer Stunde hatten die Schweine Einsicht und ließen sich von den Beamten überreden, dass sie sich in den Kofferraum des Streifenfahrzeugs begaben. Sichtlich erschöpft, etwas verängstigt, jedoch wohl behütet, nahmen die Tiere im Fahrzeug der Polizei Platz. Behutsam wurden sie zur Polizeiinspektion Kelheim verbracht und dort in einer eigens für „Fluchtschweine“ errichteten Arrestzelle (umfunktionierte Garage) untergebracht. Der Besitzer soll sich bitte mit der Polizei Tel.: (09441) 50420, in Verbindung setzen.

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