Kelheim 18.08.2012, 19:00 Uhr

Rosenmüller kam ins Roxy-Kino

Die Erstausstrahlung seines Films „Wer’s glaubt, wird selig“ in Abensberg ließ sich der bayerische Kult-Regisseur nicht entgehen. Seine Fans aus der Babonenstadt arrangierten ein Rahmenprogramm.

Himmlisch ging’s zu im Roxy Kino, Marcus H. Rosenmüller (3.v.li.) hat das gut gefallen. Foto: Rudloff

Himmlisch ging’s zu im Roxy Kino, Marcus H. Rosenmüller (3.v.li.) hat das gut gefallen. Foto: Rudloff

Abensberg. Die Leute standen Schlange vor dem Roxy Kino, die Karten waren heiß begehrt. Marcus H. Rosenmüllers Film „Wer’s glaubt, wird selig“ wurde zum Bundesstart in Abensberg gezeigt, und der dialektliebende „Rosi“ war auch dabei – zum neunten Mal war er schon im Roxy Kino. Wäre das nicht Grund genug, hier einen Film zu drehen? „Wenn die Gerda das Drehbuch schreibt, wird mein erster Film in Abensberg gedreht“, sagte er.

Gerda und Jakob Kroiss haben sich am Donnerstagabend wieder etwas ganz besonderes einfallen lassen: Himmlische Accessoires schmückten das Foyer und den Kinosaal, eine Engelsschar, Petrus und der Aloysius mit Harfe empfingen die Besucher. Wer wollte, konnte sich mit der himmlischen Schar fotografieren lassen, die kostenlosen Fotos lagen nach der Vorstellung zur Abholung bereit. Bevor das 105-minütige, rabenschwarze Spektakel losging, wurde allerhand Programm geboten, das Kulturbeauftragter Martin Neumeyer gewohnt lässig und humorvoll moderierte.

Nach einem Schauspiel der himmlischen Gruppe wurde Rosenmüller auf die Bühne gebeten. Er erzählte von der Arbeit mit Produzentin Susanne Hillebrand, die „mit Hirn und Herzblut“ dabei war. Holger Fuchs, Verkaufs- und Marketingleiter der Constantin, war begeistert von der Aktion in Abensberg, wobei sein Kommentar „was Ihr hier aufgezogen habt, in so einem kleinen Ort“, das Selbstbewusststein der Kinobesucher lauthals zutage förderte.

Mit dem Lied „Wunder gibt es immer wieder“ – in Anspielung auf den Film – bescherten die Zuschauer der Crew auf der Bühne Schönes fürs Auge: Mit Knicklichtern, die Gerda Kroiss im Vorfeld an alle Besucher verteilte, winkten sie Rosenmüller, den ein Heiligenschein schmückte, zu. Geschenke durften auch nicht fehlen: So gab es echtes „St. Daisys“-Wasser für die Ehrengäste.

In „Wer’s glaubt, wird selig“ geht es um einen Skiort in Oberbayern, der, seitdem kein Schnee mehr fällt, wie ausgestorben ist. Ein Wunder muss her, am besten mehrere – und was bietet sich besser dafür an, als die kürzlich verstorbene Schwiegermutter zur Heiligen zu erklären? „Der Film war super, super für die Lachmuskeln“, sagte Sabine aus Nürnberg und konnte sich gar nicht entscheiden, welche Szene ihr am besten gefiel. Franz aus Painten musste nicht lange überlegen: „Die Szene vor dem tödlichen Unfall“, sagte er. „Oder die, in der die Evi im Beichtstuhl mit dem Monsignore abrechnet.“ Beate aus Kelheim fand den Film „makaber, aber ich habe ein Faible für solche Filme“, gesteht sie. (eyr)

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