Kelheim 18.07.2010, 16:00 Uhr

Steinbruchbesitzer in den Startlöchern

Für die Steinernen Brücke in Regensburg werden Steine aus Ihrlerstein benötigt. Das Unternehmen ist bereit.

Fachleute haben die Steinerne Brücke untersucht und schwere Schäden festgestellt.

Fachleute haben die Steinerne Brücke untersucht und schwere Schäden festgestellt.

Ihrlerstein. Ab Herbst wird die Steinerne Brücke in Regensburg saniert. Probebohrungen haben ergeben, dass sich der Grünsandstein aus dem stillgelegten Ihrlersteiner Bruch perfekt für die Ausbesserungen eignen würde.

Doch für den ersten Bauabschnitt besitzt Regensburg noch genügend eigenen historischen Grünsandstein, der im städtischen Bauhof lagert. „Das sind 130 Tonnen Altmaterial von einer anderen Brücke“, erklärte Abteilungsleiter Franz Kastenmeier vom Regensburger Tiefbauamt.

Erst in einem Jahr wüssten die Fachleute, ob sie zusätzlichen Stein benötigten. „Der Ihrlersteiner Grünsandstein ist in der engeren Auswahl“, betonte Franz Kastenmeier. „Ob aber eine Reaktivierung des Steinbruchs notwendig ist, können wir noch nicht sagen.“

Seit der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil im September 2009 verkündet hat, der Grünsandstein von der Brand sei der passende, hofft Ulrich Klösser auf ein positives Signal der Stadtverwaltung. Dem Unternehmer, der in Kelheim aufgewachsen ist, gehört der aufgelassene Ihrlersteiner Bruch.

Eine Reihe von Vorarbeiten für die nötige Abgrabungsgenehmigung des Landratsamtes Kelheim hat Klösser bereits erledigt. „Wir stehen in den Startlöchern“, sagte er zur MZ. Unter anderem hat er ein Lärm- und Erschütterungsgutachten beim TÜV in Auftrag gegeben. „Die Grenzwerte würden eingehalten“, sagt Rosenmüller. Vom Lärm her sei „das Ganze in den Griff zu bekommen“.

Doch die Umweltschutzingenieurin der Behörde habe das Gutachten noch nicht abschließend bewertet. Unklar sei auch, ob die Zufahrt über einen öffentlichen oder einen privaten Weg verlaufen werde. „Wir werden alle Vorschriften einhalten“, verspricht Ulrich Klösser. Das Landratsamt sei da „sehr pingelig“. Im übrigen handle es sich nur um einen „Mini-Steinbruch“.

Die Sanierung der Steinernen Brücke ab September oder Oktober wird mit den Nordbögen auf der Stadtamhofer Seite starten. Derzeit steht nur das Gerüst, Bauforscher untersuchen das Wahrzeichen. „Herr Klösser muss warten“, stellt Franz Kastenmeier vom Tiefbauamt fest.

 

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