Kelheim 21.07.2010, 11:52 Uhr

Tafel soll Pilgern den Jakobus-Weg weisen

2200 Kilometer vor dem Ziel sorgt in Kelheimwinzer ein neuer Ruheplatz für Erholung der Fuß- und Radwallfahrer.

Pfarrer Rösl (re.), selbst pilgererfahren, erklärt den Weg. Foto: wm

Pfarrer Rösl (re.), selbst pilgererfahren, erklärt den Weg. Foto: wm

KELHEIMWINZER. Bis zu 300 Pilger am Tag radeln in Spitzenzeiten an der Kirche St. Jakobus in Kelheimwinzer vorbei. 2200 Kilometer sind es von hier zum legendären Grab des hl. Apostels Jakobus d. Älteren im spanischen Santiago de Compostela. Eine gewaltige Strecke, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut.

„Die Pilger sind früher immer zum Trinken in den Friedhof gegangen. Jetzt haben wir einen Sitzplatz und einen öffentlichen Trinkwasserhahn“, freut sich Pfarrer Herbert Rösl. Pünktlich zum Patrozinium mit Pfarrfest am Sonntag wurde nun in dieser Woche auch noch eine Tafel aufgehängt, die die wichtigsten Stationen des Pilgerweges im Landkreis aufzeigt. Sie bringt die Sanierung der mit ihrer schlichten Eleganz auffallenden alten Kelheimwinzerer Kirche, die seit 1998 lief, zu einem guten Ende.

Für den Pilgerweg könnte diese Woche im wahrsten Sinne des Wortes wegweisend werden. „Die Beschilderung in Deutschland ist anders als in Spanien oder Frankreich relativ schlecht“, sagt Klaus Amann vom Landschaftspflegeverein VöF. Das soll sich ändern und so wollen die 35 Regionen, durch die der Weg verläuft, ein gemeinsames Konzept mit entsprechendem Förderantrag für Bayern einreichen. „Wir zeigen hier, wie so etwas im Kleinen gehen kann“, verweist Amann auf den Vorbildcharakter des kleinen Rastplatzes.

Pilger sind übrigens beim Pfarrfest am Sonntag herzlich willkommen. Wer sich entsprechend ausweisen kann, erhält nach dem Gottesdienst um 9 Uhr einen Verzehrgutschein für das Fest. (wm)

 

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