Wenn es beim Kommandanten brennt
Der Peisinger Feuerwehrchef Alfred Hofstetter ist mit seiner Familie selber Opfer eines Hausbrands geworden.
Völlig zerstört: Das Schlafzimmer, in dem der Brand ausgebrochen ist. Foto: lhl
PEISING. Alfred Hofstetter ist sichtlich mitgenommen. Er, der als Kommandant der Peisinger Wehr sonst immer zur Stelle ist, wenn es gilt, anderen in einer Notlage zu helfen, ist nun mit seiner Familie selbst Opfer eines Brandes geworden. Im Schlafzimmer war am Sonntagnachmittag ein Brand ausgebrochen, vermutlich durch einen technischen Defekt an einer Lampe des Kleiderschranks.
Auch die überall im Haus installierten Rauchmelder halfen nichts, denn die Familie war zu dieser Zeit am Hafenfest in Regensburg. Ein Kamerad von der Feuerwehr verständigte Hofstetter. Nachbarn hatten Rauch in dem Haus bemerkt und die Wehr alarmiert. Die Peisinger Wehr rückte sofort aus.
Am Tag danach ist die Hitze verschwunden, aber die Spuren des Brandes sind vom Keller bis zum Dach zu sehen. Der massive Schrank, in dem das Feuer ausgebrochen ist, ist komplett schwarz, auf dem Boden liegt verkohltes Holz. Hofstetter klaubt ein Metallstück aus den schwarzen Brocken. „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“ wird sichtbar, wenn man den Ruß wegwischt. Es ist die Gürtelschnalle der Feuerwehruniform.
Auch im Zimmer des älteren Sohns Benedikt hat der Rauch das helle Holz dunkel gefärbt. Die Feuerwehr-Rot gestrichene Wand hat schwarze Schlieren. Nur Benedikts kleine Garderobe an der Wand, ein Feuerwehrauto, schaut noch recht frisch aus. „Bis wir da wieder einziehen können, das dauert eine Weile“, sagt Alfred Hofstetter.
Glück im Unglück: Gleich nebenan bei den Eltern kann die vierköpfige Familie unterkommen, bis sie wieder ein eigenes Heim hat.



