Kelheim 30.04.2012, 12:29 Uhr

Zuschauer hatten viele Schutzengel

Drei Zuschauer werden bei einem Unfall beim Neustädter Speedway-Rennen verletzt. Über Konsequenzen wird nachgedacht.


        Wo eigentlich Motorräder rasen sollten, standen am Sonntag die Rettungskräfte. Foto: Reichmann

Wo eigentlich Motorräder rasen sollten, standen am Sonntag die Rettungskräfte. Foto: Reichmann

von Jochen Dannenberg, mz

Neustadt/Donau.

Neustadt. Der Schock sitzt tief. Der Unfall beim Qualifikationslauf zur U21-Weltmeisterschaft im Speedway am Sonntag beschäftigt die Menschen. Tausende Besucher erlebten, wie kurz vor Ende des Wettkampfes zwei Motorräder miteinander kollidierten. Eine Maschine wurde in die Zuschauerränge katapultiert, drei Personen wurden verletzt (die Mittelbayerische berichtete).

Es ist der erste schwere Unfall in der Geschichte des Neustädter Motorradrennsports. Seit Jahrzehnten pilgern die Fans in jedem Frühjahr ins Anton-Treffer-Stadion. Allenfalls kleinere Unfälle hatte es gegeben, meist endeten sie glimpflich. Lediglich die Rennfahrer und ihre Maschinen waren die Leidtragenden. Doch dieser Sonntag war anders. Bereits am frühen Nachmittag waren zwei Rennfahrer miteinander kollidiert, dann – um 16.30 Uhr – kam es beinahe zur Katastrophe.

„Wenn man das, was am Sonntagnachmittag passiert ist, jetzt betrachtet“, sagt Bürgermeister Thomas Reimer, der das Rennen besucht hatte, „haben die Zuschauer ein ganzes Heer von Schutzengeln um sich gehabt.“ Das gelte insbesondere für das Mädchen, das mit Unterschenkelverletzungen ins Krankenhaus geflogen wurde. Reimer hatte am Montagvormittag mit Angehörigen gesprochen. Er sagte, er hoffe, dass keine weiteren Schäden zurückblieben. Max Saliger, Rennleiter des MSC Neustadt, der das Rennen veranstaltet hatte, sagte: „Priorität haben für uns jetzt die verletzten Zuschauer. Wir hoffen, dass sie so schnell wie möglich gesund werden.“

Ob und wenn welche Konsequenzen der Unfall vom Sonntagnachmittag ist derzeit völlig offen. „In den nächsten Tagen wird es eine Besprechung in der Vorstandschaft des MSC Neustadt geben“, sagte Max Saliger. Dabei werde geklärt, wie es mit der traditionsreichen Veranstaltung weitergeht.

 

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