mz_logo

Kelheim
Donnerstag, 18. Januar 2018 7

Systemwechsel

Bauhof idealer Ort für Elektroantrieb

Im Bauhof Abensberg soll ein Auto eingesetzt werden, dass mit Strom fährt. Hans Schmid hofft, dass das nur der Anfang ist.
Von Wolfgang Abeltshauser

Hans Schmid will Strom als Kraftstoff zapfen. Foto: Uwe Anspach dpa

Abensberg.Eigentlich geht es nur darum, ein Fahrzeug der Bauhofflotte zu erneuern. Stadtwerke-Chef Hans Schmid hat aber eigentlich weit Größeres vor. Im Auge hat er, ein E-Mobil anzuschaffen. Und zwar als Start in eine grundsätzliche Umrüstung des Fuhrparks – weg vom Benzin- und Dieselantrieb hin zur E-Mobilität.

Im Gespräch mit unserem Medienhaus macht er aus seinem Herzen keine Mördergrube. Schon länger mache er sich Gedanken. Nicht nur die Post denkt daran, auf Strom als Kraftstoff zu setzten. Und in einer Stadt wie Abensberg, in der viel elektrische Energie aus der Sonne gewonnen wird, liegt der Gedanke ja auch Nahe. Immerhin ist Schmid Mitglied des Energiebeirats der Stadt. Der sich auch über diese Themen austauscht.

Der erste konkrete Schritt wäre, dass der Bauausschuss Anfang kommenden Jahres Schmids Plan genehmigt. Und ein Auto auf Leihbasis angeschafft wird. Es soll bei den Malerarbeiten des Bauhofs eingesetzt werden. Eine einfache Ladestation müsste dann noch auf dem Bauhofgelände installiert werden. Was aber kein Problem sei.

Sicherlich wäre es möglich, ein Fahrzeug zu kaufen. Was Schmid derzeit aber nicht für sinnvoll hält. Denn die gewünschte Infrastruktur für Elektroautos gibt es noch nicht. Er denkt aber, dass dies wohl nur noch eine Sache von wenigen Jahren ist.

Grundsätzlich ist in seinen Augen ein Fuhrpark eines Bauhofes, von Stadtwerken oder einer kommunalen Verwaltung ideal, um dort auf Strom als Antriebsenergie zu setzen. Haben Elektroautos doch eine eher geringer Reichweite. Und Ladestationen gibt es bei weitem nicht so flächendeckend wie Tankstellen. Was einen Privatmann vielleicht abschreckt, weil er auch Urlaubsfahrten über hunderte von Kilometern im Kopf hat, stört Schmid nicht. Denn die Fahrzeuge im Bauhof etwa würden eher geringer Strecken hinter sich bringen. Und regelmäßig zum Hauptquartier zurückkehren, wo sie wieder aufgeladen werden können. Angst, mit einer leeren Batterie liegenzubleiben, müsse da kein Fahrer haben.

Schmid hält Speicherlösungen, bei denen Akkus mittels Sonnenenergie aufgeladen werden können, für sehr interessant. Das wäre eine Technologie, die auch realistisch eingesetzt werden könnte. Im Sommer, wenn früh am morgen schon Sonnenlicht vom Himmel scheint, könnten die Fahrzeuge einige Stunden aufgeladen werden. Was dann reichen würde, um sie für den Rest des Tages einsetzen zu können.

Es blutet ihm ohnehin das Herz, wenn er darüber nachdenkt, dass die große Menge an Solarstrom, die in Deutschland täglich produziert wird, nicht sinnvoll gespeichert werden kann. Auch da könnten Elektroautos mit entsprechender Batterie-Technologie helfen. Sie könnten als Speicher dienen. Ideal wäre es, den Strom dort auch wieder abzapfen zu können.

Bei manchen Marken sei der Preisunterschied zwischen Elektroauto und herkömmlichem Fahrzeug noch ganz schön happig. Aber auch da hat sich der Stadtwerke-Chef schon umgeschaut. Es gebe durchaus Marken, die seien preislich da, wo bekannte deutsche Autobauer für Benziner oder Dieselfahrzeuge ihre Preise angesetzt haben.

Nicht nur die Infrastruktur für den Bauhof soll in Sachen E-Mobilität verbessert werden, auch für die privaten Fahrer wollen die Abensberger Stadtwerke etwas bieten.

Hans Schmid kündigt an, dass auf die Gillamooswiese eine weitere Stromtankstelle platziert werden soll. Bisher gibt es an der Abens im Bereich des ehemaligen E-Werks eine Ladestation.

Hier finden Sie weitere Artikel über Abensberg.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht