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Freizeit & Tourismus
Montag, 11. Dezember 2017 11

Kreativ

Besondere Müllmänner und tolle Stimmen

Am Sonntag ging in Abensberg „Jugend gestaltet Freizeit“ zu Ende. Es war ein farbenfrohes Feuerwerk der Kreativität.
Von Wolfgang Abeltshauser

  • Wer ist das? Es sind die Jungs vom Spielmannszug Siegenburg.

Abensberg.Die jungen Künstlerinnen und Künstler zeigten viel Überraschendes. Langweilig wurde es da in der Josef-Stanglmeier-Halle nicht. Beispiel gefällig: Im Programm war ein Auftritt des Siegenburger Spielmannszuges vorgesehen. Ein jeder hatte da wohl übliche Melodien und traditionelle Kostüme erwartet. Weit gefehlt! Acht Jungs der Formation traten im Müllmannoutfit und mit Mülltonnen vor‘s Publikum. Sie hatten jede Menge ungewöhnliche Schlaginstrumente dabei – etwa Bratpfannen. Und zeigten so eine tollen Auftritt, bei dem sie ihr Rhythmusgefühl deutlich zum Ausdruck brachten. Und sie bewiesen, dass Johannes Paintl – der Chef der Josef-Stanglmeier-Stiftung – davor nicht gelogen hatte. Er sprach von „grandiosen Beiträgen“ und von einer großen Bandbreite. Wieder einmal hatten sich Teilnehmer etwas ganz besonderes einfallen lassen. Der Applaus blieb da selbstverständlich nicht aus. „Die Jugendlichen gestalten ihre Freizeit mit viel Engagement“, freute sich darüber der Landrat Martin Neumeyer. Insgesamt gab es heuer alleine im Landkreis Kelheim 966 Teilnehmer bei der Veranstaltungsreihe. Die gibt es außerdem in der Stadt Landshut und den Landkreisen Dingolfing-Landau und Cham. Auch von dort gab es Beiträge in der Abschlussveranstaltung.

Die Ballettschule Hoffmann ist regelmäßig zu Gast bei „Jugend gestaltet Freizeit“. Immer wieder schaffen es die jungen Tänzerinnen und Tänzer auch in die Abschlussveranstaltung. Diesmal gab es aber kein Ballett zu bewundern. Es gibt auch eine Hip-Hop-Gruppe. Und die brachte so richtig Stimmung in die Bude.

David Rückerl (Klavier) und Alexander Stelzl sind Urgesteine der Veranstaltung. Kommendes Jahr sind sie jedoch zu alt für einen erneuten Auftritt. So gaben sie kurzerhand gemeinsam ein Stück zum Besten, das sie nach eigener Aussage erst einige Stunden vor dem Auftritt zusammengestellt hatten. Es war ein Boogie, bei dem auch Kinderlieder wie „Alle meine Endchen“ eingebaut waren.

Mit einem Song von Rihanna begeisterte Noemi Riedel die Zuhörer. Die Gymnasiastin beeindruckte mit einer tollen Stimme. Und hätte wohl mit dem Auftritt bei so mancher Talentshow, wie sie in diesen Tagen im Fernsehen zu verfolgen sind, ein gute Figur gemacht. Nach dem Auftritt erhielt sie eine innige Umarmung von Katharina Walter, die sie am Klavier begleitete. Die hatte sie auch verdient.

Hatten im vergangenen Jahr beim Finale die kleinen Judoka des TSV Abensberg ihren Auftritt, waren diesmal die jungen Turnerinnen des Vereins an der Reihe. Sie zeigten tolle Akrobatik und holten sich absolut verdient jede Menge Applaus des Publikums ab.

Wer dachte, in der 38. Auflage der Veranstaltungsreihe müsse es sicherlich langweilig werden, der irrte gewaltig. Immer wieder gibt es was Neues. Die Gruppe „Ashanti“ aus Landshut hatte sich indische Tänze vorgenommen. Das war schon allein wegen der farbigen Kostüme ein Genuss für die Augen – und die Tänze sowieso.

Barbara Köbler und Sabrina Eichenseher (Klarinette) sowie Markus Gassner (Klavier) hatten sich ein Konzert von Felix Mendelssohn Bartholdy vorgenommen. Stücke aus der Klassik wie dieses machen nach wie vor einen großen Teil der Auftritte der Veranstaltungsreihe aus.

Für Felicitas Wutz und Lena Bscheid aus dem Landkreis Cham war es ein besonderer Auftritt in der Josef-Stanglmeier-Halle. Denn es war das erste Mal, dass sei bei „Jugend gestaltet Freizeit“ mit dabei waren. Sie hatten ein weihnachtliches Stück für ihre Zuhörer. Spielten auf den Harfen eine Melodie aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.

Dieses Instrument gab es schon länger nicht mehr zu hören beim Finale. Das stellten Moderator Anton Stark fest. Amelie Aigner hatte noch dazu eine Sonate eines eher unbekannten Komponisten – Bernhard Romberg – im Gepäck. Für die Gäste gab es also gleich mehrere Gründe, gut zuzuhören.

Es ist Tradition: Immer zum Beginn am Sonntag-Nachmittag in der Judohalle spielt ein Orchester auf. Diesmal hatte es die Big Band des Gabelsberger-Gymnasiums aus Mainburg in die finale Veranstaltung geschafft. Die jungen Musiker hatten das Stück „Soul Man“ für ihr Publikum mit dabei. Da wurden die Zuhörer gleich mal locker.

Quirin und Luis Kuffer spielten mit dem Akkordeon auf. Die beiden Jungs aus Mainburg waren mit die jüngsten Interpreten am Sonntagnachmittag. Sie zählen zehn und elf Lenze alt. Es war eigentlich ein typischer Auftritt. Denn aus der Hopfenstadt kommen nicht selten Darbietungen, die ihre Wurzeln in der bayerischen Volksmusik haben.

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Abschlussveranstaltung Jugend gestaltet Freizeit

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