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Freizeit & Tourismus
Donnerstag, 18. Januar 2018 7

Weihnachten

Ein Kelheimer Menü mit Wow-Effekt

Manuel Kellner freut sich aufs erste Fest mit dem kleinen Lukas. Für die MZ hat der Koch drei Gänge samt Cocktail parat.
Von Beate Weigert

  • Manuel Kellners Variation vom Bratapfel Foto: Weigert
  • So sieht die 3-D-Apfel-Silikonform von oben aus Foto: Weigert
  • So sieht die 3-D-Apfel-Silikonform von unten aus Foto: Weigert
  • Der „Apfel“ bekommt seine Farbe. Foto: Weigert

Kelheim.Erst erntet sie derzeit reihenweise verwunderte Blicke, dann kommt der Aha-Moment. Manuel Kellner vom gleichnamigen Gasthof im Kelheimer Ortsteil Gundelshausen tischt momentan insbesondere den Besuchern von Weihnachtsfeiern unter anderem seine „Interpretation vom Bratapfel 2017“ auf.

Der hellpinke Apfel kommt entgegen der Erwartung nicht dampfend aus dem Backofen, sondern aus der Kühlung. Im Inneren warten eine Mascarponecreme mit „bissigem“ Kern. Knuspriger Marzipancrumble und ein Apfelsorbet begleiten den „Bratapfel“. Bei Kellners Gästen bereitet der regelmäßig einen Überraschungseffekt.

Schmorgericht und 3-D-Dessert

Den MZ-Lesern verrät Manuel Kellner vor Weihnachten gerne das Rezept. Wer auf die Schnelle keine 3-D-Silikonform auftreibt oder bereits besitzt, kann die Creme auch im Glas anrichten.

Die Steckrübensuppe mit Kernöl Foto: Weigert

Dazu gibt es vorab eine Steckrübensuppe und geschmorte Ochsenbackerl. Beides lässt sich auch schon am Tag zuvor zubereiten. Dann müssen die Köche zuhause nur noch alles warm machen, schön anrichten und fertig ist das Festmenü. Zu Unrecht war die Steckrübe lange Zeit nur als Futter für die Tiere im Stall bekannt, sagt der 29-Jährige. Das habe sich aber längst geändert. Sie sei ein tolles Gemüse, das nicht nur vegetarische Restaurants auf dem Schirm haben sollten.

In die mit vielen weihnachtlichen Gewürzen gepimpte Soße zum geschmorten Hauptgang kommt ganz zum Schluss ein kleines Bisschen gehackte Zartbitterschokolade. „Die rundet den Geschmack ab und gibt der Soße einen leichten Glanz“, so einer der Tipps von Manuel Kellner.

Koch Manuel Kellner aus Gundelshausen Foto: Weigert

Bis kommenden Freitag geht es mit Weihnachtsfeiern noch rund in dem Gundelshausener Familienbetrieb. Am Samstag wie an Heilig Abend wird im Gasthof noch einiges vorbereitet für ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag. Aber ab 17 Uhr sollte dann auch bei Kellners weihnachtliche Ruhe einkehren.

Am meisten freut sich der Junior-Chef darauf, dass die ganze Familie zusammenkommt. „Das Schönste ist, dass alle Zeit füreinander haben und wir mal in Ruhe zusammensitzen können.“ Lustig wird’s wohl auch. Denn wenn die Eltern, die beiden Schwestern Simone und Christina mit ihren Partnern, seine Frau Julia und deren Eltern und der jüngste Spross der Familie, sein zweieinhalb Monate alter Sohn Lukas, zusammen sind, gibt es auch immer etwas zu lachen.

Der Hauptgang: Geschmortes Ochsenbackerl aus dem Weihnachtssud mit Serviettenknödel, Blaukraut und Portwein-Gewürzsauce Foto: Weigert

Der Wecker klingelt um 5.30 Uhr

Lukas wird zwar erst beim nächsten und übernächsten Weihnachten so richtig staunen über die vielen Lichter am Christbaum und seine ersten Geschenke auspacken. Für seine Eltern ist er bereits jetzt das größte Geschenk. Das Beste an dieser Weihnacht ist, dass Manuel, Julia und Lukas erstmals als kleine eigene Familie in der Familie feiern.

So sieht der fertige „Bratapfel“ innen aus. Foto: Weigert

Das Essen fällt bei Kellners an Heilig Abend traditionell aus. Es gibt Würstl und verschiedene Käse-Wurst-Platten, geräucherten Lachs. So war es schon zu Manuels Kindertagen und so ist es bis heute. Zu lange dürfen Kellners an Heilig Abend dann auch nicht feiern. Denn die Wecker klingeln am nächsten Morgen früh. Der von Manuel so um 5.30 Uhr. Dann geht’s in die Küche. Denn die meiste Arbeit wartet trotz allem an den Weihnachtsfeiertagen selbst, weil das Allermeiste frisch zubereitet wird. Wer zuhause die Bratapfel-Überraschung nicht selbst zubereiten will, findet sie über Weihnachten auch auf der Kellners Speisekarte.

Marco Lakottas „Absolut Winter“ Foto: Lakotta

Wer Heilig Abend bei einem Cocktail ausklingen lassen will, der könnte sich einen „Absolut Winter“ shaken. Das Rezept zu dem Wodka-Drink mit heißem Apfelsaft stammt von Kellners Freund Marco Lakotta von der Regensburger Bar „Meyer Lansky“.

Alle Rezepte zum Ausdrucken finden Sie hier.

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Das sind die Gerichte

  • Cremesuppe von der Steckrübe mit Kernöl (4 P.):

    Zutaten: 500 g Steckrübe geschält und in Würfel geschnitten, 1 Zwiebel in Würfel geschnitten, 1l Brühe oder Wasser, 250ml Sahne, 100 ml Weißwein, 2 El Butter, Salz, Zucker, Pfeffer, Ingwer, Zitrone, Muskatnuss; Kernöl zum Garnieren

  • Geschmortes Ochsenbackerl

    aus dem Weihnachtssud mit Serviettenknödel, Blaukraut und Portwein-Gewürzsauce: Die Liste der Zutaten, die es neben 4 großen Ochsenbackerln (à 350 g; küchenfertig) braucht, finden sie online auf unserer Internetseite: www.mittelbayerische.de/kelheim

  • Interpretation vom Bratapfel 2017

    – Apfelsorbet, Apfel-Mascarponecreme und Marzipancrumble: Zutaten Apfelsorbet: 350 g grünes Apfelpüree, 30 ml Apfelsaft, 50g Zucker, 30g Glukose, ½ Limette Saft und Abrieb. – Die Zutaten für die weiteren Komponenten des Desserts gibt es online, siehe Link im Haupttext.

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