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Freizeit & Tourismus
Freitag, 15. Dezember 2017 6

Sitzung

Kaiser-Therme zog nicht so wie 2016

In den ersten neun Monaten kamen um zwei Prozent weniger Gäste in die Einrichtung als im Vergleichszeitraum 2016.
Von Gabi Hueber-Lutz

Bei der Sauna gab es zwar ein leichtes Plus, aber das Bad besuchten fast vier Prozent weniger Menschen. Foto: Kaiser-Therme

Bad Abbach. Auf „schönes, kaltes Winterwetter“ hofft Katrin Landes, die Leiterin der Kaiser-Therme. Das würde sich nämlich sicher noch positiv auf die Jahresbilanz der Besucherzahlen auswirken. Im Moment liegen sie für den Zeitraum von Januar bis September nämlich zwei Prozent hinter den Zahlen des gleichen Vorjahreszeitraums. Aber im September war die Frequenz schon wieder nach oben gegangen. Da habe man sich im niederbayerischen Vergleich sehr positiv positioniert, wie der Leiter des Zweckverbands, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, bei der jüngsten Zweckverbandssitzung sagte.

Das Minus sinkt

Positive Zahlen gab es auch vom Wirtschaftsplan. Hochgerechnet bis Dezember werden am Ende des Jahres 200 000 Euro mehr in der Kasse sein als veranschlagt. Damit sinkt das erwartete Minus auf 1,56 Millionen Euro. Der Betrieb der Kaiser-Therme trägt sich nicht selber, deshalb zahlen die drei Partner im Zweckverband eine jährliche Umlage. Im Haushalt für das kommende Jahr ist diese Umlage gleich geblieben. Der Bezirk Niederbayern zahlt 720 000 Euro. Der Landkreis Kelheim und der Markt Bad Abbach zahlen jeweils 240 000 Euro. Einstimmig beschlossen die Zweckverbandsmitglieder den neuen Haushaltsplan. Er veranschlagt im Erfolgsplan für 2018 ein Minus von gut 1,3 Millionen Euro. Die Ausgaben liegen bei 3,6 Millionen Euro, die Einkünfte bei 2,3 Millionen Euro. Der Vermögensplan sieht 1,885 Millionen Euro in den Einnahmen und den Ausgaben vor. Als wichtigste Maßnahme schlägt der Ausbau des Umkleidebereichs im Untergeschoss der Therme mit rund 400 000 Euro zu Buche.

Der Wohnmobilstellplatz an der Kaiser-Therme in Bad Abbach erfreut sich großer Beliebtheit. Foto: Hueber-Lutz

Im nächsten Jahr wird die Therme 25 Jahre alt. Das wirkt sich auch auf ihren Haushalt aus. Weil der größte Teil der Abschreibungen nun wegfällt, führe das zu Ergebnisverbesserungen, sagte Landes.

Gute Ergebnisse brachte eine Umfrage unter den Nutzern des Wohnmobilstellplatzes an der Therme. 120 Fragebögen aus dem Monat August waren ausgewertet worden. Die Nutzer gaben dem Stellplatz jeweils die Note 1,8 beim Punkt Gesamtzufriedenheit und beim Punkt Preis-Leistungs-Verhältnis. 31 Prozent der Wohnmobilisten nutzten das Bad. Bei der Sauna waren es nur 18 Prozent. Ein Wert, der wohl dem Umfragemonat August geschuldet ist. Das Wichtigste an dem Standort ist den Besuchern die ruhige Lage, die Sauberkeit und die sehr gute Busanbindung nach Regensburg. Im kommenden Jahr wird die Stellplatzgebühr von elf auf zwölf Euro pro Nacht und Wohnmobil angehoben.

Milonzirkel: Nutzung wird günstiger

Drastische Preissenkungen gibt es für die Nutzung des Milonzirkels, damit er besser genutzt wird. Die Gebühren liegen nun bei 24,90 Euro pro Monat für das reine Training im Zirkel. Möchte man gleichzeitig auch noch eineinhalb Stunden ins Bad gehen, kostet das pro Monat 49,90 Euro. Zirkel und Bad können täglich genutzt werden. Die Laufzeit des Vertrags sollte eigentlich 24 Monate betragen. Verbandsrat Konrad Obermüller plädierte für zwölf Monate, da so eine lange Laufzeit die Nutzer abschrecke. Das wurde dann schließlich auch beschlossen.

157 088 Besucher

  • Thermennutzer:

    Von Januar bis September dieses Jahres kamen 157 088 Besucher in die Kaiser-Therme. Das waren zwei Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bei der Sauna gab es zwar ein leichtes Plus, aber das Bad besuchten fast vier Prozent weniger Menschen. Im Ranking der fünf niederbayerischen Thermen belegt Bad Abbach mit diesen Zahlen den zweitbesten Platz.

  • Übernachtungszahlen:

    Zehn Prozent mehr Übernachtungen in Bad Abbach von Januar bis Juni ’17 verglichen mit dem ersten Halbjahr’16 verzeichnet die Statistik. Insgesamt kamen mehr Gäste, sie blieben auch etwas länger als 2016.

  • Veränderung:

    Wie Thermen-Leiterin Katrin Landes sagte, wird sie die Leitung der Therme im Frühjahr abgeben und in Elternzeit gehen. Sie steht seit April 2015 an der Spitze der Therme. (lhl)

Auf Nachfrage unseres Medienhauses nahm die Thermenleiterin zu einem Schreiben Stellung, das unsere Zeitung erreichte. Ein Besucher beschwert sich darin, dass von der Decke dunkle Fetzen herabhängen und im Café der Putz meterweise abblättert. Dazu sagte Landes, dass die Wand im Café durch einen Wasserschaden beschädigt war und schnellstmöglich getrocknet und neu gestrichen wurde. Die „dunklen Fetzen“ seien ein Flies, das vor 25 Jahren verbaut wurde, nun brüchig wird und zwischen den Holzstäben hervorschaut. Wollte man es entfernen, müsste die gesamte Dachkonstruktion geöffnet werden, was mit immensen Kosten verbunden sei. Deshalb werden hervorschauende Stücke jeweils außerhalb der Öffnungszeiten entfernt. Aber leider könne es auch im laufenden Betrieb vorkommen, dass sich ein Stück löst.

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