mz_logo

Gemeinden
Samstag, 16. Dezember 2017 3

Abschied

Den großen Henkelpott für Inge Klein

Die Bayernfans aus Sandharlanden verabschieden ihre langjährige Vizepräsidentin mit einem außergewöhnlichen Geschenk.
Von Wolfgang Abeltshauser

Daniel Hoffmann (l.) und Franz Handschuh überreichten Inge Klein das außergewöhnliche Abschiedsgeschenk.Foto: eab

Abensberg.Fast schien es so, als wollte Franz Handschuh den Pokal doch nicht herausrücken. Dann tat er es doch: Zum Abschied für seine Stellvertreterin hatte sich der Präsident des FC-Bayernfanclubs Sandharlanden ein ganz besonderes Geschenk ausgedacht. Inge Klein bekam bei der Jahresversammlung im Sportheim, Waldstadion 1, eine Nachbildung des großen Henkelpotts geschenkt. Des Pokals, den der Kapitän des Gewinners der Fußball-Champions-League in den Himmel stemmen darf.

Die Freude war groß

Die Freude war groß – und das Geschenk absolut berechtigt. War Klein doch seit 2003 Vizepräsidentin des Clubs. Seinerzeit war ihre Wahl der Mittelbayerischen sogar ein eigener Artikel wert. Sie war die erste Frau in einer solchen Position. „Du warst für uns die Mutter im Verein“, lobte Handschuh. Und auch der ehemalige zweite Bürgermeister Anton Kiermeier, der die Wahlen zum Vorstand des Clubs leitete, hatte besondere Worte parat: „Sie war immer eine Augenweide für den Verein.“

Die Wahl an sich machte keine Probleme. Für die nach eigenem Wunsch ausscheidende Inge Klein rückt Daniel Hoffmann auf den Posten des Stellvertreters. Wie Franz Handschuh, der weiterhin den Club führt, gab es für ihn keine Gegenstimme. Der Fanclub stößt mittlerweile an seine Grenzen. „Mit 266 Mitgliedern gehören wir zu den größten im Landkreis“, freute sich Franz Handschuh in seinem Jahresbericht. Was aber auch bedeutet, der Verein solle nicht mehr unbedingt wachsen. „Wir werden nur noch Mitglieder aufnehmen, die einen Bezug zum Dorf haben“, betonte der Präsident. Allzuviele Anfragen bezüglich Mitgliedschaft gebe es mittlerweile von Auswärtigen. Die hätten es aber vor allem auf Eintrittskarten für die Allianz-Arena abgesehen.

Stolz auf die eigene Fahne

Um die alteingesessenen Sandharlandener Mitglieder zu schützen, gebe es diesen Aufnahmestopp. Sonst würden diese nämlich allzu oft leer ausgehen, wenn Karten verteilt werden. Der Club erhält laut Handschuh für fünf Bundesliga-Heimspiele pro Saison Eintrittskarten zugeteilt. Außerdem gibt es Tickets für das eine oder andere Auswärtsspiel. Allerdings sind das immer nur wenige Karten.

Stolz sind die Sandharlandener auf ihre Stadionfahne. Das Transparent begleitet die Vereinsmitglieder seit 2014 zu jeder Stadionfahrt. Und Franz Hanschuh hatte sie auch mit im Gepäck, als er vergangenes Jahr beim München-Marathon Streckenposten war. So mancher Läufer habe sich daran erinnert, dass er auch schon einmal beim Silvesterlauf mit dabei war. Auf alle fälle sei man so ein guter Botschafter für das Spargeldorf.

Schriftführer Albert Müller blickte auf das Jahr 2014 zurück. Ein großer Erfolg war der Familientag im Juni, bei dem über 70 Teilnehmer gezählt wurden. Handschuh kündigte an, die Veranstaltung in diesem Jahr zu wiederholen. Sein Höhepunkt im abgelaufenen Jahr war das Spiel gegen Stuttgart. Die Sandharlandener waren im Stadion, als es die Schale für die deutsche Meisterschaft gab.

Dieses Jahr wollen die Mitglieder einen Vereinsausflug angehen. Dabei soll es sportlich zugehen. Mit dem Fahrrad wird von Sandharlanden aus der Biergarten in Ratzenhofen angesteuert. Notwendig wird ein neues Vereinslogo. Denn das Alte, in dem das FC-Bayern-Wappen eingearbeitet ist, dürfe so nicht mehr verwendet werden. So sagt es der große Club aus München. Angeschafft werden soll eine neue Vereinskleidung.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht