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Samstag, 16. Dezember 2017 10

Justiz

Angeklagter überraschend freigesprochen

Sextat am Pfingstvolksfest: Geschädigte verwickelte sich in Widersprüche und berief sich auf Erinnerungslücken
Von Marion von Boeselager

Im Zweifel für den Angeklagten: Die Strafkammer des Landgerichts sprach den Angeklagten frei. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Neustadt.Im Prozess um die angeblicher Vergewaltigung eines 14-jährigen Mädchens auf dem Pfingstvolksfest in Neustadt an der Donau durch einen 27-jährigen Schaustellergehilfen ist der Angeklagte jetzt überraschend freigesprochen worden. Die Strafkammer des Landgerichts Regensburg unter Vorsitz von Richter Carl Pfeiffer entschied nach dem Grundsatz „im Zweifel für den Angeklagten.“

Wie berichtet, sollte der 27-Jährige das Mädchen, das er kurz zuvor kennen gelernt hatte, unter dem Vorwand, sich einen Pulli holen zu wollen, in seinen Wohnwagen gelockt haben. Dort soll es gegen den Willen der 14-jährigen zum Sex gekommen sein.

Am Dienstag wurde der Teenager vor Gericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit vernommen. Nach Angaben der Pressestelle berief sich die mutmaßliche Geschädigte während ihrer Aussage jedoch immer wieder auf Erinnerungslücken. Außerdem verwickelte sie sich in Widersprüche gegenüber ihren Aussagen bei der Polizei. Sie konnte nun nicht mehr sagen, ob sie wirklich gegenüber dem 27-Jährigen ein klares „Nein“ gesagt hatte und räumte ein, dass es im Wohnwagen wohl zuvor zu einvernehmlichen Zärtlichkeiten kam. Daher sahen das Gericht und die Staatsanwältin keinen ausreichenden Tatnachweis für eine Verurteilung wegen Vergewaltigung.

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