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Samstag, 16. Dezember 2017 10

Etappenziel

Hausens Großprojekt liegt im Zeitplan

Beim Richtfest für das Gemeinschafts- und Sporthaus in Großmuß zieht Bürgermeister Ranftl eine positive Zwischenbilanz.
Von Edith Vetter

Mit einem Glas Sekt wurde beim Richtfest für das Gemeinschafts- und Sporthaus in Großmuß angestoßen. Foto Vetter

Hausen.Das Richtfest, in Bayern auch als Hebweih bekannt, ist eine Tradition, die sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Dabei „weihen“ die Zimmerermeister das Gebäude nach Abschluss der Dachstuhlarbeiten ein. So geschehen auch am Gemeinschafts- und Sporthaus am Sportplatz in Großmuß.

Der Zimmermeister Matthias Marklstorfer „weihte“ mit dem Richtspruch beim Hebfest traditionsgemäß die Dachstuhlarbeiten ein. Foto: Vetter

Zu diesem Ereignis versammelten sich bei frostigem Wetter Bürgermeister Erwin Ranftl, die Gemeinderäte, Gemeindearbeiter, der Architekt Michael Müller und alle am Bau Beteiligten. „Des Dorfes Freude sei dieses Haus, eine Heimat für Freunde tagein – tagaus, und sei auch in zukünftiger Zeit eine Stätte der Zufriedenheit“, sagte der Zimmermeister Matthias Marklstorfer neben dem bunten Richtbäumchen in luftiger Höhe seinen Richtspruch auf. Auch bat er den lieben Gott darum, dass er die Arbeiter und das Bauwerk vor Not und Schaden bewahren möge.

„Ein erster Bauabschnitt ist geschafft! Die größte Hochbaumaßnahme der Gemeinde Hausen seit über 30 Jahren läuft seit knapp fünf Monaten reibungslos“, begann Bürgermeister Ranftl seine Begrüßungsworte. Die Firmen hätten bisher gut und fristgerecht gearbeitet. So hofft die Gemeinde, dass die angepeilte Fertigstellung im Sommer 2018 klappt.

Daten zum Projekt

  • Bauzeit:

    Baubeginn war im Juli 2017, die Fertigstellung ist für Juni 2018 geplant.

  • Die Baukosten

    betragen voraussichtlich 1,3 Millionen Euro, gefordert über „ELER“.

  • Nutzung:

    Die Nutzfläche beträgt 432 Quadratmeter. Darin enthalten sind ein Multifunktionsraum (90 Quadratmeter), ein Versammlungsraum (63) und ein Jugendtreff (38 Quadratmeter), dazu Umkleide- und Nebenräume für die Vereine.

Ranftl dankte dem Architekten Michael Müller vom Büro „Quadrat 45“ für seine „seriöse Planung“, die jetzt in die Tat umgesetzt wird. Ebenso lobte er den Bauamtsleiter Stefan Krausenecker, der sich täglich mit Entscheidungen, Baubesprechungen oder sonstigen Details herumschlagen müsse. „Wer selber schon ein Haus gebaut hat, weiß, dass es tausend Kleinigkeiten gibt, die beachtet und berücksichtigt werden müssen“, so Ranftl weiter.

Mit einem Glas Sekt wurde beim Richtfest für das Gemeinschafts- und Sporthaus in Großmuß angestoßen. Foto Vetter

Als weiteres gut funktionierendes Rädchen im „Bau-Getriebe“ nannte er die Fachplaner Beck und Dötzel sowie Rainer Müller als Koordinator und Ansprechpartner der Dorferneuerung. Die Großmußer Bevölkerung sei nun im Frühjahr gefordert, den gesamten Außenbereich und die Einrichtung in Eigenleistung zu erbringen, ergänzte Ranftl. Trotz allem Engagement und den Zuschüssen von der sogenannten ELER-Förderung werden die Baukosten die Millionengrenze überschreiten.

Bevor es zum obligatorischen Richtschmaus ins Sportheim ging, wünschte der Bürgermeister der Baustelle weiterhin einen reibungslosen und unfallfreien Ablauf.

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