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Freitag, 15. Dezember 2017 3

Gemeinderat

Wasserrecht neu beantragen

Was in der Praxis eine Einheit ist, ist es nicht automatisch auch rechtlich. Regenüberlauf beschäftigt Herrngiersdorf.

Die Gemeinde Herrngiersdorf muss Wasserrecht neu beantragen bezüglich Regenüberlauf in die große Laaber bei Sandsbach. Foto: Vetter

Herrngiersdorf.Wasserrechtliche Angelegenheiten und die Sanierung von Pumpwerken standen im Mittelpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung im Sandsbacher Stadl. Der Punkt Pumpwerksanierung der Ortsteile Sittelsdorf und Sandsbach stand erneut auf der Tagesordnung, da bei der Ausschreibung der Baumeisterarbeiten im vergangenen Jahr keine Angebote eingegangen seien, erklärte Bürgermeister Josef Barth. Deshalb erfolgte eine erneute beschränkte Ausschreibung, wobei die Lose 1 (Sittelsdorf) und Los 2 (Sandsbach) getrennt ausgeschrieben wurden. Der Auftrag für das Pumpwerk Sittelsdorf ging an die Firma Fahrner, Mallersdorf, zum Angebotspreis von 106 388 Euro. Auch der Auftrag für den Ortsteil Sandsbach wurde einstimmig an die billigstbietende Firma Fahrner in Höhe von 28 672 Euro vergeben.

Bürgermeister Barth informierte die Räte über die Besprechung im Landratsamt Kelheim mit den Sachbearbeitern sowie dem Wasserwirtschaftsamt (WWA) Landshut bezüglich wasserrechtliche Angelegenheiten. Nach den Ausführungen von Helmut Haberl vom WWA sind das Kanalnetz des Markts Langquaid und der Gemeinde Herrngiersdorf sowie die Kläranlage Langquaid als hydraulische Einheit zu sehen. Wasserrechtlich besteht jedoch eine Trennung zwischen Langquaid und Herrngiersdorf. Im Zuge interner Recherchen beim Landratsamt wurde festgestellt, dass der Regenüberlauf in die Große Laaber bei Sandsbach-West bisher im Genehmigungsverfahren des Markts Langquaid enthalten war. Deshalb ist das Wasserrecht nunmehr von der Gemeinde Herrngiersdorf neu zu beantragen. Es wurde festgelegt, dass diese zusätzliche Einleitung in die derzeit in Bearbeitung befindlichen Wasserrechtsunterlagen mit aufzunehmen ist, so Barth.

Zusätzlich wurden die bisherigen Wasserrechtsunterlagen für Herrngiersdorf, Siegersdorf, Sittelsdorf und Semerskirchen vorgestellt. Das Regenrückhaltebecken in Sittelsdorf bei Pfaffengrund soll nach Lage und Größe in den Plänen dargestellt werden.

Für die Firma Ropa in Sittelsdorf besteht eine eigene wasserrechtliche Erlaubnis. Dies soll in den Lageplänen schriftlich festgehalten werden. Geplante Baugebiete und Lückenschlüsse werden in den Lageplänen ebenfalls textlich hervorgehoben. Eine Planung für die Renaturierung des Siegersbaches ist mit dem Wasserrechtsantrag noch nicht vorzulegen. Es wird zuerst die Stellungnahme des WWAs abgewartet. Außerdem sind die Grundstücksverhandlungen hierzu noch nicht abgeschlossen.

Im neuen Wasserrechtsbescheid wird voraussichtlich der Umfang der Renaturierung des Siegersbachs in Abhängigkeit von den erforderlichen Rückhaltevolumina vorgeschrieben. Weitere Auflagen sind voraussichtlich die Registrierung der Mischwasserentlastungen nach Häufigkeit und Entlastungsdauer. Bei hohen Schmutzeinträgen sind Rechen vorzuschalten. (eav)

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