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Pläne

Vom Wirtshaus zum Craft-Bier-Tempel?

Ins frühere Café Eglise in Ihrlerstein soll bald wieder Leben einziehen. Eigentümer Franz Ehrnthaller hat viele Ideen.
Von Renate Beck

  • Verschlossene Türen der „Brandler Wirtsstub’n“, vormals „Café Eglise“ Fotos: Beck
  • Franz Ehrnthaller

Ihrlerstein.Ein großes Banner lädt in den Biergarten unter der Jakobskirche ein, eine Schrift an den Fensterscheiben der „Brand`ler Wirtsstub’n“ preist einen Schweinebraten an. Wer hungrig und durstig versucht, das Gasthaus zwischen den beiden Ihrlersteiner Kirchen zu betreten, hat Pech: er steht vor geschlossenen Türen.

Mehrere Pächter hat das alte, vor einigen Jahren renovierte Gebäude im Laufe der Zeit bereits gesehen, vor kurzem wieder einen neuen. Nicht lange allerdings. Nachdem Eigentümer Franz Ehrnthaller aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten musste, verpachtete er sein eigengeführtes, gut besuchtes „Café église“. Die neue Pächterin allerdings hielt nur ein paar Monate durch.

Neue Pächter gefunden

Die Gaststätte steht seit mehreren Wochen leer. Das aber soll sich bald wieder ändern. Wie Franz Ehrnthaller unserem Medienhaus mitteilte, habe er sehr viele neue Ideen im Kopf. Zwar müsse er nach wie vor gesundheitlich kürzer treten, habe aber unter seinem Bekanntenkreis neue Pächter gefunden. Ab 11. September ist die Gaststätte wieder geöffnet.

Den Namen will er noch nicht verraten. Er selbst werde dabei als tragende Person weitermachen, am Herd stehen und die neue Speisekarte bereichern. „Es wird zu 80 Prozent wieder ein „Eglise“ werden. Mit einer Burger-Speisekarte, dem beliebten Cordon bleu und Finger Food.“

Die Speisekarte bekommt derzeit noch den letzte Schliff. Die Frühstückskarte werde kleiner ausfallen, die Cocktailkarte falle ganz weg. „Dafür wird es eine Karte mit Craft-Bier geben. 15 bis 20 verschiedene Biersorten werden darauf zu finden sein. Neben Ehrnthaller-Bier auch ein belgisches Kirschbier, eventuell ein irisches Apfelbier und eines mit einer Note von Schokolade werden da zur Auswahl stehen.“

Durch seine Brauerei hinter den Gasträumen soll der Schwerpunkt bei der Bierauswahl liegen. „So wie man ein gutes Glas Wein trinkt, soll man in Zukunft hier ein gutes Glas Bier trinken können.“

Wochenends wieder länger offen

Am Wochenende will er wie bereits unter seiner Führung gewohnt wieder verlängerte Öffnungszeiten ansetzen – „und nicht mehr bereits um 22 Uhr zusperren“. Sein Stammtisch habe „seiner Zeit“ oft erst nach Mitternacht das Lokal verlassen. „Das ist doch okay so.“

Die Vereine seien weiterhin willkommen. „Alt und Jung, so wie früher.“

Beim Musikgeschmack scheiden sich bekanntlich die Geister. Ehrnthaller will es mit neutraler Musik probieren. „Mit einer guten Mischung eben. Neben Charts ist derzeit die Musik aus den 1990er Jahren gefragt.“

80 Prozent seines ehemaligen Personals habe er für die Zukunft zurückgewinnen können. Trotz Weiterverpachtung steht er dann als gelernter Koch mit viel Leidenschaft zum Beruf am Herd. Nicht die volle Stundenzahl, bei Bedarf sei er aber zusätzlich an Ort und Stelle. „Ich wohne ja mit meiner Familie hier im Haus. Von Ihrlerstein weggehen wollen wir eh nicht mehr. Dafür gefällt es uns mittlerweile hier viel zu gut.“

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