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Samstag, 16. Dezember 2017 10

Beschluss

Im Windhund-Tempo zur Krippe

Gemeinderat Teugn segnet Planung für die neue Kindertagesstätte ab: Eile war wegen der Aussicht auf Fördermittel geboten.
Von Gabi Hueber-Lutz

Das Modell der Architekten Berr und Schindlbeck: Neben dem bestehenden Kindergarten (links) wird die Krippe gebaut. Foto: Hueber-Lutz

Teugn. Der Gemeinderat hat den Bau einer zweigruppigen Kinderkrippe auf den Weg gebracht. Bei drei Gegenstimmen befürwortete er die Eingabeplanung. Bürgermeister Manfred Jackermeier hatte hervorgehoben, dass es wegen der Fördermittel notwendig sei, so schnell wie möglich einen Antrag zu stellen, denn hier gelte das „Windhund-Prinzip“. Mit der genehmigten Eingabeplanung können die Mittel nun beantragt werden.

Hoher Zaun als Sichtschutz

Die Krippe soll im Anschluss an den bestehenden Kindergarten gebaut werden. Im Moment steht noch ein ehemaliges Stallgebäude auf dem dafür vorgesehenen Gelände. Das Gebäude wird zirka 900 000 Euro kosten, sagte Architekt Franz Schindlbeck, der die Raumplanung vorstellte.

Das Modell der Architekten Berr und Schindlbeck: Neben dem bestehenden Kindergarten (links) wird die Krippe gebaut. Foto: Hueber-Lutz

Die Außenanlagen und der Abbruch des alten Stadls sind in diesen Kosten noch nicht enthalten. Die Fördermittel lägen bei 45 bis 50 Prozent, könnten unter Umständen aber sogar bis auf 80 Prozent steigen. Fragen wie die nach einem Zaun oder der Grüngestaltung spielen bei der Eingabeplanung keine Rolle; Jackermeier bat den Rat jedoch um eine Absichtserklärung für die Nachbarn. Sowohl zum Pfarrgarten hin als auch zu den Nachbarn im Süden soll ein zwei Meter hoher Sichtschutz geschaffen werden. Die Räte befürworteten das mehrheitlich.

Die Kinderkrippe soll in Massivbauweise errichtet werden. Die beiden Gruppenräume inklusive der Sanitärbereiche sind nach Süden ausgerichtet. Die Ruheräume für die Kinder liegen im Norden. Das gesamte Gelände wird nach der Fertigstellung der Krippe zwei Eingänge haben: den bisherigen im Süden und einen zweiten im Westen zum Kagerberg hin. Im Norden entsteht ein Personalparkplatz. Das Gebäude hat auch noch Erweiterungsmöglichkeiten für eine dritte Gruppe. Josef Deiglmeier fragte, ob der Platz für die Außenflächen reiche. Bei einer Krippe werde nicht so viel Außenfläche benötigt, sagte Architekt Schindlbeck. Bernhard Merkl war der Meinung, dass die Gemeinde nicht die Aufgabe habe, einen Sicht- und Lärmschutz für die Anwohner zu bauen, da an dieser Stelle sowieso schon ein Kindergarten stehe.

Tempo 30 an vier Stellen

Die Freien Wähler haben sich Gedanken gemacht, wie man zu schnellem Fahren rund um die Schule beikommen könnte. Sie beantragten eine Begrenzung auf Tempo 30 an vier Stelle. Das Gremium begrüßte diesen Vorstoß und behielt die Vorschläge im Wesentlichen bei. Man beschloss schließlich, bei der Schule, am Kirchplatz vor der Einmündung Bergstraße, in der Bergstraße selbst und in der Lindenstraße entsprechend zu beschildern.

Die Feuerwehr präsentierte vor der Sitzung ihr neues Fahrzeug. Foto: Hueber-Lutz

Weitere Themen im Gemeinderat

  • Strom:

    Die Gemeinde Teugn ist beim Bezug von Strom mit der Verwaltungsgemeinschaft Saal, mit der Gemeinde Saal und mit dem Schulverband Saal zusammengeschlossen. Alle Beteiligten müssen die gleiche Art des Stroms beziehen. In diesem Fall ist das Normalstrom. Die Räte beschlossen einstimmig, dass es keinen Sinn mache, sich abzukoppeln. Das Gremium legte ferner fest, dass die Entscheidung über die zu beziehende Stromart künftig für den jeweiligen Vertragszeitraum grundsätzlich bei der Verwaltungsgemeinschaft liegen soll.

  • Außenbereich:

    Erneut lehnte der Rat die Genehmigung einer Doppelgarage im Außenbereich ab. Auch wenn ihm nachvollziehbar war, dass die Antragstellerin die Garagen dicht beim Haus haben möchte, stimmte die Mehrheit (8:4) dagegen: Die Befürchtung einen Präzedenzfall zu schaffen, war groß.

  • Feuerwehr:

    Die Kommandanten Michael Gammel und Matthias Reichl sowie Vorsitzender Martin Eisenreich stellten den Gemeinderäten das neue Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehr Teugn vor, einen Mercedes Sprinter mit 170 PS. (lhl)

Fritz Zirngibl wollte namens der Bayernpartei wissen, welche Kosten für das Baugebiet Talring für die Wasserleitung angefallen sind und wie viel davon von den Eigentümern bezahlt wurde. Er vermutete, dass der Wasserzweckverband Baugebiete über zu niedrige Erschließungsgebühren indirekt subventioniere und ihm dieses Geld jetzt bei der Finanzierung seiner Sanierungs- und Bauarbeiten an den Hochbehältern fehlt.

Jackermeier erklärte das komplizierte System der Globalberechnung, nach der der Zweckverband seine Herstellungskosten für Wasserleitungen berechnen muss. Dabei werde ein Zeitraum von acht Jahren betrachtet. Was in einem Berechnungszeitraum nicht mit berücksichtigt werden konnte, falle dann im nächsten an. Die Berechnungen erfolgen nach dem kommunalen Abgabengesetz. Das Baugebiet Talring ist noch nicht fertig abgerechnet, die Differenz liege im Moment noch bei ein paar tausend Euro zuungunsten des Zweckverbands.

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