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Donnerstag, 19. Oktober 2017 19° 3

Historisch

Das „Who is who“ der Oldtimer rollt an

Der Landkreis Kelheim ist am Freitag und Samstag erneut Ziel von viel „altem Blech“. Die Donau Classic kommt.
Von Beate Weigert

Kelheim.Jaguar SS1, Baujahr 1936, Goggomobil Limousine T 250 aus dem Jahr 1956, ein Audi Sport quattro aus dem Jahr 1986. Die Palette der Oldtimer, die am Wochenende von Ingolstadt aus zur Donau Classic 2015 aufbrechen, ist groß. Zaungästen im Landkreis Kelheim bieten an einigen Orten Durchfahrtskontrollen und Wertungsprüfungen Gelegenheit, einen Blick auf die 236 Karossen mit Geschichte zu erhaschen. In Riedenburg, Kelheim, Abensberg, Bad Gögging oder Siegenburg etwa.

Spott für „Wagen ohne Pferde“

Das hätte sich Carl Benz wohl vor 130 Jahren nicht träumen lassen, dass das Automobil einmal eine solche Bedeutung haben würde und dass sich Liebhaber „alter“ Automobile zu solchen Ausfahrten treffen werden. Als er im Sommer 1885 erstmals mit seinem selbst gebauten dreirädrigen Fahrzeug mit Verbrennungsmotor und elektrischer Zündung eine Runde durch Mannheim drehte, erntete er eigentlich nur eines – viel Spott für seinen „Wagen ohne Pferde“.

Die Donau Classic lockt im zehnten Jahr nicht nur Teilnehmer aus so gut wie allen deutschen Bundesländern, sondern auch Liebhaber aus Österreich und Luxemburg. Und auch unter den Zuschauern hat sich der automobile Event gemausert. Am Freitag und Samstag sind im westlichen, östlichen und südlichen Landkreis wieder Blicke auf Rallye-Porsches aus den 1970ern, auf VW Käfer oder einen Riley MPH von 1935 garantiert. So sind am Freitag Durchfahrtskontrollen am Riedenburger Marktplatz, an der Befreiungshalle in Kelheim oder am Langquaider Marktplatz geplant. Wertungsprüfungen auf Schloss Prunn oder in Kelheim (Start ist um kurz nach 14 Uhr am Donautor auf Höhe des Hotels Wittelsbacher Hof). Mittags bleibt etwas mehr Zeit zum Schauen – am Freitag auf dem Kelheimer Wöhrdplatz, am Samstag vor dem Hotel Eisvogel in Bad Gögging. Am Samstag sind Durchfahrtskontrollen in Aiglsbach, Neustadt und Siegenburg. Wertungsprüfungen in Abensberg-Gaden und Mainburg (siehe Grafik).

Die Organisatoren haben auch einen Zeitplan veröffentlicht. Die Angaben darin beziehen sich stets auf das erste Fahrzeug. Insgesamt sei jeweils etwa zwei Stunden lang in den einzelnen Orten mit Oldtimern zu rechnen.

Ostalgie und Geschichte auf Rädern

Peter und Udo Feser werden mit ihrem Wanderer W25, Baujahr 1937, die diesjährige Donau Classic anführen. Im Anschluss rollt ein Großteil der Automobil-Geschichte an Hopfenstangen und Baudenkmälern wie Schloss Prunn oder der Kelheimer Befreiungshalle vorbei. Das „Who is who“ der Oldtimer liest sich im „Vorfreude-Magazin“ wie folgt: MG J2 (1932), Ford Shelby GT 500 (Baujahr 1967), Bentley Speed 8 (1948), Jaguar XK 140 (Baujahr 1964), Borgward Isabella Coupé (Baujahr 1961), Ford Mustang (Baujahr 1967), Mercedes Benz 300 SL Flügeltürer (Baujahr 1955). Aber auch jüngere Semester wie ein BMW Z1 (Baujahr 1990), ein Lancia Delta Integrale EVO (Baujahr 1991) oder ein Citroën 2 CV (Baujahr 1987) rollen unter den „betagteren“ Charakteren auf vier Rädern mit. Und auch „Ostalgikern“ dürfte das Herz höherschlagen. Unter anderem fährt ein Trabant Cabrio mit.

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