mz_logo

Gemeinden
Donnerstag, 23. November 2017 10° 4

Austausch

Kelheim knüpft Kontakte nach China

Die Leiterin des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums ist im Herbst zur Fortbildung im Land der aufgehenden Sonne.
Von Elfi Bachmeier-Fausten

  • Die Skyline von Shanghai – auch dorthin führt die Reise. Foto: dpa
  • Oberstudiendirektorin Maria Sommerer Foto: Bachmeier-Fausten

Kelheim. „Es wird bestimmt spannend“, so Oberstudiendirektorin Maria Sommerer vom Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Kelheim. Im neuen Schuljahr – vom 30. Oktober bis 7. November – fliegt sie wegen eines Austausches mit China in das Reich der Mitte. Ein Anliegen sei ihr, dass „vor allem unsere Schülerinnen und Schüler einen Gewinn davon haben“.

Flug wird selbst finanziert

Sie betont, dass die teilnehmenden Schulleiter den Flug selbst finanzierten. Auf die Frage nach ihren Erwartungen an den Aufenthalt für das Berufliche Schulzentrum Kelheim antwortet Oberstudiendirektorin Maria Sommerer: „Viele interessante Erfahrungen.“ Sie spricht den dortigen Verlauf der Ausbildung von Schülern, in welcher Position sich der Lehrer sehe und die Unterschiede sowohl im Schulsystem als auch im Ausbildungssystem an. „Was ist dort gut und was bei uns. Man kann ja immer voneinander lernen“, sagt Maria Sommerer.

Als Motto der Fortbildung nennt sie: „Bayern und China im Dialog“. Das Ganze gehe von der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen und dem Konfuzius-Institut in München aus, das das Besucherprogramm für die insgesamt zehn Teilnehmer vorbereite und umsetze. Zu den zehn Teilnehmern – Schulleiter oder Ministerialbeauftragte – von Niederbayern gehört die Leiterin des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Kelheim. Sie sei ausgewählt worden. Die anderen Teilnehmer kämen aus Passau, Landshut, Dingolfing, Zwiesel und Viechtach. Zu der Gruppe zählten Vertreter von Berufsschulen und Gymnasien sowie der Schulabteilung der Regierung. Das Programm sehe einen Austausch bezüglich Schulmanagement, Schulbesuch und Unterrichtshospitation vor. Man werde in Peking, Shanghai und Nanjing sein. Es ginge darum, das dortige System kennenzulernen. Oberstudiendirektorin Maria Sommerer spricht auch den Aufbau eines gegenseitigen Austausches an, dass „wir Gastgeber für Schulleiter, Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte sind“. Das erfordere jedoch Zeit. Es sei beabsichtigt, dass in China das bayerische, duale Ausbildungssystem bekannt werde „und wie wir Unterricht sehen“, also das gesamte pädagogische Konzept ausgetauscht werde – wie die Lehrerausbildung in China und hier ablaufe.

Kultusministerium forciert

Als Kernpunkte des Besuchs zählt Maria Sommerer auf: Unterrichts-, Organisations- und Personalentwicklung. Angefangen werde mit der Reise im Herbst. Dann müsse gesehen werden, welche Kooperationsmöglichkeiten sich ergäben. Wann die erste Abordnung aus China nach Kelheim kommen werde, dazu konnte sie zum jetzigen Zeitpunkt deshalb noch keine Aussage treffen. Wie Oberstudiendirektorin Maria Sommerer erwähnt, werde ein Austausch „auch ganz massiv vom Kultusministerium forciert“.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht